Pressemitteilung

Strassensanierung
  • 10.06.2014

Staatssekretärin Splett: „Wir setzen auf effizientes Sanieren durch innovative Verfahren“

Belagssanierung auf der L 1152 zwischen Schlierbach und Ebersbach

Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, hat sich am 10.06.2014 einen Eindruck von der Belagssanierung im Maximalrecyclingverfahren auf der L 1152 zwischen Schlierbach und Ebersbach gemacht. „Seit mehreren Jahren erprobt die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg verstärkt Asphaltbauweisen, die einen wesentlich erhöhten Recyclinganteil als bisher üblich aufweisen“, erklärte Splett: „Ziel dieses Vorgehens ist es, den Ressourcenverbrauch einzudämmen und den stark gestiegenen Anteil an Ausbauasphalt effektiv wieder in Straßen zu verwenden.“ Im Straßenerhaltungsprogramm 2014 werden deshalb verstärkt Baumaßnahmen durchgeführt, die einen Recyclinganteil von bis zu 90% aufweisen.

Die L 1152 verläuft von Ebersbach über die Teilorte Weiler und Roßwälden nach Schlierbach und mündet dort in die B 297. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung ist die Straße über die Jahre sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Der zu sanierende Streckenabschnitt ist gekennzeichnet durch Ausmagerungen, Risse, Fahrbahndurchbrüche, Randabbrüche und einer größeren Senke.

Beim Maximalrecyclingverfahren kann durch Beimengung von hohen Fräsgutanteilen (bis 75% in der Deckschicht und bis 90% in Trag- und Binderschichten) der Ausbauasphalt seiner ursprünglichen Funktion erneut zugeführt werden. Der Sanierungsumfang (z.B. Voll- bzw. Teilausbau) wird abschnittsweise unter Beachtung der wirtschaftlichen und technischen Zwänge in Abhängigkeit der örtlichen Schadensbilder festgelegt.

Im Bereich der Senke an der Steige wird die Fahrbahn im Vollausbau saniert, eine grundhafte Rutschungssanierung ist wirtschaftlich jedoch nicht darstellbar. Eine zusätzliche Tiefendrainage soll den Prozess des „Hangkriechens“ aber verlangsamen. Die bergseitig anstehende Betonstützmauer ist durch die Bewegungen im Hang zerstört worden. Sie wird abgebrochen und durch eine Gabionenwand ersetzt, da diese Bauweise flexibler auf Verformungen reagiert.

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme wird auch der Geh- und Radweg parallel zur Straße erneuert. Durch Verringerung der Fahrbahnbreite der L 1152 auf 6,50 m kann im Bereich der Steige ein zusätzlicher Sicherheitsstreifen angelegt werden. Dadurch kann der Weg künftig als ein in beiden Richtungen uneingeschränkt nutzbarer Geh- und Radweg ausgewiesen werden. Bisher war die Nutzung des Wegs nur bergauf als Radweg zulässig.

Im Anschluss an die Arbeiten an der L 1152 wird zusätzlich das Teilstück an der
L 1192 (Kanalstraße) saniert. Die Bauzeit ist von Mitte März bis voraussichtlich Mitte September 2014 terminiert. Die Baukosten betragen rund 2,4 Millionen Euro und werden vom Land getragen.

Hintergrund:

Das zuständige Regierungspräsidium Stuttgart führt seit dem 17. März 2014 die Sanierungsarbeiten durch. Das Projekt der L 1152 vollzieht sich gestaffelt in drei Abschnitten von Schlierbach nach Roßwälden, von Roßwälden nach Weiler und von Weiler nach Ebersbach. Um den Bau so schnell wie möglich fertigstellen zu können und den Arbeitsschutz aufrecht zu erhalten, müssen die Abschnitte der Straße während der Sanierungsarbeiten jeweils voll gesperrt werden. Die örtlichen Umleitungen sind ausgeschildert. Die AnwohnerInnen und Betroffenen der Baustelle werden um ihr Verständnis für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen gebeten.


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