MobiData BW Hackathon

Projekt WALKIE

Die Challenge
Das Team zum Projekt Walkie hat im MobiData BW Hackathon die Challenge der Technischen Universität München (TUM) zum Fußverkehr aufgegriffen. Die Attraktivität eines Fußwegs wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, wie Oberflächenqualität, Begrünung, Belebtheit, oder Beleuchtung – Faktoren die bislang meist nicht systematisch für Planungsprozesse ausgewertet oder gar quantifiziert werden. Hier setz die Idee eines Walkability-Indexes an. Damit soll eine Möglichkeit geschaffen werden, die Attraktivität des Zufußgehens quantitativ abzubilden und in Entscheidungen über Verkehrsgestaltung und Infrastruktur einzubinden. Aufgabe für den Hackathon war die Entwicklung einer übertragbaren Methode, die danach open source zur Verfügung steht.

Das Projekt
Der Walkability Index wird einzelne Merkmale von Wegabschnitten qualitativ abbilden und durch leicht verständliche Farben in einer Webkarte visualisieren. Auch zeigt er, welche Abschnitte potentiell am häufigsten frequentiert sind. Basierend auf Bevölkerungsdaten, Arbeitsplatzdaten und Daten zu vorhandenen Points-of-Interest – etwa Kindergärten, Supermärkte, Freizeiteinrichtungen – werden Hauptachsen für den Weg zu Fuß identifiziert und visualisiert. Dadurch zeigt der Index auch solche Wegabschnitte mit dem größten Handlungsbedarf und Verbesserungspotential auf. Stadt- und VerkehrsplanerInnen erhalten ein geeignetes Tool, um gezielt die Bedingungen für den Fußverkehr zu verbessern und somit das Zufußgehen als nachhaltige Mobilitätsform zu fördern.

Das Team
Hinter dem Projekt stehen vier engagierte Menschen: Elias Pajares, Grigorii Ivanov, Majk Shkurti und Ulrike Jehle. Im Team finden sich Umweltingenieure, GIS-Experten und Kartographen, und damit Kompetenzen in den Bereichen Verkehrs- und Stadtplanung, Softwareentwicklung, GIS-Anwendungen und Datenmanagement. Drei der Teammitglieder haben sich auch in einem Startup zusammengefunden: Plan4Better. Das junge Unternehmen möchte durch die Entwicklung von innovativen Planungsinstrumenten die nachhaltige Mobilität in Deutschland fördern. Damit die entwickelten Lösungen einen möglichst großen Nutzen haben, wird ein besonderer Wert auf die open source Bereitstellung und die Verwendung von offenen Datensätzen gelegt.