Historie


Zeitstrahl zum Lärmschutz

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1968

Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm

Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm – TA Lärm

Die TA Lärm ist eine allgemeine Verwaltungsvorschrift, die dem Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche dient. Bedeutung hat die TA Lärm für Genehmigungsverfahren von Gewerbe- und Industrieanlagen sowie zur nachträglichen Anordnung bei bereits bestehenden genehmigungsbedürftigen Anlagen.

1978

Lärmsanierung an Bundesfern- und Landesstraßen

Lärmsanierung an bestehenden Bundesfern- und Landesstraßen

Seit 1978 können aufgrund haushaltsrechtlicher Regelungen Lärmsanierungsmaßnahmen an Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen durchgeführt werden, sofern die Baulast beim Bund oder Land liegt. Neben Lärmschutzwänden und –wällen werden seit 2010 auch lärmmindernde Beläge als aktive Lärmschutzmaßnahmen angewendet. Saniert werden können Straßenabschnitte, bei denen der Lärm die Sanierungswerte überschreitet. Im Jahr 2010 wurden diese um 3 dB(A) abgesenkt und betragen für Wohngebiete 67 dB(A) tags bzw. 57 dB(A) nachts.

1990

Verkehrslärmschutzverordnung

Verkehrslärmschutzverordnung – 16. BImSchV

Für den Bau oder die wesentliche Änderung von Straßen und Schienenwegen werden unter anderem Immissionsgrenzwerte zum Schutz vor Verkehrslärm definiert. Bei den Grenzwerten wird unterschieden, welche Gebiete (z.B. Wohngebiete) betroffen sind.

1991

Sportanlagenlärmschutzverordnung

Sportanlagenlärmschutzverordnung – 18. BImSchV

Diese Verordnung gilt für die Errichtung, die Beschaffenheit und den Betrieb von Sportanlagen.

1997

Verkehrswege-Schallschutzmaßnahmenverordnung

Verkehrswege-Schallschutzmaßnahmenverordnung – 24. BImSchV

Die Verordnung legt Art und Umfang der zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche notwendigen Schallschutzmaßnahmen für schutzbedürftige Räume in baulichen Anlagen fest. 

1998

Novellierung der TA Lärm

Novellierung der TA Lärm

Die TA Lärm von 1968 wurde 1998 grundlegend überarbeitet. Sie dient dem Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche. Als allgemeine Verwaltungsvorschrift hat die TA Lärm Bedeutung für Genehmigungsverfahren von Gewerbe- und Industrieanlagen sowie zur nachträglichen Anordnung bei bereits bestehenden genehmigungsbedürftigen Anlagen.

1999

Lärmsanierung an Schienenwegen

Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes

Seit 1999 setzt die Deutsche Bahn das freiwillige Investitionsprogramm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ um. Bis zum Jahr 2020 sollen 2.000 Kilometer Streckennetz, bis 2030 dann der definierte Gesamtumfang von 3.700 Kilometern saniert sein. Im Zuge des Sanierungsprogramms werden Schallschutzwände errichtet bzw. Schallschutzfenster in Wohngebäuden eingebaut.

2000

Lärmkongress 2000

Lärmkongress 2000

Die Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg und das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg organisierten in Mannheim einen viel beachteten Kongress zum Thema Lärm. Mit über 400 Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland handelte es sich um eine der größten Veranstaltungen die bundesweit je zu diesem wichtigen Thema veranstaltet wurde.

2002

Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung

Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung – 32. BImSchV

Die Verordnung gilt für Geräte und Maschinen, die zur Verwendung im Freien vorgesehen sind (z.B. Bagger, Laubbläser, etc.).

2002

EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG

EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG

Ziel der Umgebungslärmrichtlinie ist es lärmbelastete Bereiche anhand von Lärmkarten zu erfassen und die Betroffenheit zu berechnen. Auf der Grundlage der Ergebnisse von Lärmkarten sind Lärmaktionspläne mit Maßnahmen zur Lärmminderung zu erarbeiten, um den Umgebungslärm zu verhindern bzw. vermindern.

2005

Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie

Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie

Mit der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG hat die Europäische Union einen wichtigen Schritt hin zu einer umfassenden Regelung der Geräuschimmissionen in der Umwelt getan. Sie wurde im Juni 2005 mit den §§ 47a bis 47f des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und im März 2006 mit der Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV) in deutsches Recht umgesetzt.

Die Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG befasst sich mit den Geräuschen des Straßen-, Schienen- und Flugverkehrs, in Ballungsräumen auch der darin liegenden Industriegelände. 

