Fußverkehr-Checks

Fußverkehr-Checks

Fußverkehrs-Checks für Baden-Württemberg

  • Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)

Auch 2016 unterstützt das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) ausgewählte Kommunen bei der Durchführung von Fußverkehrs-Checks.

Wie funktionieren die Fußverkehrs-Checks?

  • Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg unterstützt Kommunen bei der Durchführung eines professionellen Fußverkehrs-Checks. Bei diesem partizipativen Verfahren bewerten Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung gemeinsam die Situation des Fußverkehrs vor Ort. In Workshops und Begehungen erfassen sie die Stärken und Schwächen im örtlichen Fußverkehr und erarbeiten Vorschläge, wie die Wege zu Fuß künftig noch attraktiver und sicherer gestaltet werden können. Die Fußverkehr-Checks tragen dazu bei, den Fußverkehr stärker in das Bewusstsein von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft zu rücken und eine neue Geh-Kultur im Land zu entwickeln. Die Maßnahme wird vom Ministerium für Verkehr finanziert.

Was beinhalten die Fußverkehrs-Checks?

  • Die Fußverkehrs-Checks folgen einem standardisierten Ablauf, den die Kommunen inhaltlich individuell ausgestalten können (s. Graphik oben, Quelle: Planersocietät 2015). In einer Nachbereitung werden abschließend die Hinweise und Empfehlungen für Politik und Verwaltung zusammengestellt. Eine Auftakt- und eine Abschlussveranstaltung auf Landesebene rahmen die Maßnahme ein.

Vorteile und Chancen für die Kommunen

  • Die Fußverkehr-Checks bieten Kommunen die Chance, in die systematische Förderung des Fußverkehrs einzusteigen bzw. diese zu vertiefen und gleichzeitig die Bürgerbeteiligung zu stärken. Dabei werden sie professionell durch ein Fachbüro unterstützt, das die Fußverkehrs-Checks vorbereitet, moderiert und auswertet.

    Aufbauend auf den Begehungen und Workshops erhalten die Kommunen:

    • Status quo-Bericht zum Fußverkehr
    • Stärken-Schwächen-Analyse
    • Maßnahmenplan mit Prioritäten und Kostenplanung
    • Anregungen und Hinweise für eine Verstetigung der Fußverkehrsförderung in der Kommune

Fußverkehrs-Checks 2016

Die Teilnehmerkommunen 2016

So lief das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ab

  • Vom 01. Juni bis 01. Juli 2016 waren alle Städte und Gemeinden des Landes Baden-Württemberg erneut aufgerufen, sich um eine Teilnahme an den Fußverkehrs-Checks zu bewerben. Das Interesse an der Maßnahme war auch 2016 erfreulich groß: 36 Kommunen sind dem landesweiten Aufruf gefolgt und haben ihre Bewerbung um einen Fußverkehrs-Check eingereicht.

    Die Auswahl der acht Kommunen erfolgte mit Hilfe einer fünfköpfigen Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern des Städtetags, der Universität Stuttgart, des Fachverbands FUSS e.V., der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sowie des Ministeriums für Verkehr. Folgende Auswahlkriterien wurden zugrunde gelegt:

    • Möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Typen von Kommunen (z.B. Größe, Lage, Topographie, Funktion und zentralörtliche Bedeutung)
    • Möglichst breites Spektrum an Erfahrungshintergründen zur Förderung des Fußverkehrs
    • Besondere Motivation für die Teilnahme
    • Schwerpunktthemen, Quartiere und Zielgruppen

    Die Verkündung der acht ausgewählten Kommunen und die Übergabe der Urkunden erfolgte im Rahmen der landesweiten Auftaktveranstaltung Ende Juli 2016 im Ministerium für Verkehr durch Minister Winfried Hermann MdL.

    Bewerbungsaufruf Fußverkehrs-Checks 2016 für Kommunen

Fußverkehrs-Checks 2015

Bilanz der ersten Runde Fußverkehrs-Checks 2015 1. Bilanz der Fußverkehrs-Checks 2015

  • Minister Winfried Hermann: „Die Fußverkehrs-Checks haben die Anliegen der zu Fuß Gehenden stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt."

