Nahverkehrskonzept


Nahverkehrskonzept auf der Gäubahn

  • Modell des Dosto IC (Steuerwagen) der DB (Bild: Deutsche Bahn AG/ Jet-Foto Ralf Kranert)

Das Verkehrsministerium und die Deutsche Bahn AG (DB) haben als ersten Schritt und Interimslösung auf ein neues Gäubahnkonzept geeinigt. Ab Dezember 2017 bietet die Deutsche Bahn auf der Gäubahn zwischen Stuttgart und Zürich stündlich Verbindungen mit modernen, neugebauten Doppelstock-Intercity-Zügen an. Der stündliche Fernverkehr ersetzt dabei die heute alle zwei Stunden verkehrenden Regional-Express (RE)-Züge.

Auch Kunden des Regionalverkehrs profitieren von dem neuen Konzept, denn ab 2017 können sie zwischen Stuttgart und Singen die IC-Züge mit Fahrkarten des Nahverkehrs ohne Aufpreis nutzen. Das Land zahlt der DB einen Tarifausgleich für die Nahverkehrstickets.

Damit verkehren auf der Strecke Stuttgart–Singen–Zürich zukünftig ungefähr doppelt so viele IC-Züge wie heute. Zusätzlich haben Reisende aus Herrenberg, Gäufelden, Bondorf (bei Herrenberg), Sulz (Neckar), Oberndorf (Neckar), Spaichingen und Engen neu eine Direktverbindung nach Zürich, da die IC-Züge alle zwei Stunden auch die Halte der heutigen RE-Züge bedienen werden.

Die Fahrzeit der IC-Züge zwischen Stuttgart und Zürich wird bei etwa drei Stunden bleiben. Die Intercity-Züge werden jedoch ab Dezember 2015 in einer anderen Zeitlage verkehren und daher im Stuttgarter Hauptbahnhof künftig deutlich bessere Anschlüsse haben, zum Beispiel in Richtung Köln, Frankfurt (Main), Berlin, Nürnberg und München. Auch Böblingen profitiert dann von stündlichen Direktverbindungen nach Stuttgart und Zürich – mit guten Anschlüssen Richtung Italien und in die Innerschweiz.

Um eine deutliche Fahrzeitverkürzung auf der Gäubahn zu erreichen, hält das Land an dem in der deutsch-schweizerischen Vereinbarung von Lugano beschriebenen Ziel einer Reisezeitverkürzung auf 2 Stunden 15 Minuten fest.


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