Feinstaubalarm


Was tun bei Feinstaubalarm?

Was bedeutet Feinstaubalarm?

Seit Januar 2016 ruft die Stadt Stuttgart zwischen dem 15. Oktober und dem 15. April an Tagen mit besonders schadstoffträchtiger Wetterlage Feinstaubalarm aus. Ziel ist es, die Lebensqualität in Stuttgart zu verbessern. Das heißt: Weniger Lärm, weniger Staus und vor allem weniger Schadstoffe in der Luft. Aktuelle Informationen zum Feinstaubalarm finden Sie unter www.feinstaubalarm.stuttgart.de

Bei Feinstaubalarm kann jeder sein eigenes Umwelt- und Mobilitätsverhalten überprüfen: Muss es tatsächlich immer das Auto sein? Gibt es Möglichkeiten klimaschonender mobil zu sein? Was kann ich selbst für eine bessere Luft in Stuttgart tun? Denn: Die Luft in Stuttgart geht alle an! 


Bilanz 2018

Die Bilanz zum Feinstaubalarm von Oktober 2017 bis April 2018 zeigt, dass die Stadt Stuttgart in diesem Zeitraum insgesamt elfmal Feinstaubalarm ausgerufen hatte, der insgesamt 56 Tage andauerte. Begleitet wurden die Feinstaubalarmtage mit verschiedenen Angeboten im öffentlichen Personennahverkehr und von Stuttgarter Mobilitätsdienstleistern, um Pkw-Nutzern eine attraktive Mobilitätsalternative zu bieten. Von zahlreichen Menschen wurde dieses breite Angebot wahrgenommen und somit das Mobilitätsverhalten an Feinstaubalarmtagen geändert. Bereits die Gesamtbilanz zum Feinstaubalarm von Januar bis April 2016 zeigt einen erkennbaren Rückgang des Verkehrsaufkommens in Stuttgart an Feinstaubalarmtagen. Die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr war erhöht. Zwei Bevölkerungsbefragungen direkt nach den ersten beiden Feinstaubalarmen in 2016 zeigen eine sehr hohe kommunikative Wirkung des Alarms. Neben Veränderungen in der Pkw-Nutzung zeigt sich, dass 40 % der Komfort-Kaminbesitzer ihr Heizverhalten angepasst haben. Die Befragungen offenbaren zudem eine große Unterstützung für Maßnahmen der Luftreinhaltung bis hin zu verkehrsbeschränkenden Maßnahmen.

Außerdem ist der Betrieb von sogenannten Komfort-Kaminen an Tagen mit Feinstaubalarm im Stadtgebiet Stuttgart verboten. Das Land Baden-Württemberg hat dazu im Januar 2017 die Luftqualitätsverordnung-Kleinfeuerungsanlagen verabschiedet. Komfort-Kamine sind Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe wie Holz oder Kohle, die eine bereits vorhandene Heizung ergänzen und nicht den Grundbedarf an Wärme decken.

Durch die Umsetzung von Maßnahmen, zu denen auch der Feinstaubalarm zählt, konnte die Feinstaubbelastung in Stuttgart erheblich reduziert werden. Jedoch wird der EU-Grenzwert für Feinstaub PM10 in Stuttgart noch nicht flächendeckend eingehalten, weshalb auch von Oktober 2018 bis April 2019 bei besonders schadstoffträchtigen Wetterlagen Feinstaubalarm ausgerufen wird.


Weitere Informationen

Fragen und Antworten

Hier finden Sie eine Übersicht aller gesammelten Fragen und Antworten rund um die Themen Feinstaubalarm, Luftreinhalteplanung, Verkehrsbeschränkungen und Blaue Plakette.FAQ Übersicht

Messdaten zur Luftqualität

Aktuelle Werte

Informieren Sie sich über die Entwicklung der Luftschadstoff-Werte.Vorläufige Tagesmittelwerte Feinstaub PM10, Stuttgart Am Neckartor


Aktuelle Immissionsdaten in Baden-Württemberg


Prognose

Ein Tool sagt die Luftqualität für die kommenden beiden Tage voraus. Das System kann zudem nach den Luftschadstoffen Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub PM10 differenzieren.

Atmo BW

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