Kombinierter Güterverkehr

Verlagerung von der Straße auf Schiene und Binnenschiff

Stärkung des Kombinierten Güterverkehrs

  • Containerhafen in Weil am Rhein (Bild: Manfred Grohe)

Ein leistungsfähiges und bedarfsgerechtes Transportsystem für den Güterverkehr ist für eine im Wettbewerb stehende Volkswirtschaft, für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand unverzichtbar. Das zu erwartende Wachstum im Güterverkehr wird zu steigenden Anforderungen an das Verkehrssystem führen. Diese Entwicklung stößt an die Leistungsgrenzen der vorhandenen Infrastruktur, die zumindest in Teilbereichen einen weiteren Zuwachs nicht mehr verkraften kann. Außerdem ist es aus ökologischen Gründen geboten, den Güterverkehr mit möglichst umweltverträglichen Verkehrsträgern abzuwickeln.

Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, den Gütertransport in größtmöglichem Umfang auf der Schiene oder mit dem Binnenschiff durchzuführen. Auf der Straße soll nur der Transport stattfinden, für den keine alternativen Verkehrsträger zur Verfügung stehen. Im Kombinierten Verkehr werden die spezifischen Vorteile der verschiedenen Verkehrsträger genutzt und intelligent miteinander verknüpft. Dadurch kann ein möglichst großer Teil des wachsenden Güterverkehrsaufkommens besonders effizient und umweltschonend bewältigt werden. Nur so können die unerwünschten Auswirkungen des Verkehrs verringert werden.

In Baden-Württemberg wird derzeit im Kombinierten Verkehr eine Transportleistung von etwa 2,6 Milliarden Tonnenkilometern erbracht, davon etwa 80 Prozent per Eisenbahn und 20 Prozent mit dem Binnenschiff. Der Kombinierte Verkehr hat derzeit einen Anteil von etwa 5 Prozent am gesamten Güterverkehr.

Baden-Württemberg braucht ein möglichst flächendeckendes und bedarfsgerechtes Netz an Umschlagstellen, an denen ein Verkehrsträgerwechsel von der Straße auf die Schiene oder das Binnenschiff und umgekehrt stattfinden kann. Das Land wird in den kommenden Jahren die Stärkung des Kombinierten Verkehrs nachhaltig unterstützen. Es ist insbesondere vorgesehen, für die Förderung von Infrastrukturmaßnahmen zur Verkehrsverlagerung finanzielle Mittel bereit zu stellen.


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