Straßenplanung: Umwelt- und Naturschutz

Straße durch Landschaft (Bild: Fotolia/ beatuerk)

Bei der Planung von Straßenbaumaßnahmen werden die vielfältigen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt besonders berücksichtigt. Ziel ist es, unerwünschte Beeinträchtigungen soweit wie möglich zu vermeiden oder zu minimieren und unvermeidbare Eingriffe durch geeignete Maßnahmen für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild zu kompensieren. Dazu sind vor und während der Planung von Straßen verschiedene Prüfungen notwendig.
Parallel zu den zu erstellenden Unterlagen für den Straßenentwurf (Planung und Finanzierung) werden hierzu Umweltfachbeiträge erarbeitet. Diese bauen aufeinander auf und werden mit zunehmender Detaillierung der Planung konkretisiert.

Folgende Umweltfachbeiträge im Straßenbau gibt es:

 


Folgende Umweltfachbeiträge im Straßenbau gibt es:

Artenschutzbeitrag

Im Artenschutzbeitrag werden die Belange des besonderen Artenschutzes abgehandelt. Der Artenschutzbeitrag wird für die Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie (z. B. Wildkatze und Kammmolch) sowie für die europäischen Vogelarten verfasst. Für alle planungsrelevanten Arten wird im Artenschutzbeitrag geprüft, ob durch die bau-, anlagen- oder betriebsbedingten Wirkungen eines Straßenbauvorhabens artenschutzrechtliche Verbotstatbestände erfüllt werden.

 

FFH-Verträglichkeits-prüfung

Das europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000" besteht aus den Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung und Europäischen Vogelschutzgebieten. Wenn ein Straßenbauvorhaben oder ein anderes Projekt bzw. ein Plan geeignet ist, ein solches Natura 2000-Gebiet erheblich zu beeinträchtigen, ist das Vorhaben auf seine Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen des betroffenen Natura 2000-Gebietes zu überprüfen.

 

Landschafts- pflegerischer Begleitplan (LBP)

Der Landschaftspflegerische Begleitplan ist der zentrale Umweltfachbeitrag auf der Ebene der Entwurfs- und Genehmigungsplanung, in dem alle wesentlichen Aspekte zu Natur und Landschaft im Untersuchungsraum dargestellt werden. Dieser dient in erster Linie der Umsetzung der naturschutz-rechtlichen Eingriffsregelung. Hierzu werden der Zustand von Natur und Landschaft erfasst und bewertet sowie die Auswirkungen auf Natur und Landschaft bewertet.

Umweltverträglichkeits-prüfung

Die Umweltverträglichkeitsstudie ist der zentrale Umweltfachbeitrag auf der Ebene der Vorplanung und dient als Entscheidungshilfe für die Trassenwahl. Pläne wie der Bundesverkehrsverkehrswegeplanen werden ebenfalls frühzeitig in Hinblick auf Ihre Umwelt-auswirkungen geprüft.