Pressemitteilung

Straßenbau
  • 22.06.2015

Staatssekretärin Splett besucht Straßenerhaltungsmaßnahmen im Zollernalbkreis

Splett: Landesregierung will Zustand des Landesstraßennetzes verbessern

„Die Sanierung bestehender Straßen ist ein Schwerpunkt der Straßenbaupolitik des Verkehrsministeriums.“ Dies unterstrich Gisela Splett am 22. Juni 2015, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) mit Ihrem Besuch von zwei Straßensanierungsmaßnahmen im Zollernalbkreis. 

Die erste Station der Baustellentour war an der L 390 in Haigerloch-Gruol. Die L 390 verbindet den Raum Geislingen/Rosenfeld mit dem Raum Haigerloch im Zollernalbkreis. Sie stellt eine wichtige Verbindungsstrecke dar, da sie bei Sperrungen der A 81 zwischen den Anschlussstellen Sulz am Neckar und Empfingen den Umleitungsverkehr aufnimmt. Vor Beginn der Sanierungsmaßnahme befand sich der Streckenabschnitt in einem sehr schlechten Zustand. In der landesweiten Dringlichkeit aller Landesstraßen in Baden-Württemberg rangierte das Teilstück an vorderer Stelle. Die Sanierung wird nun zwischen Heiligzimmern und Haigerloch-Gruol auf einer Länge von knapp 3 Kilometern durchgeführt. Zeitgleich wird in der Ortsdurchfahrt Heiligenzimmern auf einer Länge von etwa 800 Metern und am Bauende in Richtung Gruol auf 700 Meter Länge der Belag erneuert. Die Maßnahme ist mit rund 1,35 Millionen Euro veranschlagt, die das Land zu tragen hat. Baubeginn war am 20. April 2015. Die Fertigstellung ist Ende Juli 2015 vorgesehen.

Die zweite Station des Baustellenbesuches war die L 440. Die Landesstraße verläuft von Balingen-Weilstetten in südlicher Richtung nach Neuhausen ob Eck. Die Ortsdurchfahrt von Oberdigisheim ist ebenfalls in einem sehr schlechten Zustand. Auf dem ca. 190 Meter langen Straßenabschnitt müssen zudem die Brücke über die obere Bära saniert und der 90 Meter lange Kohlstattbrunnendurchlass erneuert werden. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde und dem Landkreis. Von den Baukosten in Höhe von ca. 1 Million Euro trägt die Stadt anteilig ca. 350.000 Euro und der Landkreis ca. 30.000 Euro. Der größte Anteil von etwa 620.000 Euro wird vom Land getragen. Baubeginn war am 07. April 2015. Mit dem Abschluss der Maßnahme ist im Spätherbst zu rechnen.

In Anbetracht der festgestellten Zustandsverschlechterungen der Landesstraßennetze sei es erforderlich, künftig deutlich mehr Ressourcen für die Erhaltung einzusetzen. „Erfolgt dieser erhöhte Ressourceneinsatz, kann eine Trendwende erreicht werden und der Erhaltungszustand wird sich verbessern“, so Staatssekretärin Splett anlässlich der Baustellentermine.

Für die Landesstraßen hat eine gutachterliche Abschätzung einen jährlichen Bedarf von rund 80 Millionen Euro zur Beibehaltung des Zustandes der Landesstraßen ergeben. Um eine Verbesserung zu erreichen, sind jährlich mindestens 100 Millionen Euro notwendig. Zudem werden Haushaltsmittel in Höhe von 40 Millionen Euro für die Ertüchtigung der Brückenbauwerke benötigt. Die Landesregierung hatte im letzten Jahr die Erhaltungsmittel auf insgesamt 125 Millionen Euro verstärkt. Nach Abzug der Rückzahlungen für das von der Vorgängerregierung aufgelegte Landesinfrastrukturprogramm in Höhe von 23,3 Millionen Euro standen somit insgesamt rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Im Doppelhaushalt 2015/2016 sind jeweils rund 120 Millionen Euro für die Sanierung der Landesstraßen vorgesehen.

Staatssekretärin Splett am Ende der Baustellenbegehung: „Die grün-rote Landesregierung hat das Ziel, das Straßennetz in Baden-Württemberg zu sanieren und zu modernisieren. Notwendig sind hierzu die Verstärkung und Verstetigung der Erhaltungsmittel, der nachhaltige Einsatz der Haushaltsmittel durch Mittelverteilung nach objektiven Kriterien, die Erprobung und Anwendung neuartiger, kostengünstiger und umweltfreundlicher Bauverfahren und eine Kostenreduzierung durch Standardanpassung.“

Weitere Informationen zu den besuchten Baustellen:

Folgende Arbeiten sind bei der Sanierung der Landesstraße 390 vorgesehen: 

  • die Fahrbahnränder werden stabilisiert, 
  • die Entwässerungseinrichtungen wird auf einen neuen Stand gebracht
  • hangseits werden durchgehend Bordrinnensteine gesetzt,
  • der vorhandene teerhaltige Fahrbahnaufbau wird durchgefräst und im Kaltrecyclingverfahren mit hydraulischen Bindemitteln wieder eingebaut,
  • auf diese Schicht werden dann eine neue Asphalttrag- und -deckschicht aufgebracht,
  • abgeschlossen werden die Arbeiten mit der Erneuerung der Ausstattung (Schutzplanken, Leitpfosten, Markierung, Beschilderung).


Folgende Arbeiten sind bei der Sanierung der Landesstraße L 440 vorgesehen:

  • ein Vollausbau mit Anpassung der Fahrbahnränder und der Höhenlage über dem neuen Durchlass,
  • gleichzeitig erneuert die Stadt die Gehwege und führt verschiedene Leitungsarbeiten durch,
  • und auf einer Länge von 160 Metern wird der Fahrbahnbelag in Richtung Unterdigisheim erneuert.

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