Erstmals waren für 2007 landesweit Lärmkarten zu erstellen. Für 2012 erfolgte die zweite Stufe der Lärmkartierung mit dem vollen Kartierungsumfang.

Auf den Lärmkarten aufbauend sind Lärmaktionspläne mit Maßnahmen zur Lärmminderung zu erarbeiten. Die Erstellung der Lärmkarten und die Erarbeitung der Lärmaktionspläne werden von den Städten und Gemeinden als eigenständige Aufgabe, d.h. ohne Fachaufsicht durch das Land, wahrgenommen.

Informationen aus der Lärmkartierung und aus den Lärmaktionsplänen sind der EU-Kommission mitzuteilen.

2006

Lärmkongress 2006

Lärmkongress 2006

Das Umweltministerium Baden-Württemberg organisierte in Leinfelden-Echterdingen den zweiten Kongress zum Thema Lärm. 200 Personen aus Verwaltungen, Verbänden und aus der Wissenschaft diskutierten über die Lärmproblematik in Baden-Württemberg. Das Hauptthema war die Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie.

2007

Lärmkongress 2007

Lärmkongress 2007

Das Umweltministerium Baden-Württemberg organisierte in Stuttgart den dritten Kongress zum Thema Lärm mit über 200 Teilnehmern. Dabei standen rechtliche Fragen bei der Umsetzung von Maßnahmen im Vordergrund, so die Frage der Bindungswirkung eines Lärmaktionsplans. Neben technischen Maßnahmen an den Lärmquellen Straße und Schiene wurden Maßnahmen der Städte – und Verkehrs- und Bauleitplanung zur Unterstützung der anlaufenden Lärmaktionsplanung in den Kommunen vorgestellt.

2007/08

Lärmkartierung 1. Stufe und Lärmaktionsplanung

Lärmkartierung 1. Stufe und Lärmaktionsplanung

Um die Lärmsituation beurteilen zu können, waren 2007 erstmals Lärmkarten zu erstellen. Sie beschreiben wie viele Anwohner, Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser und Flächen in einem Gebiet welchen Lärmpegeln ausgesetzt sind. Lärmkarten dienen der Information der Öffentlichkeit über die bestehende Lärmsituation und sind Grundlage für die Lärmaktionsplanung. Lärmkarten sind mindestens alle fünf Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten. 

Der Lärmaktionsplan beinhaltet Analysen, Planungen und Lärmminderungsmaßnahmen. Außerdem beinhaltet er planerische Festlegungen, die im Rahmen der Flächennutzungs- und Bauleitplanung wie auch der Verkehrsentwicklungsplanung zu berücksichtigen sind. Lärmkarten und Lärmaktionspläne sind mindestens alle fünf Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

2010/11

Projekt lärmarmer Verdichtungsraum

Projekt „Strategie für einen lärmarmen Verdichtungsraum“

Das Projekt „Strategie für einen lärmarmen Verdichtungsraum" war Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Ziel des Projektes war es, den modellhaften Charakter der Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden im Raum Bodensee-Oberschwaben herauszuarbeiten und weiterzuentwickeln. Als Ergebnis der Projektarbeit wurde im März 2011 der „Leitfaden zur Aufstellung von Lärmaktionsplänen in interkommunaler Zusammenarbeit“ von der Projektgruppe verabschiedet.

Der Leitfaden greift zahlreiche Fragestellungen auf, die sich bei der Erstellung von Lärmaktionsplänen in ähnlicher Weise immer wieder stellen. Hervorgehoben wird die besondere Bedeutung einer interkommunalen Zusammenarbeit.

Der Leitfaden zeigt auf, wie eine interkommunale Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Ausführlich werden die rechtlichen und fachlichen Aspekte der Lärmaktionsplanung dargestellt, die dazugehörigen Arbeitsschritte erläutert und anhand des Fallbeispiels eines Straßenabschnitts mit Geschwindigkeitsbegrenzung veranschaulicht.

2011

Lärmschutzbeauftragte Gisela Splett

Lärmschutzbeauftragte Gisela Splett MdL

Die Landesregierung ernennt mit Gisela Splett MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, erstmals eine Lärmschutzbeauftragte.