    Seit Sommer 2015 haben 15 ausgewählte Kommunen im Rahmen der Fußverkehrs-Checks des Landes Baden-Württemberg die Bedingungen für zu Fuß Gehende bei sich vor Ort unter die Lupe genommen. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern von Verbänden und aus Politik und Verwaltung wurden Schwachstellen im kommunalen Fußverkehr aufgedeckt und Lösungsansätze entwickelt. Die Erfahrungen aus der ersten Runde der Fußverkehrs-Checks wurden am 1. Februar 2016 auf einer landesweiten Veranstaltung im VM vorgestellt. Verkehrsminister Winfried Hermann MdL, die Teilnehmerkommunen und das betreuende Fachbüro Planersocietät diskutierten die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus der Maßnahme und gaben einen Ausblick auf die weiteren geplanten Schritte der Fußverkehrsförderung in Baden-Württemberg. Wolfgang Aichinger vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) gab darüber hinaus Anregungen, wie die Förderung des Fußverkehrs mit Hilfe einfacher Maßnahmen rasch und kostengünstig starten kann.

    Die Beiträge zum Erfahrungsaustausch können hier heruntergeladen werden:

    Factsheet Fußverkehrs-Checks: 15 Kommunen, 2 Füße, 1 Idee!

    Ergebnisse und Folgerungen aus den ersten kommunalen Fußverkehrs-Checks

    Einfache Maßnahmen zur Fußverkehrsförderung von Wolfgang Aichinger, VCD 

Die 15 ausgewählten Kommunen

  • Die folgenden Städte und Gemeinden Baden-Württembergs nehmen an den Fußverkehrs-Checks teil:

    • Bad Krozingen (20.100 Einwohner, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
    • Bretten (29.000 EW, LK Karlsruhe)
    • Crailsheim (33.500 EW, LK Schwäbisch Hall)
    • Fellbach (44.500 EW, Rems-Murr-Kreis)
    • Filderstadt (45.000 EW, LK Esslingen)
    • Göppingen (56.200 EW, LK Göppingen)
    • Hüfingen (7.600 EW, Schwarzwald-Baar-Kreis)
    • Karlsruhe (300.000 EW, Kreisfreie Stadt)
    • Kehl (34.000 EW, Ortenaukreis)
    • Königsfeld im Schwarzwald (5.900 EW, Schwarzwald-Baar-Kreis)
    • Mannheim (311.500 EW, Kreisfreie Stadt)
    • Ochsenhausen (8.900 EW, LK Biberach)
    • Reutlingen (112.900 EW, LK Reutlingen)
    • Schwetzingen (21.100 EW, Rhein-Neckar-Kreis)
    • Stuttgart (594.000 EW, Landeshauptstadt)

    Kartenansicht der ausgewählten Kommunen

So lief das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ab

  • Vom 1. Juni bis 10. Juli 2015 konnten sich alle Städte und Gemeinden des Landes Baden-Württemberg um die Teilnahme an den Fußverkehrs-Checks bewerben. Über 60 Kommunen sind dem landesweiten Aufruf gefolgt und haben ihre Bewerbung um die Maßnahme eingereicht. Aufgrund des großen Interesses an den Fußverkehrs-Checks hat das Ministerium die Zahl der teilnehmenden Kommunen kurzfristig von ursprünglich zehn auf 15 Kommunen erhöht.

    Die Auswahl der 15 Kommunen hat eine sechsköpfige Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern des Städte- sowie Gemeindetags, der Universität Stuttgart, des Fachverbands FUSS e.V., der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sowie des Ministeriums für Verkehr vorgenommen. Folgende Auswahlkriterien wurden zugrunde gelegt:

    • Möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Typen von Kommunen (z.B. Größe, Lage, Topographie, Funktion und zentralörtliche Bedeutung)
    • Möglichst breites Spektrum an Erfahrungshintergründen zur Förderung des Fußverkehrs
    • Besondere Motivation für die Teilnahme
    • Schwerpunktthemen, Quartiere und Zielgruppen


    Die Verkündung der 15 ausgewählten Kommunen und die Übergabe der Urkunden erfolgte Ende Juli 2015 im Ministerium für Verkehr durch Minister Winfried Hermann MdL.

    Bewerbungsaufruf Fußverkehrs-Checks 2015 für Modellkommunen.


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