Trassenführung und Lärmschutz


Trassenführung und Lärmschutz

  • Lärmschutz an der Rheintalbahn. Quelle: Deutsche Bahn

In der Region am Oberrhein stoßen die bisherigen Planungen der Deutschen Bahn AG vor allem wegen des Lärmschutzes und der Trassierung auf erhebliche Widerstände. Gegen die von der Bahn vorgelegten Pläne sind bei der Anhörungsbehörde, dem Regierungspräsidium Freiburg, mehr als 172.000 Einwendungen eingegangen.

Die Alternativplanungen und Forderungen der Region für den strittigen Bereich von Offenburg bis Weil am Rhein lassen sich in sechs Blöcke zusammenfassen. Das sind von Norden nach Süden:

  • Kernforderung 1: Einen Güterzugtunnel mit einer zweigleisigen Röhre für Offenburg (Planfestellungsverfahren (PFA) 7.1)
  • Kernforderung 2: Autobahnparallele Führung (entlang der A5) von zwei neuen Gütergleisen von Offenburg bis Riegel (PFA 7.2 bis 8.0),
  • Kernforderung 3: Verschiedene Optimierungen der Antragstrasse bei der Güterumfahrung Freiburg (höhere Schallschutzwände, Tieferlegungen, kleinere Trassenverschiebungen in Teilabschnitte (PFA 8.1 und 8.2))
  • Kernforderung 4: Die mit Tieflagen arbeitende Bürgertrasse im Markgräflerland (PFA 8.3 und 8.4)
  • Kernforderung 5: Teiltieferlegung der Trasse mit optimiertem aktiven Schallschutz für den Ortsteil Haltingen in Weil am Rhein (PFA 9.2)
  • Abschnittsübergreifende Kernforderung 6: Bessere Anbindung des Katzenbergtunnels

Die Landesregierung unterstützt die regionalen Forderungen und Verbesserungsvorschläge und setzt sich mit der Region für eine bessere Planung ein, die mehr Rücksicht auf Mensch und Umwelt nimmt, wobei insbesondere dem Lärmschutz eine zentrale Bedeutung zukommt. Über die erforderlichen Verbesserungen der bisher von der Bahn vorgelegten Planungen beraten Bund, Bahn, Land sowie Vertreter der Region und der Bürgerinitiativen im Projektbeirat Rheintalbahn.

Die Landesregierung hat sich grundsätzlich bereit erklärt, bis zur Hälfte der Mehrkosten zur Sicherstellung einer menschen- und umweltfreundlichen Trassenführung zwischen Offenburg und Basel zu beteiligen, soweit diese über die Erfüllung gesetzlicher Erfordernisse hinausgehen. Im Koalitionsvertrag hat sie allerdings klargestellt, dass sie insoweit in erster Linie den Bund als Träger des Vorhabens in der Pflicht sieht.


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