2011

Fachtagung Umgebungslärm 2011

Fachtagung Umgebungslärm 2011

Die Umweltakademie Baden-Württemberg veranstaltete gemeinsam mit dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg sowie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg die Fachtagung "Umgebungslärm bekämpfen: Kartierung, Planungen und Maßnahmen". Die Tagung diente dem Informationsaustausch über die Umgebungslärmkartierung und die Lärmaktionsplanungen in Baden-Württemberg. Ziel war auch, die Vorgehensweise und Zusammenarbeit bei der zweiten Stufe der Umgebungslärmkartierung vorzustellen. 

Die Fachtagung fand in Karlsruhe statt und wurde von rund 120 überwiegend kommunalen Teilnehmern besucht.

2012

Verkehrslärm-Messungen

Start der Verkehrslärm-Messungen an Straßen

Zur Dokumentation der aktuellen Situation und der langfristigen Entwicklung von Verkehrsgeräuschen an Straßen betreibt die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden Württemberg an ausgewählten Standorten Dauermessstationen. Derzeit ist jeweils eine Messstation in Karlsruhe und in Reutlingen aktiv. Das Projekt hat zum Ziel, die Entwicklung an gewählten Messorten zu verfolgen und bewerten. Ergebnisse sollen helfen wirksame Lärmminderungsmaßnahmen zu erkennen.

2012

Kooperationserlass zur Lärmaktionsplanung

Kooperationserlass zur Lärmaktionsplanung

Lärmaktionsplanungen sind durch Städte und Gemeinden zu erstellen. Maßnahmen in Lärmaktionsplänen sind von den zuständigen Fachbehörden umzusetzen. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) hat mit dem "Kooperationserlass-Lärmaktionsplanung" vom März 2012 Hinweise gegeben, wie Lärmaktionspläne zu erstellen sind und worauf insbesondere bei straßenbaulichen und straßenverkehrsrechtlichen Maßnahmen zu achten ist. Hervorgehoben wird, dass für eine erfolgreiche Lärmaktionsplanung die enge Zusammenarbeit und frühzeitige Abstimmung aller Beteiligten erforderlich ist.

2012

Bundesratsinitiative Motorradlärm

Bundesratsinitiative zur Minderung von Motorradlärm

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg hat sich wiederholt für die Minderung der von Motorrädern ausgehenden Lärmbelastung eingesetzt. Der Bundesratsbeschluss „Entschließung des Bundesrates zur wirksamen Minderung und Kontrolle gesundheitlicher Lärmbelastung durch Motorradlärm“ vom Herbst 2012 geht auf die Initiative des Landes zurück. Das Anliegen wurde außerdem mit Schreiben der Lärmschutzbeauftragten Gisela Splett an den zuständigen EU-Kommissar Tajana und an den ehemaligen Bundesverkehrsminister Ramsauer sowie in persönlichen Gesprächen mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der EU-Kommission und EU-Abgeordneten in Brüssel unterstrichen.

2012

Umgebungslärmtagung

Umgebungslärmtagung 2012

Die europäische Umgebungslärmrichtlinie verlangt den Lärm von Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen in Abständen von fünf Jahren zu erfassen und in Karten darzustellen. Im Jahre 2012 geschah dies zum zweiten Mal.

Die Umgebungslärmfachtagung diente dem Informationsaustausch über die Lärmkartierung 2012 und die Lärmaktionsplanungen in Baden-Württemberg. Ziel war es, ausgehend von den Ergebnissen der zweiten Stufe der Umgebungslärmkartierung Impulse und Anregungen für die anstehenden Lärmaktionsplanungen zu geben. 

2012

Lärmabhängiges Trassenpreissystem

Lärmabhängiges Trassenpreissystem bei Bundeseisenbahnen

Mit dem Fahrplanwechsel 2012/2013 hat die DB Netz AG das lärmabhängige Trassenpreissystem für Güterzüge eingeführt. Auf die regulären Trassenentgelte der DB Netz AG wird seit Juni 2013 ein Aufschlag erhoben, wenn in einem Güterzug nicht überwiegend „leise“ Güterwagen eingestellt sind. Zusätzlich erhalten Güterwagenhalter, die einen vorhandenen Güterwagen auf leise Technik umrüsten, vom Bund einen laufleistungsabhängigen Bonus beim Einsatz eines umgerüsteten Güterwagens auf dem Streckennetz bundeseigener Eisenbahnen. 

Mit dem lärmabhängigen Trassenpreissystem wird ein finanzieller Anreiz zur Umrüstung von Bestandsgüterwagen auf leise Bremstechnik gesetzt. Das lärmabhängige Trassenpreissystem hat eine Laufzeit von acht Jahren.

