Südbahn


Südbahn

  • Bahnhof Ravensburg (Bild: Wikipedia/ Michael Meding)

Der möglichst baldige Ausbau für 160 km/h Höchstgeschwindigkeit und die Elektrifizierung der Schienenstrecke Ulm - Friedrichshafen - Lindau (Südbahn) ist seit Jahren eine zentrale verkehrspolitische Forderung des Landes. Diese Strecke ist eine der noch ganz wenigen zweigleisigen nichtelektrifizierten Hauptbahnen in Deutschland und erschließt seit über 150 Jahren nicht nur die ganze Region Bodensee - Oberschwaben, sondern hat auch als europäische Verkehrssachse mit internationalen Verbindungen ins österreichische Vorarlberg und in den ostschweizerischen Raum und darüber hinaus einen sehr hohen Stellenwert. Sie ist deswegen im Bedarfsplan für den Ausbau der Bundesschienenwege als vordringliches Vorhaben und internationales Projekt enthalten. Nicht zuletzt bietet die ausgebaute Südbahn zusätzlich einen Impuls für einen umweltfreundlichen Tourismus und auch Chancen für eine weitere Verkehrsverlagerung hin zur Schiene. Verantwortlich für den Ausbau ist die Bundesregierung.

Finanzierung

Um die Realisierung dieser so bedeutsamen Ertüchtigung voranzutreiben, hat sich das Land freiwillig bereiterklärt, die Hälfte der Investitionskosten mitzufinanzieren. Baden-Württemberg hat daher entsprechende Mittel im Landeshaushalt bereitgestellt und so erreicht, dass nach langem Zögern des Bundes das Vorhaben in den Investitionsrahmenplan 2011 - 2015 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes (IRP) in der prioritären Kategorie C aufgenommen wurde. Am 23. Dezember 2015 hat Minister Hermann MdL die Finanzierungsvereinbarung für die Südbahn unterschrieben. Mit der Unterzeichnung übernimmt das Land bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bis maximal 112,5 Mio Euro. Parallel zum unterschriebenen Vertrag zwischen der Deutschen Bahn und dem Land Baden-Württemberg wird es einen weiteren Vertrag zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn geben. Nachdem sie in den Vorplanungen den Ausbau der Südbahn noch mit 140 Millionen Euro bewertet hatte, liegen die prognostizierten Kosten nun bei 225 Millionen Euro.


Bundesverkehrswegeplan - als Investitionsrahmen und Planungsinstrument

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