Verkehrskonzept Nationalpark Schwarzwald


Verkehrskonzept Nationalpark Schwarzwald

  • Nationalpark Schwarzwald (c) Fotolia_181225798

Endbericht zum Verkehrskonzept fertig gestellt

Am 15. Oktober 2018 hat der Nationalparkrat den Endbericht zum Verkehrskonzept zur Kenntnis und in der vorliegenden Form angenommen. Nun kann der Endbericht in den Nationalparkplan einfließen.

Die Verkehrssituation in der Nationalparkregion und insbesondere auf der Schwarzwaldhochstraße ist schon seit Jahrzehnten schwierig – besonders an Spitzentagen. Der Wille, die Schwarzwaldhochstraße zu entlasten und den ÖPNV zu stärken, ist auf allen Seiten gegeben. Dabei gilt es die unterschiedlichsten Nutzergruppen, vom täglichen Pendlerverkehr über Transportfahrten bis hin zu Tagestouristen zu bedenken. Die größte Herausforderung ist es, eine Verhaltensänderung und ein Bewusstseinswandel für nachhaltige Mobilität in der Region zu schaffen.

Die ausgearbeitete Studie zum Verkehrskonzept beinhaltet rund 60 Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung der aktuellen verkehrlichen Situation. Erarbeitet wurde das Konzept vom Planungsbüro PTV. Grundlage dafür waren unter anderem über 700 Anmerkungen, die im vorangehenden Beteiligungsprozess mit der Region zusammengetragen wurden. Der so entstandene Maßnahmenkatalog wurde in den letzten Monaten intensiv von den Akteuren des Nationalparks und des Verkehrsministeriums geprüft, diskutiert und bearbeitet.


Den Bericht können Sie sich hier herunterladen. Weitere Informationen finden Sie im rechten Kasten "Dokumente Verkehrskonzept Nationalpark".


Wie geht es weiter?

Das ausgearbeitete Verkehrskonzept dient als Umsetzungsgrundlage. Die Umsetzung selbst liegt bei den Landkreisen, Gemeinden und dem Land. Die Ausgestaltung und Finanzierung der konkreten Umsetzungsschritte ist zwischen Verkehrsministerium und den Kreisen bzw. Gemeinden je nach Zuständigkeit zu vereinbaren.

Zum Thema Finanzierung werden derzeit intensive Gespräche zwischen den Land- und Stadtkreisen und dem Ministerium für Verkehr geführt. Insbesondere beim Thema Ausbau ÖPNV ist die Frage der Finanzierung entscheidend.

Zur Begleitung bei der Umsetzung des Verkehrskonzeptes wurde ein Steuerkreis unter der Leitung des Nationalparkratsvorsitzenden initiiert. Dieser besteht aus Vertreterinnen und Vertreter der Landkreise Freudenstadt, Rastatt und Ortenaukreis, des Stadtkreises Baden-Baden, der Nationalparkregion e. V., der Nationalparkverwaltung und des Ministeriums für Verkehr.

Die Umsetzung erfordert neben den finanziellen Mitteln als Grundlage auch umfangreiche Abstimmungsrunden über drei Landkreise hinweg und das Zusammenbringen der Bedürfnisse aus Naturschutz, Mobilität und Tourismus. Eine nachhaltigere, umweltbewusstere Mobilität im Nationalpark und in der gesamten Region ist das gemeinsame Ziel.

Derzeit zentrale Maßnahmen:

  • Einführung von Regionalbuslinien, z. B. zwischen Baden-Baden und Freudenstadt
  • Parkraumplanung am Ruhestein für das neue Besucher- und Informationszentrum und das Nationalparkhaus in Herrenwies
  • Entwicklung einer digitalen Informationsplattform, um Informationen nutzerorientiert zur Verfügung stellen zu können
  • Aufstellen von Lärmdisplays zur Sensibilisierung von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern
  • Entwicklung einer gemeinsamen Kommunikation mit den Akteuren der Region, um das Thema nachhaltige Mobilität in der Region stärker zu verankern und für den ÖPNV zu begeistern
  • Gemeinsame Planung zur Umgestaltung von zentralen Bushaltestellen (Barrierefreier Ausbau, Information, einheitliches Design, E-Mobilität) mit der Nationalparkregion