Landesinitiative

Landesinitiative Elektromobilität II

Umweltfreundliche Antriebe fördern

  • Minister Hermann beim Fahrsicherheitstraining für ältere Menschen (Bild: DVR)

    Das Land stellt seinen Fuhrpark so weit wie möglich auf E-Mobilität um. Minister Hermann nutzt für kürzere Strecken eine elektrische A-Klasse

    15

  • Der neue Dienstwagen des Verkehrsministers, die B-Klasse Electric Drive, Quelle: Daimler AG

    Der neue Dienstwagen des Verkehrsministers, die B-Klasse Electric Drive, Quelle: Daimler AG

    25

  • 35

  • Ein Hybridbus der Stuttgart Straßenbahn

    45

  • Pedelecstation Bietigheim

    Das Land fördert Ausleihstationen für Pedelecs an Bahnhaltepunkten (hier in Bietigheim). Wer etwas weiter wegwohnt von der S-Bahn, kommt mit diesem System einfach und bequem zur Station, ohne sich ein Pedelec anschaffen zu müssen

    55

Die Landesregierung beschloss im Jahr 2011 die Landesinitiative Elektromobilität II– ein Maßnahmenpaket, welches einen Beitrag zur Umsetzung von klima- und wirtschaftspolitischen Zielen des Landes leisten sollte. Für die Landesinitiative Elektromobilität II standen bis 2015 insgesamt 50 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Dabei arbeiteten mehrere Ressorts zusammen: 

  • Das Wirtschaftsministerium kümmerte sich um Strukturwandelberatung und Beratungsgutscheine.
  • Das Wissenschaftsministerium bearbeitete die Themen Forschungs- und Transferförderung, u. a. die Verknüpfung der E-Mobilität mit dem öffentlichen Personennahverkehr.
  • Das Umweltministerium kümmerte sich um den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur.
  • Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz arbeitete an Demonstrationsprojekten zur Elektromobilität im ländlichen Raum und am Themenfeld Pendlerströme, u. a. mit Einsatz von Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellen-Omnibussen.
  • Das Verkehrsministerium setzte seinen Schwerpunkt auf eine Beschaffungsinitiative mit den Modulen Landesfuhrpark, Ladeinfrastrukturförderung, Elektro- und Hybridbusse im ÖPNV und Fahrräder mit Elektromotor an Bahn-Haltestellen.

Beschaffungsinitiative Elektromobilität bringt über 700 E-Mobile in den Verkehr

Von 2012 bis 2015 hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg mit der Beschaffungsinitiative Elektromobilität die E-Mobilität im Land gefördert und vorangebracht. 

In den vier Jahren standen knapp 12 Millionen Euro zur Elektrifizierung der Landes-fahrzeugflotte, dem Aufbau einer Ladeinfrastruktur in der Region Stuttgart, der Elektro- und Hybridbusförderung im öffentlichen Personennahverkehr, der Elektro- und Plug-In-Hybrid-Taxiförderung, sowie der Förderung von Fahrrädern mit Elektromotor (Pedelecs) an Bahnhaltestationen zur Verfügung. Die Maßnahmen wurden im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität II durchgeführt.

Elektrifizierung der Landesfahrzeugflotte

Nach dem Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg kommt der Landesverwaltung beim Klimaschutz eine wichtige Vorbildfunktion zu. Elektro- und Hybridmodelle sind bei Kauf oder Leasing oft wesentlich teurer als konventionell betriebene Fahrzeuge. Damit die Dienststellen des Landes trotzdem einen Anreiz haben, mehr klimafreundliche Fahrzeuge in ihren Fuhrpark aufzunehmen, deckt das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur die Mehrkosten ab, die durch die Beschaffung eines Elektro- oder Hybridfahrzeuges gegenüber einem konventionell angetriebenen Fahrzeug entstehen. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat insgesamt bislang die anteilige Förderung der Beschaffung von 127 Elektro- und Hybridfahrzeugen, sowie 421 Dienstpedelecs bewilligt. Die CO2-Emissionswerte der Landesflotte konnten damit seit dem Jahr 2012 von 141,7 g/km auf 123,6 g/km im Jahr 2015 gesenkt werden.

Förderung von Fahrzeugen mit Elektro- und Hybridantrieb sowie Pedelecs an Bahnstationen

In Baden-Württemberg ist Elektromobilität nicht nur ein ambitioniertes Ziel, sondern schon heute erlebbare Realität. In einem der 46 Elektro- und Hybridbusse, bzw. in den 65 Elektro- und Plug-In-Hybrid-Taxis wird die Gelegenheit geboten, Elektromobilität im Alltag erfahrbar zu machen. Durch die Umstellung auf elektrische Antriebe der Fahrzeuge werden lokale Schadstoffemissionen vermieden.

Auch die138 Pedelecs an Bahnhaltestationen, bei denen der Fahrer beim Pedalieren von einem Elektroantrieb zusätzlich unterstützt wird, können nun als Anschlussmobilität für Berufspendler oder von touristischen Tagesnutzern eingesetzt werden.

Aufbau einer Ladeinfrastruktur in der Region Stuttgart

Nutzerinnen und Nutzer von E-Mobilen haben in der Region Stuttgart die Möglichkeit an einem der mehr als 500 öffentlich zugänglichen Ladepunkte aufzutanken. In der Berechnung der Ladepunkte je Einwohner liegt Baden-Württemberg unter den Flächenländern gegenwärtig gemeinsam mit Hessen vorne. 

Das Ministerium verfolgt für die Zukunft einen strategischen und technologieoffenen Aufbau einer landesweit öffentlichen Stromladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Mithilfe eines „2000-Ladesäulen-Programms“ (entspricht 4000 Ladepunkten) soll ein dichtes Ladesäulennetz in Baden-Württemberg geschaffen werden. Es wird aber nicht nur ein Grundversorgungsnetz entstehen, zukünftig soll ein flächendeckendes sowie bedarfsgerechtes Netz an Ladeinfrastruktur entstehen. Das heißt, dass auch die Installation verschiedener Stufen von Schnelllademöglichkeiten vorangetrieben wird.


Fußleiste