Mobilitätsstipendium BW

Stipendium

Mobilitätsstipendium BW

Neue Mobilität trifft Entrepreneurship – mit einem Mobilitätsstipendium unterstützt das Ministerium für Verkehr Innovatoren bei der Gestaltung der Mobilität von morgen.

Digitale Lösungen für die Mobilität von morgen müssen ausgetretene Pfade verlassen. Die Ideen dahinter brauchen kreativen Freiraum, um bis zur Anwendungsreife zu gelangen. Mit dem neuen Stipendium sollen diese Freiräume entstehen. Das Programm ist Teil der Ideenschmiede digitale Mobilität und richtet sich an EntwicklerInnen, ForscherInnen, Studierende, Entrepreneure und alle weiteren Akteure, die mit neuen Ideen Mobilität verändern möchten und sich dabei vor eigenen Schritten in den Markt nicht scheuen. Gefragt sind Konzepte, die digitale Technologien nutzen. Der Bewerbungsschluss endete am 15. Mai 2018.

Adressaten und Förderrahmen

Gefördert werden sowohl Einzelpersonen als auch Teams. Natürliche und juristische Personen können sich auf das Mobilitätsstipendium bewerben. Eine Institutionalisierung in Form eines Unternehmens, eines Vereins o.ä. ist damit nicht zwingend notwendig. Angesprochen sind beispielsweise Studierende, DoktorandInnen, NachwuchsforscherInnen, EntwicklerInnen, Akteure aus der Open Data Szene sowie Personen, die durch gesellschaftliches Engagement bereits mit neuen Mobilitätskonzepten in Berührung sind. Ferner sind Start-up-Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen, welche mit einer konkreten Idee die unten genannte marktorientierte Zielsetzung verfolgen, Adressat dieser Förderung.

Der Bezugszeitraum des Stipendiums beträgt drei Monate (Juli 2018 bis September 2018). Die Förderhöchstsumme liegt bei bis zu 15.000 Euro, auch für Teams. Die Bemessung des Stipendiums richtet sich nach dem in den Bewerbungsunterlagen dargestellten Bedarf und wird durch eine Jury festgelegt (zum Verfahren siehe unten). Das Ministerium für Verkehr beabsichtigt, bis zu zehn Vorhaben zu fördern.

Inhaltliche Zielsetzung und Fördergegenstand

Die Förderung zielt auf Akteure, die anhand anwendungsnaher Ideen entweder einen Markteintritt beabsichtigen oder mithilfe des Stipendiums die Marktfähigkeit ausloten möchten. Damit setzt das Stipendium in der Vorgründungsphase an. Am Ende der Förderung von maximal drei Monaten sollen Business Visionen stehen, die durch Demonstratoren, Prototypen oder konkrete Produktideen gestützt werden. Damit sind sowohl dienstleistungsbezogene als auch technologie- oder komponentenbezogene Vorhaben förderfähig. Mit Hilfe der Ergebnisse aus der Laufzeit des Stipendiums können Förderempfänger im Gründungsprozess weitere Schritte gehen, beispielsweise einen konkreten Business Plan erarbeiten und dazu weiterführende Förderinstrumente in Anspruch nehmen.

Gefördert werden Vorhaben, die mithilfe digitaler Technologien zur Entwicklung neuer, nachhaltiger Mobilität beitragen. Beispielsweise können für eine Förderung in Frage kommende Ideen eine positive Wirkung haben auf die Reduktion von Staus und der damit verbundenen Belastung für die Umwelt sowie eine Verbesserung intermodaler Mobilitätsformen, eine Erhöhung von Anschlussmobilität und Mobilitätsverfügbarkeit im ländlichen Raum oder eine Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr bewirken. Auch die anwendungsorientierte Erschließung von Schlüsseltechnologien für eine zukünftige, nachhaltigere Mobilität ist mithilfe des Stipendiums möglich.

Zielsetzung der Verkehrspolitik des Landes Baden-Württemberg ist es, in städtischen und ländlichen Räumen mehr Mobilität zu gewährleisten und dabei die natürliche Lebensumgebung weniger als bislang zu belasten. Durch digitale Mobilität soll somit die Lebensqualität von Bürgerinnen und Bürgern gesteigert werden. Das Arbeitspapier „Intelligente Mobilität der Zukunft: Digitalisierung in der Schlüsselrolle“ erläutert diese Zielsetzung, in die sich auch das Mobilitätsstipendium einordnet.

Für eine Förderung in Frage kommende Vorhaben können beispielsweise an folgende Trends und Entwicklungen anknüpfen:

  • Intermodale Mobilität und damit verbundene Informations- und Buchungsdienstleistungen
  • Ansätze der Plattformökonomie
  • Sharing Economy
  • Echtzeitbasierte, digital gestützte Verkehrsinformation und -steuerung
  • Digital gestütztes Parkraummanagement
  • Weitere digital gestützte, neue Mobilitätsdienstleistungen
  • Lieferkettenoptimierung durch neue Mobilitätsformen und Transportmöglichkeiten
  • Autonomes Fahren
  • Barrierefreiheit

Die Fördermittel sind für sämtliche mit der Innovationsidee in Zusammenhang stehende Kosten verwendungsfähig. Dies beinhaltet Lebenshaltungskosten. Das Stipendium kann Empfängern beispielsweise ermöglichen, eine Auszeit aus einer Regelbeschäftigung zu nehmen und sich so voll der eigenen Idee zu widmen. Ebenso können aus dem Stipendium Anschaffungen oder Dienstleistungen finanziert werden, die für das Weiterkommen wichtig sind. Falls die/der BewerberIn plant, das Stipendium zur Deckung von Lebenshaltungskosten zu verwenden, sind mögliche weitere während der Laufzeit des Stipendiums zu erwartenden Einnahmen bei der Bewerbung anzugeben. Die im Rahmen der Förderentscheidung tätige Jury befindet in solchen Fällen über Angemessenheit und Notwendigkeit.

Begleitprogramm

StipendiatInnen erhalten die Möglichkeit, an einem Begleitprogramm teilzunehmen, das der Vernetzung dient und Kenntnisse zum Verkehrssystem sowie im Bereich Entrepreneurship vermittelt. Die mehrtägige Seminarreihe zielt auf Soft Skills und Überblickswissen ab und dient der Schärfung von Schlüsselkompetenzen in praktischen Übungen, beispielsweise zu Pitchings und Präsentationsrhetorik. Die Teilnahme an dem Begleitprogramm wird gewünscht.

Rechtliche Bestimmungen

Hier sind die Förderrechtliche Rahmenbedingungen und Hinweise zum beabsichtigten Nachweisverfahren beschrieben. Zudem werden BewerberInnen auf die Allgemeinen Nebenbestimmungen zur Projektförderung sowie auf die Landeshaushaltsordnung hingewiesen. Der vorliegende Text sowie die Anlagen bilden zusammen den Förderaufruf zum Mobilitätsstipendium.


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