Radpolitik

Radverkehr

Ziel der Landesregierung ist es, Baden-Württemberg zu einer Pionierregion für nachhaltige Mobilität zu machen und dafür noch fahrradfreundlicher zu gestalten. Radverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zur Lösung zentraler Zukunftsfragen von der Gesundheits- und Wirtschaftförderung über Klimaschutz bis hin zur Lösung von Verkehrsproblemen und der Steigerung der Lebensqualität in Städten. 

Das 2011 neu gegründete Ministerium für Verkehr wertete die Radverkehrspolitik institutionell und personell auf und siedelte sie in einem eigenen Referat für die Themen Rad- und Fußverkehr und kommunale Verkehrskonzepte an. 

Ziele

Ziel der Radverkehrsförderung ist die Steigerung des Radverkehrsanteils an allen Wegen auf landesweit 20 %. Um dieses für ein Flächenland ehrgeizige Ziel zu erreichen, bedarf es einer fahrradfreundlichen Mobilitätskultur im Land – einer neuen Radkultur. Hierfür ist ein breites Spektrum an Maßnahmen erforderlich, die sowohl Verbesserungen bei Radverkehrs- infrastruktur und Radverkehrssicherheit als auch eine positive Kommunikation des Themas voranbringen.

Ohne die Einbindung von Partnern auf Landesebene und insbesondere in den Kommunen kann die Entwicklung und langfristige Stärkung einer neuen Radkultur im Land nicht gelingen. Daher arbeitet die Landesregierung eng mit dem kommunalen Netzwerk der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e.V. (AGFK-BW) zusammen und unterstützt diese bspw. bei Modellprojekten. Zudem findet im Rahmen des Landesbündnisses ProRad als zentralem Gremium auf Landeseben ein regelmäßiger Austausch mit allen relevanten Akteuren statt und werden gemeinsame Vorhaben zur Radverkehrsförderung vorangetrieben. 

Schwerpunkte

Aktuell liegt der Schwerpunkt neben einer Vielzahl laufender Maßnahmen auf der Umsetzung von drei zentralen Vorhaben im Land: 

Das konzeptionelle Fundament - die RadSTRATEGIE

  • Der Landesverkehrsstrategie Baden-Württemberg

    Um die Aktivitäten im Land zur Förderung des Radverkehrs optimal zu bündeln und die richtigen Prioritäten zu setzen, erarbeitet das Land ab 2014 eine Radverkehrsstrategie Baden-Württemberg (RadSTRATEGIE) als konzeptionelle Grundlage der Radverkehrsförderung bis 2025. Die RadSTRATEGIE schließt damit die strategische Lücke zwischen dem Nationalen Radverkehrsplan der Bundesregierung (NRVP) und den kommunalen Radverkehrskonzeptionen. Eine Besonderheit bei der Aufstellung der RadSTRATEGIE ist eine frühzeitige Bürgerbeteiligung. Diese hat bereits im Sommer 2013 begonnen und läuft parallel und eng verzahnt mit dem Prozess der Expertinnen und Experten, der im Juli 2014 gestartet ist. 

    RadSTRATEGIE - Wege zu einer neuen RadKULTUR für Baden-Württemberg

Der kontinuierliche Ausbau - das RadNETZ

  • Ein flächendeckendes RadNETZ für Baden-Württemberg

    Die Landesregierung hat den flächendeckenden Ausbau des bestehenden lückenhaften Radwegenetzes sowie die einheitliche und durchgängige Beschilderung in der Koalitionsvereinbarung verankert. 

    Daher investiert sie gezielt in den Neu- und Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur an Landesstraßen und fördert kommunale Rad- und Fußverkehrsmaßnahmen nach dem Landesverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Für die Förderung der Anlage von kommunaler Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur wurde 2012 eine Förderrichtlinie Radinfrastruktur entwickelt und 2013 erstmals ein eigenes Programm aufgestellt. Das Programm wird jährlich fortgeschrieben. Hierfür stehen seit 2014 15 Mio. Euro jährlich zur Verfügung.

    Damit die Mittel zukünftig noch zielgerichteter eingesetzt werden können, stellt das Land in den Jahren 2014 und 2015 ein Landesradverkehrsnetz auf, das alle Ober- und Mittelzentren anbindet. Mit dem RadNETZ Baden-Württemberg werden zentrale Strukturen und Grundlagen für die Radinfrastrukturentwicklung in Baden-Württemberg geschaffen. Die Aufstellung erfolgt in direkter Zusammenarbeit mit den Kommunen und auf Grundlage klarer Kriterien. Mittelfristiges Ziel ist eine durchgängige Befahrbarkeit als Voraussetzung für eine einheitliche und lückenlose Beschilderung des Netzes, das damit für die NutzerInnen sicher und attraktiv ist. Teil des RadNETZes Baden-Württemberg sind die 19 touristischen Landesradfernwege, die bereits jetzt vollständig beschildert sind. Das VM hat die Daueraufgabe, die Qualität dieser Beschilderung fortlaufend zu sichern.

    Informationen zur aktuellen Förderung

    Weitere Informationen zum RadNETZ

     

Die kommunikative Umsetzung - die Initiative RadKULTUR.

  • Eine neue Radkultur in Baden-Württemberg

    Seit 2012 werden im Rahmen der Initiative RadKULTUR gezielt Kommunikationsaktivitäten zur Förderung einer fahrradfreundlichen Mobilitätskultur im Land umgesetzt. Ein Schwerpunkt der Initiative liegt in der Zusammenarbeit mit ausgewählten Modellkommunen. Ziel des vielfältigen RadKULTUR-Programms auf Landesebene und in diesen Kommunen ist es, mehr Menschen in Baden-Württemberg für die positiven, schönen Seiten des Radfahrens zu begeistern und sie zu motivieren, in ihrem Alltag ganz selbstverständlich aufs Rad zu steigen. Dadurch soll das Mobilitätsverhalten im Land dauerhaft verändert und der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr gesteigert werden. Dem Thema Verkehrssicherheit kommt ebenfalls eine wichtige Rolle zu. Über die Initiative wird für ein besseres Miteinander und die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr geworben. 

    Weitere Informationen zur Kampgane RadKULTUR


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