Neubaustrecke Wendlingen-Ulm


Neubaustrecke Wendlingen-Ulm

Eng verbunden mit dem Bau des Projekts Stuttgart 21 ist der Neubau der Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm. Die heutige Bahnverbindung zwischen Stuttgart und Ulm durch das Filstal und weiter über Amstetten ist seit dem Jahr 1850 in Betrieb und erlaubt trotz zahlreicher erfolgter Ausbauschritte nur Höchstgeschwindigkeiten zwischen 70 und 160 km/h. Nach Diskussion und Abwägung verschiedener Ausbau- und Neubauvarianten hat sich der Bundesgesetzgeber im Bedarfsplan für die jetzige Planung einer Neubaustrecke über die Schwäbische Alb entlang der A 8 entschieden.

Grundlagen der Planungen

Die Planungen sehen eine Nutzung sowohl durch den Fernverkehr als auch den Regionalverkehr vor. Die neue Strecke, die zukünftig Geschwindigkeiten von 250 km/h erlauben und auch für den schnellen und leichten Güterverkehr geeignet sein soll, wird die Fahrzeiten von Stuttgart nach Ulm und auch weiter Richtung München und Oberschwaben erheblich verkürzen. Der Neubau der Strecke Wendlingen-Ulm ist ein wesentlicher Bestandteil, um die geplante Leistungssteigerung und Verkürzung der Reisezeiten erreichen zu können.

Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, Gesamtstreckenkarte (Bild: Deutsche Bahn AG, bahnprojekt-stuttgart-ulm.de)

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Streckenverlauf

Die Strecke verläuft von Wendlingen in weiten Abschnitten entlang der A 8 und in zahlreichen Tunnelbauwerken, um vor allem den Natur- und Landschaftsverbrach zu reduzieren. Verschiedene für die kommenden Jahre insbesondere auf der Albhochfläche geplante Ausbauschritte der A 8 sind auf den Bau der Bahntrasse abgestimmt, um die Auswirkungen für Gebietskörperschaften zu minimieren und Synergieeffekte zwischen beiden Vorhaben zu ermöglichen. Der offizielle Baubeginn für beide Vorhaben erfolgte am 7. Mai 2012. Die gemeinsame Inbetriebnahme der NBS Stuttgart-Ulm und Stuttgart 21 ist nach Angaben der DB vom Juli 2013 für Dezember 2021 vorgesehen.

Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist auch Teil des vorrangigen europäischen Eisenbahnvorhabens Nr. 17 (Paris-Bratislava) sowie Teil des von der Europäischen Kommission geplanten Kernnetzkorridors Strasbourg-Donau.

Finanzierung der Neubaustrecke

Die Kosten für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm (inklusive Ausbau der Donaubrücke) werden derzeit mit 2,9 Mrd. Euro veranschlagt. Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Bedarfsplanprojekt des Bundes und wird von diesem finanziert. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit einem festen Zuschuss von 950 Mio. Euro. Der Anteil des Bundes wird durch eine Kofinanzierung durch die Europäische Kommission reduziert, die in der aktuellen Förderperiode (2007-2015) 131,8 Mio. Euro betragen (Stand: September 2013).


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