Zusätzlich erhalten Güterwagenhalter, die einen vorhanden Güterwagen auf leise Technik umrüsten, vom Bund einen laufleistungsabhängigen Bonus beim Einsatz eines umgerüsteten Güterwagens auf dem Streckennetz bundeseigener Eisenbahnen. Ziel ist, dass bis 2020 fast alle in Deutschland verkehrenden Güterwagen umgerüstet sind; nur dann kann die mit dieser Maßnahme geplante Absenkung des Schienenverkehrslärms von bis zu 10 dB(A) erreicht werden. Dies entspricht in der menschlichen Wahrnehmung der Halbierung des Lärms. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg setzt sich dafür ein, dass geprüft wird, ob die Bezuschussung für die Umrüstung lauter Güterwagen auf lärmarme Bremsen ausreichend hoch ist, sobald erste Praxiserfahrungen vorliegen. Sollte diese nicht der Fall sein, werden weitere ordnungsrechtliche Maßnahmen gefordert.

2012

Lärmarme Trassierung der Rheintalbahn

Mitfinanzierungszusage zu lärmarmer Trassierung der Rheintalbahn

Die bisherigen Planungen der Deutschen Bahn AG zum viergleisigen Neu- und Ausbau der Rheintalbahn stoßen in der Region am Oberrhein vor allem wegen der Lärmproblematik und der Trassierung auf erhebliche Widerstände. Gegen die von der Bahn vorgelegten Pläne sind bei der Anhörungsbehörde mehr als 172.000 Einwendungen eingegangen. Das Land Baden-Württemberg und die Region am Oberrhein setzen sich deshalb für eine bessere Planung ein, die mehr Rücksicht auf die Menschen vor Ort und auf die Umwelt nimmt. 

In der 7. Sitzung des Projektbeirats im März 2012 konnte ein entscheidender Durchbruch erzielt werden. Bund und Land haben sich darauf geeinigt, sich zu gleichen Teilen bei einem Gesamtbetrag von bis zu 250 Millionen Euro an den Mehrkosten der verschiedenen Optimierungen der Güterumfahrung Freiburg und der Bürgertrasse im Markgräflerland zu beteiligen. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg wird sich im Projektbeirat Rheintalbahn auch weiterhin konsequent für eine substanzielle Verbesserung der Planungen im Sinne der Interessen der betroffenen Menschen und der Umwelt einsetzen.

Das Land hat sich dafür eingesetzt, dass der Schienenbonus, der eigentlich erst zum 1. Januar 2015 wegfällt, schon bei der jetzigen Planung der Rheintalbahn beachtet wird.

2012/13

Lärmkartierung 2. Stufe und Lärmaktionsplanung

Lärmkartierung 2. Stufe und Lärmaktionsplanung

Nach der Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung der ersten Stufe im Jahr 2007/2008 war 2012 erneut eine flächendeckende Lärmkarteirung nun mit vollem Kartierungsumfang durchzuführen. 

Die Lärmkarten stellen die Lärmbelastung dar. Sie beschreiben wie viele Anwohner, Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser und Flächen in einem Gebiet welchen Lärmpegeln ausgesetzt sind. Lärmkarten dienen der Information der Öffentlichkeit über die bestehende Lärmsituation. Und sie sind Grundlage für die Lärmaktionsplanung. 

Der Lärmaktionsplan beinhaltet Analysen, Planungen und Lärmminderungsmaßnahmen. Außerdem beinhaltet er planerische Festlegungen, die im Rahmen der Flächennutzungs- und Bauleitplanung wie auch der Verkehrsentwicklungsplanung zu berücksichtigen sind. Lärmkarten und Lärmaktionspläne sind mindestens alle fünf Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

2013

Wegfall des Schienenbonus

Entscheidung über den Wegfall des Schienenbonus

Der Schienenbonus besagt, dass rechnerisch 5 dB(A) von den Lärmbelastungen der Schiene abgezogen werden. Mit den gesetzlich erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen an neu zu bauenden oder bei wesentlichen Änderungen von Schienenwegen ist es damit um 5 dB(A) lauter als bei entsprechenden Straßenbauvorhaben. Auch bei Lärmsanierungsmaßnahmen an Bestandstrecken nach dem freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes wird der Schienenbonus berücksichtigt. Ab 1. Januar 2015 soll der Schienenbonus für Eisenbahnen, ab 1. Januar 2019 für Straßenbahnen wegfallen.

