Bundesprogramm Wiedervernetzung


Bundesprogramm Wiedervernetzung

  • Gruenbruecke Heidenheim A7

Ziel des Bundesprogramms ist es, die durch das Bundesfernstraßennetz zerschnittenen Lebensraumkorridore, beispielsweise durch den Bau von Querungshilfen für Tiere, wieder miteinander zu vernetzen. Das Bundesprogramm beinhaltet keine Maßnahmen anderer Verkehrsträger oder Maßnahmen im nachgeordneten Straßennetz, wie z.B. Landesstraßen. Es setzt sich aus den Aktionsfeldern Straßenbau, Naturschutz und Landschaftspflege sowie räumliche Gesamtplanung zusammen. Es enthält zwölf Abschnitte an Autobahnen und Bundesstraßen in Baden-Württemberg, an denen mittel- bis langfristig Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen umgesetzt werden sollen (z. B. Grünbrücken). Zu jedem prioritären Wiedervernetzungsabschnitt liegt ein Steckbrief vor (Steckbriefe RP Stuttgart und Tübingen, RP Karlsruhe, RP Freiburg). Das Bundesprogramm Wiedervernetzung wurde im Februar 2012 vom Bundeskabinett verabschiedet.

Das Verkehrsministerium (VM) hat gemeinsam mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) die in Baden-Württemberg liegenden vorrangigen Wiedervernetzungsabschnitte des Bundesprogramms priorisiert.

Das VM hat im Nachhaltigkeitsbericht 2014 verankert, dass bis zum Jahr 2020 sechs Wiedervernetzungsmaßnahmen im Land in den prioritären Abschnitten des Bundesprogramms fertiggestellt oder begonnen werden. Im April 2015 wurde mit dem Bau der Grünbrücke „Imberg“ an der A 8 östlich von Merklingen begonnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Grünbrücke ist für Herbst 2017 vorgesehen.

Darüber hinaus haben die Regierungspräsidien bei sieben weiteren prioritären Abschnitten die Arbeiten zur Standortfindung bzw. die Planungen für Wiedervernetzungsmaßnahmen aufgenommen. Dabei handelt es sich um die Abschnitte:

  • an der A 8 nördlich Laichingen
  • an der A 8 westlich von Ispringen bei Mutschelbach
  • an der A 8 östlich von Pforzheim
  • an der B 14 zwischen Herrenberg und Nufringen
  • an der B 31 östlich von Titisee-Neustadt
  • an der A 6 östlich von Dielheim
  • an der A 81 südöstlich von Geisingen 
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Außerdem wurden die Planungen für die Optimierung einer Unterführung der A 5 im Bereich südlich Rastatt/Niederbühl aufgenommen.

Die FVA ist fachlich in die Verortung und Gestaltung der Maßnahmen eingebunden.

Die Abschnitte an der A 6 (vgl. Landeskonzept, Rang 08) und an der A 81 (vgl. Landeskonzept, Rang 06) wurden mit Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) anstelle der bisher im Bundesprogramm enthaltenen prioritären Abschnitte BW 8 (an der A 81 östlich Oberndorf am Neckar) und BW 12 (an der B 35 südlich Maulbronn) in das Bundesprogramm aufgenommen.


Bundesprogramm Wiedervernetzung

Priorisierte Wiedervernetzungs- abschnitte in BWListe


Steckbriefe der RegierungspräsidienRP Stuttgart/Tübingen


RP Karlsruhe


RP Freiburg

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