Mobilität in Deutschland


Mobilität in Deutschland – Ergebnisse 2017

  • Bild: infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH

Welche Verkehrsmittel nutzen Bürgerinnen und Bürger am häufigsten? Wie oft und wie lange sind die Bürger unterwegs? Diesen und anderen Fragen rund um das Thema Mobilität geht die Studie „Mobilität in Deutschland (MiD)“ auf den Grund. Die Studie ist eine der umfassendsten Studien zur Alltagsmobilität weltweit und wurde wie bereits im Jahr 2002 und 2008, auch im Jahr 2017 vom Bundesministerium für Verkehr in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie geben Auskunft über das durchschnittlich tägliche Mobilitätsverhalten von Personen und von Mobilitätskenngrößen im Haushalten. Der Güterverkehr ist nicht Bestandteil der Erhebung.

Vertiefungsstichprobe für Baden-Württemberg

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat im Rahmen der Studie des BMVI 2017 eine Vertiefungsstichprobe für das Land beauftragt. Deshalb liegen für Baden-Württemberg erstmals auch Ergebnisse für alle Großstädte sowie einige Landkreise und Regionen vor. Der gesamte Bericht der Studie wird Anfang 2019 zur Verfügung stehen. Die Zahlenwerte und ein Ergebnistelegramm für Baden-Württemberg liegen bereits jetzt vor. Einige lokale Ergebnisse der Verkehrserhebung MiD wurden bereits der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ergebnisse

Die Studie hat unter anderem ergeben, dass der Anteil des Umweltverbundes (Fuß, Fahrrad, ÖV) am Modal Split in Baden-Württemberg seit der letzten Erhebung im Jahr 2008 auf circa 41 Prozent angestiegen ist. Auch das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel legen in Baden-Württemberg gegenüber dem Jahr 2008 zu (um je circa zwei Prozentpunkte). Neben dem Pkw-Verkehr (Fahrer und Mitfahrer-Wege) hat allerdings auch der Fußverkehr abgenommen. In den neun baden-württembergischen Großstädten variiert der Anteil des Umweltverbundes (ÖV, Rad- und Fußverkehr) deutlich zwischen 38 bis 66 Prozent.

In Freiburg werden bereits zwei Drittel aller Wege ohne Auto zurückgelegt. Damit steht die südbadische Kommune unter den baden-württembergischen Städten am besten dar. Betrachtet man die umweltfreundlichen Verkehrsmittel einzeln, liegen Heidelberg mit einem Anteil von 26 Prozent aller Wege beim Fahrrad, Stuttgart beim öffentlichem Verkehr (23 Prozent) und Ulm beim Fußverkehr (30 Prozent) vorne. Bei den Landkreisen und ländlichen Regionen nimmt der Landkreis Tübingen mit fast jedem zweiten Weg im Umweltverbund eine Spitzenposition ein, wird aber beim Radverkehr noch vom Kreis Rhein-Neckar mit 13 Prozent Anteil an den Wegen übertroffen.

MiD - Ergebnistelegramm für Baden-Württemberg 
Hinweis: Die fachliche Interpretation obliegt dem/r Leser/in der Tabellen. Die Studie wurde vorgelegt von infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH

Weitere Informationen:

BMVI Pressemitteilung: Präsentation der Studie "Mobilität in Deutschland 2017" vor mehr als 300 Gästen im BMVI in Berlin


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