Neue Ticketsysteme


Neue Ticketsysteme

Der Clip zeigt ein Beispiel für das E-Ticketing: Der neue elektronische Fahrschein der Heilbronner • Hohenloher • Haller Nahverkehr GmbH.

Das Land strebt an, das die Bürger und Bürgerinnen in Zukunft mit dem Handy ein Ticket kaufen können, mit dem alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzbar sind.

Vorteile für die Kunden

Das Land und seine Partner im Nahverkehr verfolgen das Ziel, flächendeckend benutzerfreundliche, elektronische Fahrausweise durchzusetzen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen den ÖPNV dadurch noch einfacher nutzen können. Die zum Einsatz kommenden Medien (Fahrschein oder Handyticket) sollen auch über Verkehrsverbundgrenzen hinweg einsetzbar sein. Der Fachausdruck dafür ist „interoperabel".

Elektronische Ticketsysteme in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurden seit 2006 ergänzend zum bisherigen Schalter- und Automatenangebot durch die Verkehrsverbünde schrittweise innovative elektronische Fahrgeldmanagementsysteme eingeführt. Dabei kommen derzeit drei Systeme zum Einsatz:

  • ein An- und Abmeldesystem, bei dem sich der Fahrgast beim Ein-, Aus- und Umsteigen berührungslos an- und wieder abmeldet („Check-in/Check-out"),
  • ein Anmeldesystem, bei dem der Fahrgast zu Fahrtbeginn mit einer Chipkarte einen Fahrschein zu einer bestimmten Zielhaltestelle erwirbt,
  • ein Anmeldesystem, bei dem das Mobiltelefon den Fahrschein ersetzt.

Die zum Einsatz kommenden Medien sind auch über Verbundgrenzen hinweg einsetzbar („interoperabel") und bieten so dem Nutzer zusätzliche Vorteile.

Soweit Investitionen in elektronische Fahrgeldmanagementsysteme vom Land finanziell unterstützt werden, wird die Beachtung der Vorgaben des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zur Förderbedingung gemacht.

Die gemeinsame Nutzung der VDV-Kernapplikation ermöglicht eine einheitliche Schnittstelle der Vertriebssysteme. Das Land verfolgt das langfristige Ziel, dass die Bürger ein und dasselbe Medium trotz unterschiedlicher Tarife in mehreren Verkehrsverbünden nutzen können. Wer etwa in Heilbronn eine Chipkarte nutzt, um dort Fahrscheine zu erwerben, soll diese auch für den Kauf von Tickets am Bodensee nutzen können.

Vorteile für den Anbieter

Auf der Grundlage von Fahrtendaten, die durch das elektronische Fahrgeldmanagement gewonnen werden, kann die Verkehrsplanung verbessert und die Einnahmeaufteilung zwischen den Verkehrsunternehmen fair und transparent gestaltet werden. Den Bestimmungen des Datenschutzes wird dabei uneingeschränkt Rechnung getragen.

Das Land wird auch zukünftig die Vereinfachung des Vertriebs durch das elektronische Fahrgeldmanagement unterstützen. Im Rahmen des Dritten Innovationsprogramms ÖPNV bildet der Aufbau weiterer elektronischer Vertriebssysteme einen Programmschwerpunkt.

Für den verbundübergreifenden Einsatz muss ein entsprechendes Hintergrundsystem für den raschen Datenfluss zwischen allen Beteiligten aufgebaut werden. Nutzt ein Fahrgast sein Vertriebsmedium (Karte oder Handy) außerhalb seines Heimatverbunds, muss es als gültig erkannt werden können. Die Nutzungsdaten müssen dann zur Abrechnung an den Heimatverbund gehen, das Entgelt an das Unternehmen, mit dem der Fahrgast gefahren ist. Das erforderliche Hintergrundsystem wird bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg eingerichtet.


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