Pressemitteilung

Umwelt
  • 16.01.2013

Luftqualität 2012 weiter verbessert

Der positive Trend der vergangenen Jahre bei der Luftqualität in Baden-Württemberg setzt sich fort. Die vorläufigen Messergebnisse lassen erwarten, dass die Grenzwerte für Feinstaub PM10 nur noch an verkehrsnah gelegenen Stationen in Stuttgart, Reutlingen und Markgröningen überschritten werden. In 2010 und 2011 traten Überschreitungen noch jeweils in elf Gemeinden auf. Gisela Splett MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur: „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber hinsichtlich Stickstoffdioxid noch lange nicht am Ziel. Die Entwicklung der Luftqualität bestärkt uns, weiterhin für eine konsequente Umsetzung der in den Luftreinhalteplänen festgesetzten Maßnahmen zu sorgen und den Weg für weitere wirksame Maßnahmen zu ebnen.“

Es zeichnet sich ab, dass die Jahresmittelwerte für Feinstaub PM10 an den verkehrsnah gelegenen Stationen um zwei bis fünf Mikrogramm pro Kubikmeter unter den Werten des Vorjahrs liegen. Damit nehmen die Jahresmittelwerte an verkehrsnah gelegenen Stationen gegenüber denen im städtischen Hintergrund stärker ab. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die verkehrlichen Maßnahmen wirken. Dieser Trend zeichnet sich auch bei den Rußkonzentrationen ab – Ruß kann nahezu vollständig den Dieselfahrzeugen zugeordnet werden. Die Einführung der dritten Fahrverbotsstufe in den Umweltzonen, die zum Jahreswechsel in Kraft getreten ist, wird hier weitere Verbesserungen bringen. Auch die geplante Ausdehnung von klein dimensionierten Umweltzonen und die Einbeziehung bislang ausgenommener Durchfahrtsstraßen - beispielsweise in Freiburg oder Reutlingen – sollen die positive Wirkung der Umweltzonen verstärken.

Die Feinstaubbelastung ist auch wesentlich von der Meteorologie abhängig. So treten hohe Feinstaubbelastungen überwiegend in den Wintermonaten bei austauscharmen Wetterlagen (Inversion) auf. Im letzten Quartal 2012 traten nur wenige Inversionswetterlagen und somit weniger Tage mit Werten über dem Grenzwert auf.

Grundsätzlich ist der positive Trend auch beim Luftschadstoff Stickstoffdioxid feststellbar. Trotzdem überschreiten die gemessenen Jahresmittelwerte an allen verkehrsnah gelegenen Stationen wieder den Grenzwert. Besondere Sorgenkinder sind trotz sinkender Werte auch hier Straßenschluchten mit hoher Verkehrsbelastung in Stuttgart und Reutlingen, wo die Werte an den höchst belasteten Stellen noch doppelt so hoch sind wie zulässig. Deutliche Verbesserungen bei der Stickstoffdioxid-Belastung zeichnen sich in Tübingen in der Mühlstraße und in Pleidelsheim ab. Ein gegenläufiger Stickstoffdioxid-Trend tritt bei den derzeit vorliegenden Auswertungen nur in Karlsruhe und Schramberg auf. Allerdings könnte die Zunahme in der Karlsruher Reinhold-Frank-Straße mit dem derzeit laufenden Stadtumbau und den dadurch veränderten Verkehrsverhältnissen zusammen hängen. In Schramberg konnte die Umweltzone bislang nicht in Kraft treten, da die Entscheidung des Landtages zu einer Petition abgewartet werden muss.

Für alle Kommunen mit Grenzwertüberschreitungen beim Schadstoff Stickstoffdioxid nimmt Baden-Württemberg die in der Luftqualitätsrichtlinie vorgesehenen Ausnahmen in Anspruch. Dies wurde der Kommission mitgeteilt. Eine Rückmeldung dazu steht noch aus.


Kontakt

Das baden-württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart.

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

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