Pressemitteilung

Verkehrsfreigabe
  • 28.11.2014

Sanierung der Ortsdurchfahrt Wertheim-Urphar bewirkt auch Verbesserungen für Fußgänger

Staatssekretärin Gisela Splett MdL hat am 28.11.2014 gemeinsam mit Stefan Mikulicz, dem Oberbürgermeister der Stadt Wertheim, die Ortsdurchfahrt Urphar (L 2310) bei einer Feierstunde wieder für den Verkehr freigeben. Von April bis Oktober 2014 hat die Stadt Wertheim gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart, die Ortsdurchfahrt des Wertheimer Teilortes Urphar saniert. Die Landesstraße wurde dabei auf einer Länge von etwa 700 m erneuert. 

Die alte Fahrbahn war in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Sie wurde abschnittsweise im Vollausbau und im Hochausbau instandgesetzt. Die vormals 7,50 m breite Fahrbahn wurde um einen Meter verringert, um die bis dahin zu schmalen Gehwege vergrößern zu können. „Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Fahrbahn trägt die Verbreiterung der Gehwege wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Aufwertung des Wohnumfeldes in Urphar bei. Wie wir alle sehen können, ist die Gesamtmaßnahme gelungen“, erklärte Staatssekretärin Splett bei der feierlichen Verkehrsfreigabe.

„Eine große Gemeinschaftsleistung ist vollendet. Für die Stadt Wertheim und insbesondere die Urpharer Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die vielen Autofahrer, die das Ende der Bauarbeiten herbeisehnten, ist dies ein Tag der Freude,“ sagte Oberbürgermeister Mikulicz. Ein lange gehegter Wunsch sei damit endlich in Erfüllung gegangen. „Im Zuge der Sanierung der Fahrbahn konnten auch eine Reihe längst überfälliger Maßnahmen durchgeführt werden, die wesentlich zur Verbesserung der Infrastruktur der Ortschaft Urphar beitragen“, erklärte das Stadtoberhaupt und dankte den Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit und den Anwohnern für ihre Geduld während der Bauzeit. 

Zeitgleich mit der Sanierung wurde von der Stadt Wertheim die Ortsdurchfahrt umgestaltet. Neben der Verbreiterung der Gehwege konnten die Bushaltebuchten verlängert und ein weitere Buswartehäuschen sowie ein Infopoint am Ortsausgang aufgestellt werden. Diese Maßnahmen tragen ebenfalls dazu bei, die Aufenthaltsqualität an der Landstraße zu steigern. 

Die Baumaßnahme wurde unter Federführung der Stadt Wertheim durchgeführt. Sie kostete insgesamt rund 980.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg hat hiervon anteilige Kosten in Höhe von rund 584.000 Euro übernommen, die Stadt Wertheim beteiligte sich mit rund 396.000 Euro.

Hintergrund:
Die dauerhafte Sicherung und Gewährleistung nachhaltiger Mobilität ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Die Sanierung und der Erhalt des bestehenden Straßennetzes stehen dabei für die Landesregierung im Vordergrund. Aufgrund der in den letzten Jahren stetigen Verschlechterung des Straßenzustandes vor allem der Landesstraßen in Baden-Württemberg hat die grün-rote Landesregierung mit dem 4-Säulen-Modell das Ziel formuliert, eine deutliche Verbesserung der Straßen herbeizuführen. Das Modell beinhaltet die Verstärkung und Verstetigung der Erhaltungsmittel, den nachhaltigen Einsatz der Haushaltsmittel durch Mittelverteilung nach objektiven Kriterien, die Erprobung neuartiger, kostengünstiger und umweltfreundlicher Bauverfahren und eine Kostenreduzierung durch Standardanpassung.

In Anbetracht der festgestellten Zustandsverschlechterungen ist es erforderlich, künftig deutlich mehr Ressourcen für die Erhaltung einzusetzen. „Erfolgt dieser erhöhte Ressourceneinsatz, kann eine Trendwende erreicht werden und der Erhaltungszustand wird sich verbessern“, so Staatssekretärin Splett.
Nach der aktuellen Finanzplanung steigen die vom Bund für Baden-Württemberg für Erhaltungsinvestitionen vorgesehenen Mittelansätze kontinuierlich auf 350 Mio. Euro an, so dass in den kommenden Jahren in hinreichender Höhe Finanzmittel zur Verfügung stehen werden.

Für die Landesstraßen hat eine gutachterliche Abschätzung einen jährlichen Bedarf von rund 80 Mio. Euro zur Beibehaltung des Zustandes des Landesstraßennetzes ergeben. Um eine Verbesserung zu erreichen, sind jährlich mindestens 100 Mio. Euro notwendig. Die Landesregierung hat in diesem Jahr die Erhaltungsmittel auf insgesamt 125 Mio. Euro verstärkt, so dass nach Abzug der Rückzahlungen für das von der Vorgängerregierung aufgelegte Landesinfrastrukturprogramm in Höhe von 23,3 Mio. Euro rund 100 Mio. Euro zur Verfügung stehen.


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