ÖPNV-Innovationspreis Rückblick

ÖPNV-Innovationspreis prämiert nachhaltige Verkehrsprojekte

Wie kann der öffentliche Nahverkehr zukunftsweisend gestaltet werden? Welche Projekte tragen zu einer nachhaltigen Verkehrswende bei? Im Rahmen des ÖPNV-Innovationskongresses hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg auch die Preisträger des diesjährigen ÖPNV-Innovationspreises geehrt. Die Auszeichnung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Innovative Ideen für eine zukunftsweisende öffentliche Mobilität“ stand, wurde in zwei Kategorien verliehen und ist mit je 5.000 Euro dotiert. Zusätzlich wurde ein Sonderpreis im Wert von 1.000 Euro vergeben.

Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel
In der Kategorie „Umweltverbund/Nachhaltige Mobilität“ war die Stadt Offenburg mit ihrem Angebot „EinfachMobil“ erfolgreich. Unter diesem Logo bündelt die Ortenau-Metropole einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr, elektrisch angetriebene Carsharing-Fahrzeuge, Fahrräder, Pedelecs und als Verknüpfungspunkte für die Verkehrsträger des Umweltverbundes mehrere moderne Mobilitätsstationen. Im April dieses Jahres soll „EinfachMobil“ auf weitere Kommunen ausgeweitet werden – mit vielfältigen Synergieeffekten für die Nutzerinnen und Nutzer.

Ausbau barrierefreier Haltestellen gewürdigt
Über die Auszeichnung in der Kategorie „Betrieb/Verkehrsplanung“ konnten sich der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg, der Regio-Verkehrsverbund Freiburg und die kobra Nahverkehrsservice GmbH mit dem Projekt „Standard 22“ freuen. Dieses bereitet einen barrierefreien Haltestellenausbau systematisch vor. Ziel ist es, gemeinsam mit Betroffenenverbänden, den Verkehrsunternehmen, dem örtlichen Verkehrsverbund und den jeweiligen Straßenbaulastträgern Ausbaustandards zu definieren, die eine vollständige Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr bis zum Jahr 2022 ermöglichen.

Auszeichnung für ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum
Mit Blick auf den Ausbau des ÖPNV-Angebots im ländlichen Raum hat zudem die Verkehrsgesellschaft Main-Tauber gewonnen. Mit einem flächendeckenden RufTaxi-System ist es gelungen, im dünn besiedelten Main-Tauber-Kreis ein verbindliches ganzjähriges Mobilitätsangebot zu realisieren. Das RufTaxi ergänzt das bestehende Bus- und Bahnangebot im Landkreis insbesondere zu Zeiten, an denen der Nahverkehr nur wenig nachgefragt ist. Die Fahrtrouten sind so konzipiert, dass sie vor allem Unter- und Mittelzentren bedienen. Das ermöglicht den Menschen, zum Arzt oder zum Einkaufen zu fahren oder in weiterführende Buslinien und die Bahn umzusteigen.

Sonderpreis geht an die „Räuberbahn“
Der Sonderpreis ging an die Stadt Pfullendorf und den Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund. Der Preis zeichnet die Wiederbelebung der sogenannten „Räuberbahn“ für den Freizeitverkehr aus. Die Bahn startete im Frühjahr 2018 mit einem neuen Betriebskonzept: Von Mai bis Oktober verkehren an Sonn- und Feiertagen jeweils drei Zugpaare auf der reaktivierten Bahnstrecke Pfullendorf-Ostrach-Altshausen mit dem Ziel, mehr Fahrgäste zum Umsteigen auf die Züge zu bewegen und den Tourismus im oberschwäbischen Hinterland zu beleben.

Weitere Informationen zum ÖPNV-Innovationspreis finden Sie hier

 

 


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