Pressemitteilung

Strasse
  • 03.05.2018

Spatenstich der L 268 Ortsumfahrung Pfullendorf

Entlastung der Pfullendorfer BürgerInnen von Durchgangsverkehr, Lärm und Abgasen

Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, hat heute (03. Mai 2018) gemeinsam mit Klaus Tappeser, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Tübingen, sowie Thomas Kugler, Bürgermeister der Stadt Pfullendorf, den Startschuss für die Bauarbeiten des zweiten Abschnitts der Ortsumfahrung Pfullendorf gegeben. „Durch den Bau der Ortsumfahrung kann Pfullendorf seinen Innenstadtbereich aufwerten. Es entstehen mehr verkehrsberuhigte Bereiche und die Gehwege für die BürgerInnen können breiter gestaltet werden,“ so Verkehrsminister Hermann, MdL. „Somit bedeutet die neue Ortsumfahrung nicht nur eine bessere Sicherheit für die VerkehrsteilnehmerInnen, sondern auch mehr Lebensqualität für die Pfullendorfer BürgerInnen.“

BürgerInnen werden von Lärm und Schadstoffen entlastet

Der zweite Bauabschnitt der Ortsumfahrung Pfullendorf schließt an den bereits im August 2007 für den Verkehr freigegebenen, rund 2,5 Kilometer langen ersten Bauabschnitt an. Dieser wird voraussichtlich im Jahr 2020 fertiggestellt sein und dann die BürgerInnen der Stadt Pfullendorf vom Durchgangsverkehr und vor allem von Lärm und Schadstoffen deutlich entlasten. Für das Jahr 2025 werden auf der Ortsumgehung schätzungsweise circa 5.750 Kraftfahrzeuge pro Tag und mit einem Schwerverkehrsanteil von circa 7,8 Prozent erwartet. „Deutlich weniger Lärm, Schadstoffe und Durchgangsverkehr werden für die Pfullendorfer Bürgerinnen und Bürger nach der voraussichtlichen Fertigstellung im Jahr 2020 Realität sein. Deshalb freue ich mich, dass das Regierungspräsidium jetzt bauen kann“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Bevor jetzt mit dem rund 3,3 Kilometer langen zweiten Bauabschnitt, der insgesamt vier Bauwerke umfasst, begonnen wird, wurden aus Gründen des Naturschutzes sogenannte CEF-Maßnahmen vorgezogen. Das sind Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung der ökologischen Funktion. Darüber hinaus wurde bereits im vergangenen Jahr mit der Umgestaltung des Anschlusses der neuen Landesstraße L 268 an der alten Landesstraße L 268 im Bereich der bisherigen Kreisstraße K 8233 begonnen.

Pfullendorf ist Schnittpunkt mehrerer bedeutender Verkehrsachsen

Die Stadt Pfullendorf liegt im Schnittpunkt mehrerer bedeutender Verkehrsachsen, die den Raum Sigmaringen-Mengen-Bad Saulgau mit dem Bodenseeraum und dem Großraum Ravensburg verbinden. Insgesamt führen sechs Landesstraßen und eine Kreisstraße sternförmig auf die Stadt zu. Vor allem an den Wochenenden und zu den Ferienzeiten kommt zu den täglichen Verkehrsmengen ein überdurchschnittlich hoher Ausflugsverkehr hinzu. Aus den Räumen Balingen, Albstadt, Sigmaringen und Mengen strömt der Verkehr zum östlichen Bodenseeraum und der Alpenregion hin. Die hohe Verkehrsbelastung der Pfullendorfer Innenstadt durch die aus Norden und Nordosten in den Stadtkern führenden Landesstraßen, führt nicht nur zu einer hohen Belastung der BürgerInnen durch Lärm, Staub und Abgase, sondern regelmäßig auch zu gefährlichen Situationen für die VerkehrsteilnehmerInnen.

Vorgesehene Baumaßnahmen für 2018/2019

2018 sind im Rahmen der Baumaßnahmen neben dem Umbau des Knotenpunkts der neuen Landesstraße L 268 mit der Landesstraße L 201 zu einem Kreisverkehrs-platz auch der Ausbau der bestehenden Kreisstraße K 8233, die zukünftig in L 268 umbenannt wird, geplant. Außerdem sind in den nächsten zwei Jahren der Bau der Unterführung der Gemeindeverbindungsstraße zur Spitalmühle, sowie die Vorschüttung des Dammes, der sich im Bereich der Bahnlinie Pfullendorf – Altshausen befindet, vorgesehen. Der überwiegende Teil der Straßenbauarbeiten und die Herstellung der noch verbleibenden Bauwerke sind für das Jahr 2019 geplant.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen circa 6,8 Millionen Euro. Von diesen Kosten sind circa 6 Millionen Euro Baukosten und der Rest von 0,8 Millionen Euro werden für den Grunderwerb berechnet. Die Gesamtkosten enthalten auch rund 0,7 Millionen Euro für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Das Land Baden-Württemberg finanziert die Baumaßnahme als Baulastträger.


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