Landschaftspflegerischer Begleitplan


Landschaftspflegerischer Begleitplan

Der Landschaftspflegerische Begleitplan (LBP) ist der zentrale Umweltfachbeitrag auf der Ebene der Entwurfs- und Genehmigungsplanung, in dem alle wesentlichen Aspekte zu Natur und Landschaft im Untersuchungsraum dargestellt werden. Dieser Umweltfachbeitrag dient in erster Linie der Umsetzung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung (Eingriffsregelung, Gebiets- und Artenschutz). Hierzu werden der Zustand von Natur und Landschaft erfasst und bewertet sowie die Auswirkungen des Vorhabens auf Natur und Landschaft ermittelt, beschrieben und bewertet. Im Rahmen der Konfliktanalyse werden zudem Maßnahmen zur Vermeidung und Minimierung von Beeinträchtigungen entwickelt (Eingriffsregelung, Gebiets- und Artenschutz).

Für die unvermeidbaren erheblichen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sieht die Eingriffsregelung die Anlage, Sicherung und Pflege von Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen vor. Aufgrund der spezifischen Anforderungen des Artenschutzes und des europäischen Gebietsschutzes (europäische Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiete) wird die Maßnahmenplanung in erster Linie von den Erfordernissen des Arten- und Gebietsschutzes bestimmt. Für das Maßnahmenkonzept des LBP werden somit im Regelfall zuerst die erforderlichen Maßnahmen aufgrund des Arten- und Gebietsschutzes geplant. Hierauf aufbauend werden für die beeinträchtigten planungsrelevanten Funktionen und Strukturen aus der Eingriffsregelung, die nicht bereits multifunktional über die Maßnahmen des Arten- und Gebietsschutzes kompensiert werden, weitere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen entwickelt (Eingriffsregelung, Gebiets- und Artenschutz).

Darüber hinaus gibt es die sogenannten Gestaltungsmaßnahmen, die der Begrünung oder der Einbindung der Straße in die Landschaft dienen. Hierzu zählen beispielsweise Gehölzpflanzungen auf Böschungen oder bei Anschlussstellen von Autobahnen.

Alle erforderlichen landschaftspflegerischen Maßnahmen werden im LBP dargestellt.


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