Förderprogramm Betriebliches und Behördliches Mobilitätsmanagement


Förderprogramm Betriebliches und Behördliches Mobilitätsmanagement

  • Ein Mann fährt mit dem Bus und liest Zeitung (Bilderquelle: Fotolia/226462799)

Unternehmen und Behörden, die mit Mobilitätsmanagement beginnen wollen, sollten sich zunächst über dessen Methode und Maßnahmen informieren: Ein Blick in den „Werkzeugkasten“ auf der rechten Seite hilft weiter. Eine Reihe von Kommunen in Baden-Württemberg oder deren Wirtschaftsförderungsgesellschaften haben Mobilitätsmanagerinnen und Mobilitätsmanager, die kompetent weiterhelfen können. Ein Gespräch lohnt sich. Im Ministerium für Verkehr steht Ihnen Frau Hanna Scheck-Reidinger (E-Mail: hanna.scheck-reidinger@vm.bwl.de, Tel. 0711-231-5629) für Ihre Fragen zum betrieblichen und behördlichen Mobilitätsmanagement zur Verfügung.

Sie sind bereits entschlossen und wollen sich mit Ihrem Unternehmen oder Behörde ebenfalls auf den Weg zu einer nachhaltigen Mobilität machen? Dann kommt für Sie unter Umständen das Förderprogramm B2MM „Behördliches und Betriebliches Mobilitätsmanagement“ in Frage.

Welche Ziele werden mit der Förderung verfolgt?

  • Mit dem Förderprogramm B2MM „Betriebliches und Behördliches Mobilitätsmanagement“ verfolgt das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg das Ziel, die verkehrsbedingten Belastungen durch Feinstaub, Stickoxide und CO2-Emissionen durch die Förderung von Maßnahmen des Mobilitätsmanagements in Behörden und Unternehmen zu verringern. Förderfähig sind u.a. Untersuchungen, Programme und Maßnahmen zur Vermeidung, Verlagerung und Effizienzsteigerung des mit fossilen Kraftstoffen betriebenen Personen- und Straßengüterverkehrs von und zu Betriebs- bzw. Behördenstandorten.

    Die Förderrichtlinie sieht zwei Stufen vor. In einem ersten Schritt sind Analyse, Konzepterstellung und Projektmanagement förderfähig, einschließlich externer Beratung und Unterstützung, Studien und Untersuchungen. In einem zweiten Schritt können die Umsetzungsmaßnahmen gefördert werden, die als Ergebnis des Mobilitätsmanagement-Projekts durchgeführt werden sollen, wie beispielsweise Radabstellanlagen oder andere Investitionen. Ziel der Richtlinie ist die Förderung von ausgereiften und nachhaltigen Maßnahmen im Bereich des Mobilitätsmanagements.

    Anregungen für die wesentlichen Schritte und Methoden bei der Einführung und Umsetzung eines Mobilitätsmanagementsystems gibt Ihnen u.a. der Leitfaden „Mobilitätsmanagement in fünf Schritten“.

An wen richtet sich die Unterstützung?

  • Zuwendungsfähig sind einerseits Unternehmen und Betriebe sowie andererseits Behörden und Zusammenschlüsse ohne Erwerbscharakter. Für beide Gruppen gelten zwei unterschiedliche Förderrichtlinien (siehe Downloadbereich rechts). Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die betreffenden Behörden bzw. Unternehmensstandorte in Städten und Gemeinden liegen, in denen eine Überschreitung des Grenzwertes von 40 µg/m3 Stickoxid vorliegt Verzeichnis der Städte und Gemeinden mit Grenzwertüberschreitungen.

    Folgende Institutionen sind demnach antragsberechtigt:

    • Unternehmen und Betriebe, welche ihren Haupt- oder Nebensitz in einer Stadt oder Gemeinde haben, in der eine Überschreitung des Grenzwertes von 40 μg/m³ Stickstoffdioxid vorliegt.
    • Landesbehörden und Landesbeteiligungen im vollständigem Landesbesitz mit Standorten in Städten und Gemeinden bei denen eine Überschreitung des Grenzwertes von 40 μg/m³ Stickstoffdioxid vorliegt.
    • Kommunale Behörden mit Standorten in Städten und Gemeinden bei denen eine Überschreitung des Grenzwertes von 40 μg/m³ Stickstoffdioxid vorliegt.
    • Verbände, Vereinigungen und Körperschaften ohne Erwerbscharakter, welche ihren Haupt- oder Nebensitz in einer Stadt oder Gemeinde haben, in der eine Überschreitung des Grenzwertes von 40 μg/m³ Stickstoffdioxid vorliegt.
    • In begründeten Fällen können auch Zuwendungen an weitere Antragsteller (bspw. verkehrlicher Zusammenhang mit von Grenzwertüberschreitung betroffenen Kommunen, Umlandkommune mit Pendlerverkehren von und zu Kommunen mit Grenzwertüberschreitungen) gewährt werden, deren Maßnahmen positive Auswirkungen auf die Luftqualität in betroffenen Kommunen erzielen können.
    • Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel wird Anträgen aus dem Geltungsbereich eines Luftreinhalteplans Vorrang eingeräumt.

Wie sieht die Unterstützung aus?

  • Die Zuwendung erfolgt in Form einer Projektförderung, die als Zuschuss im Rahmen einer Anteilsfinanzierung gewährt wird.

    Zuwendungsfähig sind folgende Fördertatbestände:

    a) Personalkosten für Prozess- und Organisationsinnovationen der Behörde/des Unternehmens,
    b) Sachkosten, Gemeinkosten und Betriebskosten für Prozess- und Organisationsinnovationen, die dem Mobilitätsmanagement dienen und ihm unmittelbar zuzurechnen sind,
    c) Personal und Sachkosten für Beratungsleistungen externer Beraterinnen und Berater, die dem Mobilitätsmanagement dienen und ihm unmittelbar zuzurechnen sind,
    d) Studien, Expertisen und Gutachten zum Mobilitätsmanagement,
    e) Investitionen in Einrichtungen, Anlagen, Gebäude oder Fahrzeuge.

    Investitionsbeihilfen für Einrichtungen, Anlagen, Gebäude oder Fahrzeuge (siehe e) werden nur nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahmen des Projekts a) bis d) gewährt.

    Die Förderintensitäten unterscheiden sich je nachdem, ob es sich um ein Unternehmen oder eine Behörde handelt. Die genauen Förderintensitäten können Sie den Förderrichtlinien entnehmen (s. Downloadbereich rechts).

Wie wird die Unterstützung beantragt?

  • Sollten Sie ein Projekt planen, das sie mit unserer Unterstützung umsetzen wollen, setzen Sie sich gerne zwecks einer Antragsberatung mit uns in Verbindung. Weitere Informationen zum Antragsverfahren können Sie der Förderrichtlinie entnehmen. Auf der rechten Seite im Downloadbereich finden Sie ein Antragsformular als MS Word-Vorlage, dass Sie für Ihren Antrag nutzen sollten. Es erleichtert Ihnen und uns das Antragsverfahren.