Pressemitteilung

Strasse
  • 19.09.2015

Kompaktasphalt-Maßnahme auf der B27

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Staatssekretärin Gisela Splett war auf Baustellenbesuch der Fahrbahndeckenerneuerung der B 27 bei Kornwestheim unterwegs. Die Fahrbahndeckenerneuerung mit Kompaktasphalt erfolgt in kurzer Bauzeit und mindert das Lärmaufkommen.

Staatssekretärin Gisela Splett, MdL besichtigte am Samstag, den 19.09.2015 die Sanierungsmaßnahme auf der B 27 bei Kornwestheim. Die Fahrbahndeckenerneuerung der B 27 wird in Kompaktasphalt-Bauweise durchgeführt. Diese Bauweise erfordert lediglich eine kurze Bauzeit und mindert damit die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmenden. Hervorzuheben ist neben dem besonderen Bauverfahren die abschnittsweise Verwendung eines lärmmindernden Belags. „Als Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung freut es mich besonders, dass es mit dieser Erhaltungsmaßnahme auch gelingt, die Lärmbelastung von Anwohnerinnen und Anwohnern zu reduzieren", betonte Staatssekretärin Splett während Ihres Baustellenbesuchs.

Auf der B 27 besteht eine für Baden-Württemberg nicht untypische Situation: der Streckenabschnitt ist mit 45.000 Fahrzeugen pro Tag hoch belastet, sodass einerseits der Verschleiß der Fahrbahn besonders groß ist und andererseits eine Sanierung wegen der hohen Verkehrsdichte viele Verkehrsbeeinträchtigungen nach sich zieht. Die Fahrbahndeckenerneuerung in Kompaktasphalt-Bauweise ermöglicht eine kurze Sanierungsdauer und gleichzeitig einen langen Nutzungszeitraum.

Das bei der Fahrbahndeckenerneuerung zum Einsatz kommende Bauverfahren bedeutet, dass die Fahrbahn auf gesamter Breite ohne Naht hergestellt wird. Zudem wird die Herstellung von Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht in einem Arbeitsgang durchgeführt. Bei diesem Verfahren spricht man auch von einer Herstellung der Asphaltschichten „heiß auf heiß“.

Durch die gleichzeitige Herstellung der beiden Asphaltschichten können große Zeitersparnisse erzielt werden, da die einzelnen Schichten vor dem Einbau nicht abkühlen müssen. Zudem werden weitere Arbeitsschritte wie das Kehren der Fahrbahn und das Aufbringen von Haftkleber zur Verbesserung des Schichtenverbundes überflüssig. Weitere Vorteile dieser Bauweise sind der sehr gute Schichtenverbund zwischen den Asphaltschichten und die vereinfachte Verdichtung der Asphaltschichten, da das Asphaltpaket langsamer auskühlt. Die endgültige Verdichtung mit dem Kompaktasphaltfertiger wird dadurch schon nahezu erreicht, was die notwendige Verdichtungsarbeit reduziert.

Im Rahmen der Vorbereitung dieser Maßnahme wurde standardmäßig eine Lärmberechnung für den Bauabschnitt durchgeführt. Trotz der bereits vorhandenen angeordneten Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h kam es in verschiedenen Bereichen in Kornwestheim zu Überschreitungen der Auslösewerte für Lärmsanierung. Im Hinblick auf die betroffene Bevölkerung wird nun im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Kornwestheim-Süd und der Anschlussstelle Kornwestheim-West, jeweils in Fahrtrichtung Ludwigsburg und in Fahrtrichtung Stuttgart der Einbau einer lärmmindernden Deckschicht mit SMA 8 LA in zwei Bauabschnitten vorgesehen. „Von Referenzbelägen ist bekannt, dass mit dem SMA 8 LA Pegelminderungen um minus 4 dB (A) zu erzielen sind. Dies bedeutet, dass es hörbar leiser wird“, so Staatssekretärin Splett.

Die Kosten der Erhaltungsmaßnahme liegen bei ca. 3,2 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

Hintergrundinformation:
Die dauerhafte Sicherung und Gewährleistung nachhaltiger Mobilität ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Die Sanierung und der Erhalt des bestehenden Straßennetzes stehen dabei für die Landesregierung im Vordergrund. Aufgrund der in den letzten Jahren stetigen Verschlechterung des Straßenzustandes vor allem der Landesstraßen in Baden-Württemberg hat die grün-rote Landesregierung mit dem 4-Säulen-Modell das Ziel formuliert, eine deutliche Verbesserung der Straßen herbeizuführen. Das 4-Säulen-Modell beinhaltet die Verstärkung und Verstetigung der Erhaltungsmittel, den nachhaltigen Einsatz der Haushaltsmittel durch Mittelverteilung nach objektiven Kriterien, die Erprobung neuartiger, kostengünstiger und umweltfreundlicher Bauverfahren und eine Kostenreduzierung durch Standardanpassung.


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