Pressemitteilung

Naturschutz
  • 20.12.2011

Grünbrücke auf A 7 bei Heidenheim eingeweiht

Heute weihte die Staatssekretärin Dr. Gisela Splett MdL vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur und der Regierungspräsident Johannes Schmalzl gemeinsam die neu errichtete Grünbrücke an der Autobahn A 7 ein. Sie liegt zwischen den Anschlussstellen Heidenheim an der Brenz und Aalen/Oberkochen. „Mit der Pflanzung einer Elsbeere, die Baum des Jahres 2011 ist, beenden wir heute symbolisch den Bau der Grünbrücke und deren Bepflanzung“, so die Staatssekretärin. Genau vor einem Jahr ist der Spatenstich für die sogenannte Tierquerungshilfe erfolgt. Nach einer Bauzeit von rund neun Monaten heißt es von nun an wieder „freie Fahrt - und freie Querung“ auf diesem Streckenabschnitt der Autobahn A 7.

Das Konjunkturprogramm II hat es ermöglicht, auf zehn Abschnitten von Bundesfernstraßen in Baden-Württemberg, Lebensräume wieder zu vernetzen. „Die Grün-brücke und die anderen Projekte des Maßnahmenpakets konnten in einem eng vor-gegebenen Zeitrahmen realisiert werden“, freute sich Splett. Herausragendes Projekt ist die nun fertig gestellte Grünbrücke über die Autobahn A 7 mit Investitionskosten von rund drei Millionen Euro. Um den Verkehr während der Bauphase so wenig wie möglich einzuschränken, wurde für die Grünbrücke ein Tragwerk aus Fertigteilen entwickelt. Das Querungsbauwerk verknüpft einen wichtigen, ehemals zer-schnittenen Wildtierwanderweg für größere Säugetiere, die im Wald zu Hause sind. Auf der Grünbrücke wird den im Härtsfeld vorkommenden Arten, z. B. Reh- und Schwarzwild, Mardern und Kleinsäugern, ein bepflanztes Umfeld geboten, das mit den beiderseits angrenzenden Waldflächen vergleichbar ist. „Wir hoffen, dass zukünftig auch Rotwild, Wildkatze oder Luchs, die im Generalwildwegeplan hervorgehoben werden, die Grünbrücke zur sicheren Querung der Autobahn nutzen“, so die Staatssekretärin.

Mitte September 2011 wurde eine weitere Maßnahme zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt im Landkreis Heidenheim fertiggestellt. Die zwei Amphibienschutzanlagen an der B 466 zwischen Steinweiler und Neresheim wurden ebenfalls über das Konjunkturpaket II finanziert. „In Zusammenhang mit dieser Amphibienschutzmaßnahme haben wir zugleich einen Abschnitt des Geh- und Radwegs entlang der B 466 gebaut“, betonte Splett.

Baden-Württemberg hat sich auf Bundesebene für die kurzfristige und konsequente Fortführung des Bundesprogramms „Wiedervernetzung“ stark gemacht. Um auch in Fortsetzung des Konjunkturprogramms II wichtige Maßnahmen zur Wiedervernetzung ehemals getrennter Lebensräume umsetzen zu können, hat das Land hierzu im November 2011 eine Bundesratsinitiative eingebracht. Die Weiterentwicklung der „grünen Infrastruktur“ verbindet aus Sicht des Landes die Interessen des Naturschutzes, des Jagdschutzes und der Verkehrssicherheit.

Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg


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