Neubaustrecke Wendlingen-Ulm

Neckartalbrücke bei Wendlingen
Die zweigleisige 136 Meter lange Neckarbrücke bei Wendlingen ist das erste Bauwerk der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm und überspannt die K1219 und den Neckar.

Eng verbunden mit dem Bau des Projekts Stuttgart 21 ist der Neubau der Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm. Die heutige Bahnverbindung zwischen Stuttgart und Ulm durch das Filstal und weiter über Amstetten ist seit dem Jahr 1850 in Betrieb und erlaubt trotz zahlreicher erfolgter Ausbauschritte nur Höchstgeschwindigkeiten zwischen 70 und 160 km/h. Nach Diskussion und Abwägung verschiedener Ausbau- und Neubauvarianten hat sich der Bundesgesetzgeber im Bedarfsplan für die jetzige Planung einer Neubaustrecke über die Schwäbische Alb entlang der A 8 entschieden.

Grundlagen der Planungen

Die Planungen sehen eine Nutzung sowohl durch den Fernverkehr als auch den Regionalverkehr vor. Die neue Strecke, die zukünftig Geschwindigkeiten von 250 km/h erlauben und auch für den schnellen und leichten Güterverkehr geeignet sein soll, wird die Fahrzeiten von Stuttgart nach Ulm und auch weiter Richtung München und Oberschwaben erheblich verkürzen. Der Neubau der Strecke Wendlingen-Ulm ist ein wesentlicher Bestandteil, um die geplante Leistungssteigerung und Verkürzung der Reisezeiten erreichen zu können.

Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, Gesamtstreckenkarte (Bild: Deutsche Bahn AG, bahnprojekt-stuttgart-ulm.de)

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Streckenverlauf

Die Strecke verläuft von Wendlingen in weiten Abschnitten entlang der A 8 und in zahlreichen Tunnelbauwerken, um vor allem den Natur- und Landschaftsverbrach zu reduzieren. Verschiedene für die kommenden Jahre insbesondere auf der Albhochfläche geplante Ausbauschritte der A 8 sind auf den Bau der Bahntrasse abgestimmt, um die Auswirkungen für Gebietskörperschaften zu minimieren und Synergieeffekte zwischen beiden Vorhaben zu ermöglichen. Der offizielle Baubeginn für beide Vorhaben erfolgte am 7. Mai 2012. Die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Wendlingen – Ulm soll voraussichtlich 2022 erfolgen.

Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist auch Teil des vorrangigen europäischen Eisenbahnvorhabens Nr. 17 (Paris-Bratislava) sowie Teil des von der Europäischen Kommission geplanten Kernnetzkorridors Strasbourg-Donau.

Finanzierung der Neubaustrecke

Die Kosten für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm (inklusive Ausbau der Donaubrücke) werden derzeit mit 3,7 Mrd. Euro veranschlagt. Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Bedarfsplanprojekt des Bundes und wird von diesem finanziert. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit einem festen Zuschuss von 950 Mio. Euro. Der Anteil des Bundes wird durch eine Kofinanzierung durch die Europäische Kommission reduziert.