Neue Wege der Kompensation

Schmetterling (Bild: pixabay/flowers-881965_192)

Verbesserung der Kompensationsplanung

Im Zusammenhang mit der Optimierung der Kompensationsplanung werden die Möglichkeiten zur Nutzung von Ökokontomaßnahmen und -punkten konsequent ausgebaut und Fachplanungen des Naturschutzes stärker in die Kompensationskonzepte für Straßenbauvorhaben einbezogen. So können unter anderem durch die vermehrte Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen in den Verbundkorridoren die Wiedervernetzungskonzepte und damit der Biotopverbund insgesamt gestärkt werden. Gleichzeitig wird der naturschutzfachliche Wert von Kompensationsmaßnahmen verbessert. Ein weiterer Effekt ist, dass die oft schwierige Suche nach geeigneten Flächen für Kompensationsmaßnahmen vor Ort vereinfacht wird. Mit der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und Entsiegelung können Synergieeffekte mit den Zielen des Gewässer- und Bodenschutzes erreicht werden.

Großflächige Kompensationsmaßnahmen

Das VM setzt sich in unterschiedlicher Weise für die Ermöglichung vorgezogener großflächiger Kompensationsmaßnahmen über Ökokonten und Flächenpools ein. Minister Hermann MdL hat das Bundesverkehrsministerium bereits mit Schreiben vom 3. August 2016 darum gebeten, die Rahmenbedingungen für die Finanzierung von vorgezogenen Kompensationsmaßnahmen wie Ökokontomaßnahmen oder Flächenpools auf Bundesebene zu erleichtern, analog zum bereits praktizierten Vorgehen des Landes. Das BMVI will künftig entsprechende Projekte finanzieren und hat einen Arbeitskreis zur Klärung der damit verbundenen Fragen eingerichtet, in welchem auch das VM vertreten ist.

Parallel hat das VM umgehend mit der Suche nach entsprechenden Projekten begonnen und die Regierungspräsidien aufgefordert, Vorschläge für großflächige Kompensationsmaßnahmen zu machen.

Verbesserung der Pflege und Unterhaltung von Ausgleichs– und Ersatzmaßnahmen

Das Ministerium für Verkehr arbeitet daran, die dauerhafte Pflege und Unterhaltung bestehender Kompensationsmaßnahmen weiter zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei die Optimierung des Übergabeprozesses der hergestellten Kompensationsmaßnahmen an die für die Unterhaltung zuständigen Behörden und Dienststellen. Die Durchführung und Dokumentation von Pflege- und Funktionskontrollen soll optimiert und erleichtert werden. Hierbei stellt die kontinuierliche Erfassung und Ergänzung der projekt- und maßnahmenbezogenen Daten zu Bundesfern- und Landesstraßenbauvorhaben im Straßen-Kompensationsflächenkataster (Skoka) eine zentrale Grundlage dar.