Verkehrssicherheit

Verkehrsministerkonferenz fordert härteres Vorgehen gegen Auto-Poser

Ein Flatterband mit der Aufschrift Polizeiabsperrung ist in Freiburg an einem Einsatzort vor einem Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht zu sehen.  Ein Fußgänger ist am 16.06.2017 bei einem illegalen Autorennen in Mönchengladbach getötet worden. Bild: Patrick Seeger/dpa

Minister Hermann: Bund muss gegen aggressives und gefährdendes Verhalten aktiv werden

Die Verkehrsminister der Länder haben sich für ein härteres Vorgehen gegen die sogenannten Auto-Poser ausgesprochen. Die Verkehrsministerkonferenz am 04. April 2019 in Saarbrücken plädierte auf der Grundlage eines Vorschlags aus Baden-Württemberg einstimmig „für eine deutliche Erhöhung des Sanktionsniveaus für überhöhte Geschwindigkeit sowie eine Absenkung der Schwelle für Fahrverbote und den Entzug der Fahrerlaubnis bei erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen“. Begründet wurde dieser Beschluss damit, dass es beim aggressiven und sicherheitsgefährdenden Zurschaustellen PS-starker Fahrzeuge („Posing“) einen dringenden Handlungsbedarf gebe. Höhere Strafen seien auch für die Verursachung unnötigen Lärms durch die Auto-Poser erforderlich.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Wir erwarten vom Bund, dass er jetzt aktiv wird und für schärfere Sanktionen sorgt. Der schreckliche Unfall in der Stuttgarter Innenstadt vor vier Wochen darf nicht ohne Folgen bleiben.“ Dabei waren zwei Menschen getötet worden, deren Auto von einem PS-starken Sportwagen gerammt wurde, der nach bisherigen Erkenntnissen erheblich zu schnell unterwegs.