Open Innovation für digitale Mobilität

Um neues zu schaffen, muss man selbst auch neue Wege gehen. Die Digitalisierung eröffnet den Mobilitätsanbietern im Land eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Mobilität von Morgen. Um diese Möglichkeiten weiterzudenken hat das Ministerium für Verkehr 2017 und 2018 ein eigenes Open-Innovation Programm durchgeführt: Die Ideenschmiede digitale Mobilität. Das Programm bestand aus drei Bausteinen:

  • In einem Think Tank kamen in regelmäßigen Sitzungen 22 Mobilitätsexpertinnen und –experten zusammen um Handlungsempfehlungen für digitale Mobilitätsherausforderungen zu entwickeln. Zu unterschiedlichen Schwerpunkten erarbeiteten diese Projektideen, formulierten die notwendigen Voraussetzungen und stellten die richtigen Fragen, auf die es bei einer zukunftsorientierten Mobilität im Land ankommen wird. Unter anderem wurden Fragestellungen zu Verkehrskonzepten in urbanen Räumen, autolosen Bevölkerungsgruppen in ländlichen Regionen oder auch Fragen zur Technikfolgengestaltung beim autonomen Fahren bearbeitet.
     
  • Als zweite Säule fungierte der im April 2018 durchgeführte Digital Mobility Hack BW. Zwei Tage lang entwickelten bei diesem mit zahlreichen Partnern durchgeführten kollaborativen Event zur Softwareentwicklung Programmiererinnen und Programmierer, Entrepreneure sowie Visionärinnen und Visionäre ihre ganz eigenen Lösungen und lieferten zahlreiche Beispiele dafür, wie sich Mobilitätsdaten für eine intelligentere und nachhaltigere Mobilität der Zukunft nutzen lassen.
     
  • Mit dem Mobilitätsstipendium BW förderte das Verkehrsministerium BW im Anschluss dann nicht nur die besten Projektideen des Digital Mobility Hacks BW, sondern unterstützte auch weitere vielversprechende Ideen, die das Potenzial haben, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten. Elf Teams aus angehenden Gründerinnen und Gründern sowieengagierten Innovatorinnen und Innovatoren erhielten über drei Monate finanzielle, methodische und inhaltliche Unterstützung, um ihre Lösungsansätze auf die Straße zu bringen.

Dynamische, kollaborative Formate und pilotartige Projekte sind in einem rasant fortschreitenden Prozess wie der Digitalisierung ein wichtiges Element, um unkompliziert und in der gebotenen Schnelligkeit Neues zu testen und Sichtbarkeit zu erzeugen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Open Innovation Programms Ideenschmiede digitale Mobilität bereitet das Ministerium für Verkehr deshalb derzeit ein Anschlussformat zur offenen Innovationsförderung vor. Die Durchführung einer „Ideenschmiede 2.0“ ist für 2020 anvisiert.