Strategiedialog Automobilwirtschaft


Strategiedialog Automobilwirtschaft BW

Die Landesregierung hat 2017 einen auf sieben Jahre angelegten „Strategiedialog Automobilwirtschaft BW“ initiiert, der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Arbeitnehmerverbände, Verbraucherorganisationen, Umweltverbände und Zivilgesellschaft vernetzt. Denn die Mobilitätssysteme sowie die Verkehrswirtschaft stehen vor großen Herausforderungen:

  • Einerseits treffen technologische Optionen wie Elektrifizierung, Digitalisierung und automatisiertes Fahren auf das Interesse an flexibler Nutzung durch Sharing-Modelle und sollen für differenzierte Mobilitätsbedürfnisse Vorteile bringen. 
  • Andererseits muss der Verkehr einen wesentlichen Beitrag zu den Klimaschutzzielen leisten und seine Schadstoffemissionen deutlich senken, was erhebliche Veränderungen für Fahrzeuge und Mobilitätsverhalten bedeuten könnte.

Baden-Württemberg mit seiner langen Tradition im Fahrzeugbau hat den Anspruch, auch bei der Entwicklung und Umsetzung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität an der Spitze zu stehen und will diesen Transformationsprozess daher aktiv gestalten.

Langfristige Lösungen

In Themenfeldern wie Digitalisierung und Energieversorgung sowie zu Querschnittsthemen wie Forschung und Zivilgesellschaft arbeiten die Ministerien abgestimmt an einem gemeinsamen Verständnis und langfristigen Lösungen für die großen Herausforderungen.

Das Ministerium für Verkehr verantwortet diesen strategischen Dialog für das Themenfeld Verkehrslösungen. Hier werden verkehrspolitische Fragestellungen und Handlungsoptionen in halbjährlichen Sitzungen zu jeweils einem Schwerpunktthema aufgegriffen, zudem sollen konkrete Projekte und Maßnahmen verabredet werden:

  • Ein wesentliches Thema ist dabei der Klimaschutz, denn die bisherigen angebotsorientierten Maßnahmen konnten den Anstieg der CO2-Emissionen nicht verhindern, so dass auf EU-, Bundes- und Landesebene deutlich weitergehende Aktivitäten erforderlich sind. Eine Gesprächsgrundlage hierzu bietet das im Oktober 2017 vorgestellte Gutachten: „Verkehrsinfrastruktur 2030: ein Klimaschutzszenario für Baden-Württemberg“.
  • Ferner sollen die angestrebten Mobilitätsformen reflektiert werden: wird es vollautomatische Privatwagen geben, ist Mobilität weitgehend öffentlich und gemeinschaftlich organisiert, oder gibt es insgesamt deutlich weniger motorisierten Verkehr? Hier treffen verschiedene gesellschaftlich angestrebte Zielvorstellungen und Marktentwicklungen aufeinander, so dass rahmensetzende Festlegungen für öffentliche und private Investitionen notwendig sind, sofern die klimaorientierten Veränderungen nicht allein über sehr stark erhöhte Verkehrskosten erreicht werden sollen. Eine Gesprächsgrundlage hierfür bietet die Studie der BW-Stiftung „Mobiles Baden-Württemberg“.

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft wird fachlich und organisatorisch durch die e-mobil Baden-Württemberg unterstützt.


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