Regionalbahnhof Merklingen


Regionalbahnhof Merklingen

  • Bahnhof Merklingen (Bilderquelle: Ing. Büro Dipl. Ing. H. Vössing GmbH)

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  • Bahnhof Merklingen (Bilderquelle: Ing. Büro Dipl. Ing. H. Vössing GmbH)

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Der Bahnhof Merklingen (Schwäbische Alb) ist ein geplanter Regionalbahnhof an der künftigen Schnellbahnstrecke von Stuttgart nach Ulm, am Ortsrand von Merklingen. Das Land Baden-Württemberg, die Deutsche Bahn und der von den Kommunen auf der Laichinger Alb für dieses Projekt gegründete Zweckverband „Region Schwäbische Alb“ haben den Bau des Bahnhofs am 2. Dezember 2016 vertraglich vereinbart. Der Bahnhof ist im Bau und soll zusammen mit der Neubaustrecke nach Ulm Ende 2021 in Betrieb genommen werden.

Positive Impulse für wirtschaftliche und regionale Entwicklung

Für die wirtschaftliche und demographische Entwicklung hat der Bahnhalt in Merklingen, laut einer vom Land in Auftrag gegebenen Bewertung, erhebliche positive Impulse. Vor allem durch die enormen Fahrzeitverkürzungen. Die laut Verkehrsgutachten rund 1.350 Reisenden täglich, werden durch den neuen Bahnhalt künftig in gut 10 Minuten in Ulm, in etwa 30 Minuten in Stuttgart und in rund 20 Minuten am Flughafen sein. Vorgesehen ist, dass von der Deutschen Bahn zwei von der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm abzweigende Gleise mit zwei barrierefrei erschlossenen Bahnsteigen errichtet werden. 

Nutzen-Kosten-Untersuchung

Das damalige Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat Anfang 2016 eine Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) für den geplanten Bahnhof in Merklingen in Auftrag gegeben. Bei diesem Projekt handelt es sich auch im Hinblick auf die Bewertungssystematik für den gesamtwirtschaftlichen Nutzen um einen gewissen Sonderfall. Insbesondere aufgrund der langen Reiseweiten, die deutlich über den üblicherweise durch den Regionalverkehr bedienten Stationen liegt, erschien weder eine NKU auf Basis der standardisierten Bewertung noch die Bewertungssystematik für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) direkt anwendbar. Auf Vorschlag des mit der Untersuchung beauftragten Gutachterkonsortiums wurde entsprechend dieser Systemlücke ein auf dieses Projekt angepasstes Bewertungsverfahren gewählt. Dieses sieht für die gesamtwirtschaftliche Bewertung auch eine Berücksichtigung der regionalwirtschaftlichen Effekte dieses Infrastrukturprojekts vor.

Die im September 2016 vorgelegten Ergebnisse zeigen ein positives gesamtwirtschaftliches Ergebnis auf. In den folgenden beiden Berichten sind die Ergebnisse dokumentiert.

Nutzen-Kosten-Untersuchung

Ermittlung und Monetarisierung regionaler Wirkungen zur Einbindung in die NKU

Kosten des Projekts

Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei ca. 44 Millionen Euro (Bahnhalt und Parkplätze). Das Land finanziert den Bahnhalt mit bis zu 30 Millionen Euro aus Regionalisierungsmitteln. Die Parkplätze und die zum Bahnhalt führenden Wege werden mit rund 1,3 Millionen Euro aus LGVFG-Mitteln finanziert. Der kommunale Anteil von 13 Millionen Euro bezieht sich auf den Bahnhalt und die Parkplätze.


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