STRASSE

Arbeit der Autobahnmeisterei wird gewürdigt

Sieben Personen stehen vor Fahrzeugen der Autobahnmeisterei in Ludwigsburg. Im Hintergrund sind zwei Arbeiter zu erkennen.

Staatssekretär Bilger, Verkehrsminister Hermann und Stephan Krenz von der Autobahn GmbH des Bundes in der Autobahnmeisterei Ludwigsburg

Der Belegschaft der Autobahnmeisterei Ludwigsburg wurde eine besondere Würdigung ihrer Arbeit zuteil. Heute (25. September) besuchte der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger MdB gemeinsam mit Landesverkehrsminister Winfried Hermann MdL die Einrichtung. Begleitet wurden sie von Stephan Krenz, Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes, die vom 1.1.2021 an für Bundesautobahnen zuständig sein wird. 

Die Autobahnmeisterei Ludwigsburg betreut rund 70 Kilometer Strecke auf den Bundesautobahnen A 8 und A 81, die nahezu durchgängig sechsstreifig ausgebaut sind und überdurchschnittliche Verkehrsbelastungen von mehr als 110.000 Fahrzeugen pro Tag aufweisen. Zudem zählt die Betreuung des 2,5 Kilometer langen Engelbergbasistunnels an der A 81 dazu. Daher kann von der Autobahnmeisterei Ludwigsburg von einer „Brennpunktmeisterei“ in der Region Stuttgart gesprochen werden.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Die Autobahnmeistereien leisten einen wichtigen Beitrag für die Mobilität in Deutschland. Ich bin heute hier, um ‚Danke‘ zu sagen! Die Mitarbeiter verdienen bei ihrem harten Job beste Rahmenbedingungen. Auf die Unterstützung des Bundes können sie sich dabei verlassen. Wichtig ist aber auch, dass die Autofahrer rücksichtsvoll mit dem Straßendienst umgehen und anerkennen, was jeden Tag für uns alle von den Beschäftigten geleistet wird. Auch in der Corona-Krise war auf die Autobahnmeisterei Ludwigsburg Verlass. So konnten wir im Rahmen eines Sofortprogramms des Bundes Duschcontainer für Lkw-Fahrer auf Parkplätzen entlang der Autobahnen errichten. Hier haben die Beschäftigten der Autobahnmeisterei gewohnt zügig und professionell bei der Aufstellung auf den A8-Rastanlagen Höllberg und Heckengäu dem Bundesverkehrsministerium zur Seite gestanden."

Für die Aufgabenbewältigung steht den Beschäftigten der Autobahnmeisterei Ludwigsburg ein moderner Fahrzeug- und Gerätepark zur Verfügung, der den Gästen gezeigt wurde. Neben den Großfahrzeugen mit Wechselsystemen, einer Großkehrmaschine, zwei Mehrgeräteträgern sowie mehreren Streckenkontroll- und Mannschaftstransportfahrzeugen konnte im November 2019 das erste Elektrofahrzeug in einer baden-württembergischen Autobahnmeisterei in Ludwigsburg in Betrieb genommen werden. Dabei handelt es sich um einen Mercedes-Benz Vito, der inzwischen aus der täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken ist.

Verkehrsminister Winfried Hermann: „Der Straßenbetriebsdienst leistet einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit und Funktionsfähigkeit des Straßennetzes. Gerade am Standort Ludwigsburg wird dafür viel getan. Dabei muss sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig gehandelt werden. Die Autobahnmeisterei Ludwigsburg hat mit Fahrzeugen mit umweltfreundlichen Antrieben für Ihren Fuhrpark die richtige Entscheidung getroffen. Das freut mich sehr.“

Einen wichtigen Beitrag leistete die Autobahnmeisterei Ludwigsburg ebenfalls für die in der Logistikbranche tätigen Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer während der CoronaPandemie. So wurden auf Veranlassung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg im Beisein von Herrn Parlamentarischer Staatssekretär Bilger und Herrn Minister Hermann zwei Duschcontainer an den Autobahnparkplätzen Höllberg und Heckengäu entlang der Bundesautobahn A 8 in Betreib genommen. Beide Container sind bis heute in Betrieb. 

Insgesamt betreuen die 15 Autobahnmeistereien in Baden-Württemberg etwa 1.050 Kilometer Streckennetz im Zuge von Bundesautobahnen und sind in der kalten Jahreszeit für den Winterdienst verantwortlich. Über den Stand der Winterdienstvorbereitungen machten sich die Gäste vor Ort ein Bild und begutachteten dabei ein einsatzbereites Winterdienstfahrzeug mit Seitenpflug. „Damit der Umweltschutz nicht auf der Strecke bleibt, kommt modernste Streutechnik zum Einsatz und es gilt die Devise: So viel Salz wie nötig und so wenig wie möglich“, betonte Verkehrsminister Hermann. Das als Sole (Salzlösung) vor dem Einsetzen des Schneefalls ausgebrachte Salz hält die Fahrbahnen deutlich länger frei als das üblicherweise verwendete Feuchtsalz. Die Autobahnmeisterei Ludwigsburg verfügt auf den Stützpunkten über eine Lagerkapazität von rund 2.600 Tonnen Auftausalz und 220.000 Liter Sole. 

Um die Aufgaben auch weiterhin bestmöglich erledigen zu können, investiert der Bund in die vorhandene Infrastruktur. Nach dem Erweiterungsbau aus dem Jahr 2019 ist für das kommende Jahr 2021 der Neubau einer Großfahrzeughalle vorgesehen. Alle Gäste würdigten die Bedeutung dieser harten, anspruchsvollen und nicht ungefährlichen Arbeit, die vom 01.01.2021 von der Autobahngesellschaft des Bundes übernommen wird.

Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes: „Die Verkehrssicherheit auf den Autobahnen hat im Zuge der Vorbereitungen auf den Betriebsstart der Autobahn GmbH höchste Priorität. Und ohne Zweifel nimmt insbesondere der Betriebsdienst eine zentrale Schlüsselstellung ein, wenn es darum geht, die Sicherheit auf den Fahrbahnen heute und in Zukunft zu gewährleisten. Die Beschäftigten der Autobahnmeisterei Ludwigsburg leisten in ihrer orangefarbenen Arbeitskleidung rund um die Uhr unermüdlich unverzichtbare Arbeit. Dafür bin ich sehr dankbar.“