Blühende Verkehrsinseln

Gewinnerportraits 2021

: Esslingen

Auf über 7000 m² wurde in Esslingen artenarmes, grasdominiertes Grünland effektiv insektenfreundlich umgestaltet. Es wurden auf dieser Fläche vier verschiedene Saatgutmischungen verwendet, wodurch blütenreiche Saumstrukturen entstanden, die heimischen Insekten einen vielfältigen Lebensraum bieten. Am Wall gibt es eine Vielzahl an Nistgelegenheiten für Wildbienen sowie einen Gehölzstreifen als Lebensraum und zum Nestbau für Vögel. Außerdem wurde auf dem Gelände eine Totholzpyramide geschaffen.

: Heiligenberg

Ein Grünstreifen entlang eines Radweges wurde in der Gemeinde Heiligenberg auf Anregung der Bevölkerung hin ökologisch und ästhetisch aufgewertet. Auf der Fläche wurde eine ausdauernde, gebietsheimische Blumenwiesenmischung einer biologisch wirtschaftenden Gärtnerei ausgebracht. Die Maßnahme ist dadurch ein wertvoller Beitrag zur Biotopvernetzung und zum Artenschutz.

Mit Hilfe eines Steinhaufens sollen auch Eidechsen angesiedelt werden. Durch eine Infotafel, Öffentlichkeitsarbeit und die Einbindung der Heiligenberger Bürgerinnen und Bürger soll Interesse geweckt werden und die Einladung zur Mitarbeit bei der Pflege der Fläche erfolgen.

: Donzdorf

Die Stadt Donzdorf gestaltete eine Fläche an ihrem westlichen Ortseingang ökologisch wertvoll um: Es wurde hierzu die „Donzdorfer Spezialmischung“ aus Wildblumen und Gräsern eingesät. Dabei wurde einheimisches Saatgut verwendet und auf insektenfreundliche Arten geachtet, die auch in der Natur in diesem Gebiet vorkommen. Wie im gesamten Stadtgebiet kommen auch hier keine Pflanzenschutzmittel zum Einsatz.

: Ortenaukreis

Im Ortenaukreis wurde auf der 1.200 m² großen Fläche eine nektar- und artenreiche Blumenwiesen-Saatgutmischung eingesät sowie weitere frühblühende Sträucher und regionaltypische Korbweiden gepflanzt. Diverse Lebensräume wie eine Totholzhecke, ein Steinhaufen oder eine Sandfläche wurden zudem angelegt und damit natürliche Lebensräume für viele Arten geschaffen. Darüber hinaus laden ein Insektenhotel und Nistkästen Insekten und Vögel zum Verweilen und Brüten ein. Zur Pflege wird die Fläche zweimal im Jahr gemäht.

: Mannheim

Auf der Fläche rund um den Kreisverkehr wurden verschiedene Saatgutmischungen ausgesät. Diese enthalten heimische Arten, wie zum Beispiel die Kornblume und die Acker-Witwenblume. Daneben entwickelten sich auf den nicht angesäten Flächen gebietstypische Wildkräuter.

In unmittelbarer Nachbarschaft wurde der Kreisverkehr mit Stauden und Gehölzen bepflanzt. Hier wurden insektenfreundliche Arten wie Salbei und Bergminze gewählt. So gelang in Mannheim die Verbindung aus naturnaher, gebietsheimischer Blumenwiese und einer geplanten Staudenpflanzung.

: Laupheim

Auf einer Wiesenfläche von 2.500 m² wurde in Laupheim der dortige ältere Obstbaumbestand durch die Pflanzung alter regionaler Sorten erweitert und heimische Wildblumen wie die Acker-Witwenblume und die Weiße Lichtnelke wurden etabliert. Diese sind besonders gut an den sonnigen Standort angepasst und bieten vielen Insekten ein optimales Nahrungsangebot. Für die Blühwiesen wurden ausschließlich regionale, mehrjährige Saatgutmischungen verwendet. Es wurde darauf geachtet, dass schon im Frühjahr ein Blühangebot und somit ausreichend Futterquellen für die Insekten zur Verfügung stehen.

: Ostalbkreis

Dieser Kreisverkehr im Ostalbkreis wurde mit heimischen Kräutern und Gräsern ökologisch aufgewertet und lockt mittels Insektenhotels in der nahen Umgebung nun zahlreiche Tiere an. Zudem wurden zur Förderung des Artenschutzes auf der angrenzenden Fläche ein naturnahes Fledermausquartier sowie Brutplätze und Rückzugsmöglichkeiten für Eidechsen geschaffen. Dieses Auszubildendenprojekt der Straßenmeisterei Ellwangen zeigt, dass auch im Straßenbetriebsdienst Verantwortung für unser Ökosystem übernommen werden kann.

: Rems-Murr-Kreis

Der Rems-Murr-Kreis stellte auf diesem Kreisverkehr eine Blumenwiese sowie einen Wildbienen- und Schmetterlingssaum her und säte dazu entsprechende Saatgutmischungen. Diese bestehen aus einer Vielzahl an heimischen Pflanzenarten. Es wurden im Zuge der Umgestaltung auch Nisthügel für Insekten geschaffen. Der Kreisverkehr liegt neben einer großen, 2019 hergestellten Blühfläche und dient als Verbindung zu Wald- oder Obstbaumgrundstücken. Außerdem gehört er zum kreisweiten Blühflächen-Netz.

: Ulm

Die Stadt Ulm gestaltete in einem Baugebiet Grünflächen mit einer Gesamtfläche von 1000 m² um. Die Wettbewerbsfläche wurde mit heimischen Wildblumen und Gräsern eingesät. Arten wie z.B. Flockenblume, Kornblume, Margerite, Schafgarbe, Wiesen-Salbei und Kartäusernelke sind Bestandteil dieser Wiese. Zwei Mal im Jahr wird die Fläche gemäht, weitere artenreiche Wiesenansaaten sind im Baugebiet in Planung.

: Neuenburg

Auf dem Neuenburger Kreisverkehr wurde eine spezielle Verkehrsinsel-Saatgutmischung für Magerstandorte ausgebracht. Diese bietet mit ihrer großen Artenvielfalt heimischer Wiesenpflanzen und deren langanhaltendem Blühaspekt eine ergiebige Nahrungsquelle und einen Lebensraum für viele Insekten. Die bunte Blütenpracht am Ortseingang heißt alle Besucherinnen und Besucher in Neuenburg willkommen.