Pressemitteilung

Strasse
  • 10.01.2018

Investitionen für Straßenbau 2017 erneut auf Rekordniveau

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  • Spatenstich an der A 6 Wiesloch/Rauenberg – AK Weinsberg mit Minister Hermann, Staatssekretär Barthle und Regierungspräsident Reimer (Bilderquelle: Gerald Hauke / VIA 6 West)

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  • Ortsumfahrung Benningen

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Grafiken: Ausgaben für Landesstraßen in Baden-Württemberg in den Jahren 2005 – 2019 und Ausgaben für Bundesfernstraßen in Baden-Württemberg in den Jahren 2005 – 2017

Bilder:
Pressetermin A6 West Spatenstich
Pressetermin Ortsumfahrung Benningen, Bild 1 und Bild 2

Verkehrsminister Hermann: Neuer Spitzenwert bei Ausgaben für Erhalt von Bundesfernstraßen und Landesstraßen - Sanierungsstau im Südwesten wird weiter konsequent abgebaut.

Die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg hat für Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen im Jahr 2017 die Rekordsumme von rund 1,2 Milliarden Euro umgesetzt.

Erfolgreiches Jahr 2017 für den Bundesfernstraßenbau

Verkehrsminister Hermann erklärte: „Wir haben rund 895 Mio. Euro für das Bundesfernstraßennetz umgesetzt und lagen damit deutlich über dem am Jahresanfang zugewiesenen Verfügungsrahmen des Bundes von rund 840 Mio. Euro.“ Die Ausgaben für die Erhaltung der Bundesfernstraßen wurden 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 43 Mio. Euro auf insgesamt 441 Mio. Euro erhöht. Damit wurde ein neuer Spitzenwert erzielt. In Baden-Württemberg wurden noch nie mehr Mittel für die Sanierung der Bundesfernstraßen ausgegeben als im Jahr 2017. „Und auch im Rahmen des länderübergreifenden Mittelausgleichs konnte Baden-Württemberg 2017 zusätzlich rund 55 Mio. Euro abrufen.“

So wurden im Jahr 2017 zahlreiche Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen an Bundesfernstraßen erfolgreich abgeschlossen; darunter der Verflechtungsstreifen (8. Spur) an der A8 zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und dem Autobahndreieck Leonberg, der Scheibengipfeltunnel im Zuge der B 312 bei Reutlingen, der Ausbau der B 33 zwischen Offenburg und Gengenbach, die B 28 in Freudenstadt ebenso wie die Ortsumgehung Unlingen im Zuge der B 31. Darüber hinaus wurde die A 3 bei Wertheim durch die bayerische Straßenbauverwaltung ausgebaut. Als wichtige Maßnahme im RadNETZ BW wurde beispielsweise ein Lückenschluss im Zuge der B 28 zwischen Blaustein/Arnegg und Klingenstein umgesetzt.
Weitere 30 Straßenbaumaßnahmen sowie 6 Radwegemaßnahmen an Bundesstraßen befinden sich derzeit noch im Bau.

Im Bereich der Erhaltung wurden im Jahr 2017 rund 115 km Richtungsfahrbahnen und 53 Bauwerke (Brücken, Stütz- und Schallschutzmauern etc.) an Autobahnen, sowie 267 km Fahrbahnen und 58 Bauwerke an Bundesstraßen saniert. Darunter fallen beispielsweise die Fahrbahndeckenerneuerungen Ettlingen, Nonnenweier und Höfen im Zuge der A 5, sowie die Fahrbahndeckenerneuerung an der B 10 zwischen Stuttgart und Hedelfingen sowie die Sanierung zwischen Oberuhldingen und Meersburg im Zuge der B 31.

Landesstraßenbau 2017: Schwerpunkt auf Erhaltung

Die Gesamtausgaben für Landesstraßen lagen 2017 bei rund 313 Mio. Euro und damit rund 15 Mio. Euro höher als 2016. Allein rund 95 Mio. Euro flossen in den Erhalt von Landesstraßen. „Die Landesregierung verfolgt ihr Ziel, vorrangig die Erhaltung der Straßeninfrastruktur inklusive ihrer Brücken voranzutreiben, konsequent weiter“, erläuterte Hermann.

Die höheren Investitionen in den Erhalt der Straßen zeigen inzwischen ihre Wirkung. Die jüngste Zustandserfassung der Landesstraßen im Jahr 2016 zeigt, dass sich der durchschnittliche Zustand der Straßen im Vergleich zu der Erfassung 2012 erstmals verbessert hat. Durch die kontinuierliche Erhöhung der Finanzmittel für die Erhaltung konnten zwischen 2011 und 2016 landesweit 1.179 Kilometer Landesstraßen saniert werden. Das bestätigt, dass der Paradigmenwechsel der Landesregierung 2011 „Erhalt vor Neubau“ richtig war und ist.

So wurden im Jahr 2017 insgesamt 103 km Fahrbahnen und 47 Bauwerke an Landesstraßen saniert. Darunter fallen beispielsweise Maßnahmen wie die Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Bad Buchau und Oggelshausen im Zuge der L 280, die Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Eubigheim und Berolzheim im Zuge der L 514, die Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Kemmeten und der B 19 im Zuge der L 1051 sowie die Sanierung der L 565 in Straubenhardt-Conweiler.

Für Ortsumgehungen sowie für Aus- und Neubau von Landesstraßen wurden rund 50,5 Mio. Euro und für den Bau nachträglicher straßenbegleitender Radwege rund 11,5 Mio. Euro ausgegeben.

Dabei wurden im Jahr 2017 wichtige Maßnahmen wie die Ortsumgehung Ortenberg im Zuge der L 99, die Ortsumgehung Eichstetten-Bötzingen im Zuge der L 114, die Ortsumgehung Nordhausen im Zuge der L 1106, die Ortsumgehung Bargau im Zuge der L 1161, die Ortsumgehung Heuchlingen im Zuge der L 1164, sowie der Fluchtstollen im Meisterntunnel in Bad Wildbad umgesetzt.

Bei den Radwegemaßnahmen wurden beispielsweise der Radweg in Frei-burg/Günterstal-Horben im Zuge der L 124, der Radweg zwischen Anhausen und Bolheim im Zuge der L 1164, sowie der Radweg zwischen Bühlerzell und Heilberg im Zuge der L 1072 und der Radweg im Zuge der L 324 von Waldburg/Vorderwiddum bis zur K 8042 fertig gestellt. 

Weitere 7 Straßenbaumaßnahmen sowie 25 Radwegemaßnahmen befinden sich derzeit noch im Bau.

Minister dankt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

„Solche Ergebnisse sind ohne sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Straßenbauverwaltung nicht denkbar“, sagte Minister Hermann. „Sie helfen mit Ihrer Arbeit, dass sich die hoch belastete Verkehrsinfrastruktur in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas spürbar verbessert.“ Ohne die in den vergangenen Jahren zusätzlich bei den Regierungspräsidien geschaffenen Stellen wäre dies nicht möglich gewesen. Die Landesregierung wird deshalb auch ihr Programm zum Aufbau der Stellen in der Straßenbauverwaltung in den Jahren 2018 und 2019 mit einem Zuwachs von jährlich 50 Stellen fortführen.