Pressemitteilung

Schiene
  • 27.07.2017

Gutes Angebot im Schienenverkehr am Mittleren Oberrhein und im Nord-Schwarzwald gesichert

Mehr schnelle Verbindungen nach Karlsruhe – Mehr Platz für Fahrradmitnahme

Erläuterungen zum Eckpunktepapier Netz 7

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg ist den Befürchtungen über mögliche Verschlechterungen im regionalen Schienenverkehr am Mittleren Oberrhein und im Nord-Schwarzwald entgegengetreten. „Vielmehr wird in den kommenden Jahren das gute Angebot dauerhaft gesichert und die Fahrgäste werden von zusätzlichen schnellen Verbindungen und einem größeren Platzangebot z.B. für die Fahrradmitnahme profitieren“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am 27. Juli 2017 in Stuttgart. 

Geplant ist demnach, dass es zukünftig stündlich einen Expresszug von Karlsruhe nach Freudenstadt geben soll. Diese Züge werden zwischen Karlsruhe und Forbach an den größeren Bahnhöfen sowie zwischen Forbach und Freudenstadt an allen Stationen halten. Damit gibt es in Zukunft stündlich beschleunigte Züge zwischen Freudenstadt und Karlsruhe mit Fahrzeugen, die regelmäßig mit größerer Geschwindigkeit im Rheintal fahren können und über mehr Platzangebot für Fahrgäste, Fahrräder und Gepäck verfügen. In Forbach besteht jeweils Anschluss an das Stadtbahnsystem von und nach Karlsruhe mit Halt an allen Stationen.

Dies ist eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Betriebs auf der Murgtalbahn, da nur ein sehr kleiner Teil der Fahrgäste aus dem oberen Murgtal die Karlsruher Innenstadt als Ziel hat (unter 10 Prozent). Auf diese Weise kann den Fahrgästen mehr Komfort und eine kürzere Reisezeit geboten werden.

Neben diesem stündlichen Grundtakt wird es für den Landkreis Freudenstadt im Murgtal weiterhin bedarfsorientierte Angebote für den Schüler- und Berufsverkehr sowie nötige Anschlusszüge zwischen dem Hauptbahnhof und dem Stadtbahnhof geben. Zudem sind zusätzliche Züge zum Nationalpark Nordschwarzwald an nachfragestarken Tagen in der Saison in Planung. 

Diese Angebotsstruktur soll vom Jahr 2022 an greifen. Fertige Fahrpläne gibt es allerdings noch nicht. Diese werden auf Basis der Eckpunkte in Abstimmung mit den Landkreisen entwickelt.

Der Ministeriumssprecher ergänzte: „Die künftigen Veränderungen wurden bereits von der Fachabteilung mit dem Dezernenten im Landratsamt Rastatt, Claus Haberecht, bei einem ausführlichen Termin bei uns im Haus besprochen. Er hat seinerzeit keine Probleme gesehen.“  

Aus Sicht des Verkehrsministeriums kann klar festgehalten werden: Auch zukünftig werden alle Halte wie bisher bedient. Wenn es fahrplantechnisch machbar ist, sind auch weitere Halte möglich. 

Für Sinsheim ändert sich nur, dass die S7 künftig mit Eisenbahnfahrzeugen zum Karlsruher Hauptbahnhof gefahren wird. Eine halbe Stunde versetzt soll eine Stadtbahn aus der Karlsruher Innenstadt bis Baden-Baden fahren.


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