Errichtung von Parkplätzen und Ladeinfrastruktur in Parkhäusern

Förderaufruf E-Quartiershubs

Foerderaufruf E-Quartiershubs

Beschreibung

Die Nutzungsansprüche an den öffentlichen Raum steigen. Das Wachstum im Bereich der Elektromobilität führt dazu, dass zusätzliche Lademöglichkeiten geschaffen werden müssen. Lademöglichkeiten werden heute noch oftmals im öffentlichen Straßenraum errichtet. Dies führt zu Belegung von Flächen im öffentlichen Raum sowie zu einer Konkurrenz von Flächen für ÖPNV, Rad- und Fußverkehr und beeinflusst zudem nachhaltig das Stadtbild. Ein Widerspruch zwischen nachhaltiger Stadtentwicklung, Förderung des Umweltverbundes und Elektromobilität sollte aber vermieden werden. Um diesen Herausforderungen zu begegnen sind E-Quartiershubs eine gute Chance, um Park- und Ladeplätze zu bündeln und dem Quartier zentral zur Verfügung zu stellen.

Definition E-Quartiershub

Ein E-Quartiershub im Sinne dieser Ausschreibung ist eine Parkgarage/ein Parkhaus, in dem Stellplätze für Kurzzeit- und Dauerparkende (KundInnen und Gäste sowie AnwohnerInnen), Stellplätze für Taxis, Mietwägen nach PBefG, Sharing-Fahrzeuge, Pedelecverleihstationen u.a. gebündelt werden. Die Stellplätze in der Parkgarage/ im Parkhaus sind mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge ausgestattet.

Gegenstand der Förderung

Die zuwendungsfähigen Kosten sind die Investitionskosten (inklusive Ausstattung) für die Stellplätze in Parkgaragen/-häusern (u.a. auch Stellplätze für die Vernetzung verschiedener Mobilitätsformen (Carsharing u.a.) sowie Fahrradabstellanlagen/Pedelecverleihstationen), Steuerungslösungen für das Parkraummanagement (bspw. Softwarelösungen) sowie die Errichtung von Ladeinfrastruktur inklusive Netzanschlusskosten. Die Ausstattung der Stellplätze mit Leitungsinfrastruktur (Installationsrohre zur Aufnahme von elektro- und datentechnischen Leitungen) ist ebenfalls förderfähig.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen sowie offene Handelsgesellschaften (OHG) und Personengesellschaften mit Sitz oder Zweigstelle in Baden-Württemberg, die den Bau und Betrieb von E-Quartiershubs inklusive Ladeinfrastruktur, eine Projektbetreuung vor Ort und die betriebliche Verfügbarkeit garantieren können.

Die Antragstellung muss in Kooperation (Konsortium) mit einer Kommune erfolgen, da in der Regel nur so das Zusammenspiel mit dem Parkraumanagement der Kommune und der Rückbau von Kfz-Stellplätzen im öffentlichen Raum gewährleistet werden können.

Förderhöhe

Die Höhe der Förderung entspricht maximal der Differenz zwischen den zuwendungsfähigen Investitionskosten und dem zu erwartenden Betriebsgewinn des E-Quartiershubs

  • Die Summe der zuwendungsfähigen Kosten muss mindestens 500.000 Euro je Projekt betragen.

Der Zuschuss beträgt höchstens 2.000.000 Euro pro Projekt

Antragsfrist

Die Anträge sind bis 15. September 2021 23:59 Uhr beim Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg als elektronisches Dokument (ungeschützte PDF-Datei, alle Dokumente dürfen in Summe 10 MB nicht überschreiten) über die E-Mailadresse e-foerderung-bw@vm.bwl.de mit dem Betreff „Projektantrag E-Quartiershub“ einzureichen.

Kontakt

Bei fachlichen Fragen:
Tim Sippel (Ministerium für Verkehr)
Tel.: 0711 231-5869
tim.sippel@vm.bwl.de

Bei Fragen zur Antragsstellung:
e-mobil BW
EQH-Antrag@e-mobilBW.de