2013

Konzept für eine ruhigere Umwelt

Konzept für eine ruhigere Umwelt

Das geltende Recht kennt bei der Lärmsanierung keine Verpflichtung zur Sanierung von Lärmproblemen von bestehenden Straßen und Schienenwegen. Außerdem wird die Lärmsituation des zu betrachtenden Abschnitts einer Straße und eines Schienenwegs nach derzeitiger Rechtslage isoliert betrachtet, ohne Vorbelastung durch andere Lärmquellen mit einzubeziehen.

Um diese Defizite zu überwinden, hat das MVI in Zusammenarbeit mit externen Gutachtern ein neues Lärmsanierungskonzept für eine ruhigere Umwelt erarbeitet. Dieses sieht vor, dass - nach Schaffung der hierfür notwendigen Voraussetzungen durch Änderungen im Bundesrecht - eine verbindliche Lärmsanierung eingeführt wird und Mehrfachbelastungen durch Straße und Schiene zusammen untersucht werden. Hierfür wurden Vorschläge erarbeitet, wie ein Lärmsanierungsverfahren ablaufen und wie es rechtlich ausgestaltet werden kann. Bei einem Expertendiskurs im April 2013 wurden das Konzept und sein neuer Ansatz von den rund 40 Fachleuten aus den Bereichen Recht, Akustik und Verwaltung insgesamt positiv aufgenommen.

2013

Musterbericht für Lärmaktionspläne

Musterbericht für Lärmaktionspläne

Zur Erleichterung und besseren Strukturierung der Berichterstattung von Informationen über Lärmaktionspläne an die EU-Kommission, hat das MVI einen Musterbericht erarbeitet und den Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt, die für die Lärmaktionsplanung zuständig sind.

2013

Verbesserung des Verkehrslärmschutzes

„Eckpunkte zur Verbesserung des Verkehrslärmschutzes“ der Umweltministerkonferenz

Die Umweltministerkonferenz (UMK) hat auf Ihrer 77. Sitzung festgestellt, dass entsprechend dem Ergebnis der Lärmkartierung 2007 ein hoher Handlungsbedarf zum Schutz vor Umgebungslärm in Deutschland bestehe. Die Erfahrungen mit der Erstellung von Lärmaktionsplänen hätten gezeigt, dass die bestehenden rechtlichen und finanziellen Rahmenregelungen die Lärmprobleme nicht ausreichend lösen könnten. Die UMK hat daher die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft (LAI) für Immissionsschutz beauftragt, unter Einbeziehung der Verkehrsseite Eckpunkte für eine Verbesserung des Lärmschutzes in Deutschland zu erarbeiten. Auf ihrer 81. Sitzung hat die UMK das Eckpunktepapier verabschiedet und sich für eine zeitnahe Umsetzung der Forderungen zum Straßen- und Schienenverkehr ausgesprochen.

2014

Lärmabhängige Start- und Landeentgelte

Lärmabhängige Start- und Landeentgelte Flughafen Stuttgart

Die Entgeltordnung des Flughafens Stuttgarts wurde unter Lärmschutzgesichtspunkten weiter gespreizt. Flugzeuge der lautesten Kategorie müssen nach der neuen Einteilung sechsundfünfzigmal mehr pro Start und Landung zahlen als Flugzeuge, die der leisesten Kategorie unterfallen.

2014

Fachtagung

Fachtagung „Leise(r) ist das Ziel! - Lärmaktionsplanung 2014“

Aufbauend auf den Ergebnissen der Lärmkartierung 2012 für die Hauptverkehrsstraßen und Ballungsräume arbeiten viele Städte und Gemeinden derzeit an Lärmaktionsplänen. Dieser Prozess ist komplex und erfordert eine gute Zusammenarbeit all derer, die Lärmaktionspläne aufzustellen und die darin enthaltenen Maßnahmen umzusetzen haben. Die Tagung gab hierfür Impulse und diente dem Informations- und Erfahrungsaustausch.

Ein neues Lärmsanierungskonzept des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg sieht verbindliche gesetzliche Regelungen der Lärmsanierung bei Mehrfachbelastungen durch Straßen und Schienenwege vor. Das neue Lärmsanierungskonzept soll Impulse für Regelungen auf Bundesebene für einen effektiven Lärmschutz geben. Praktische Erfahrungen mit dem neuen Konzept werden in dem Modellprojekt Eislingen-Salach-Süßen gesammelt. Dabei wird das Lärmsanierungskonzept in die Lärmaktionsplanung der drei Gemeinden eingebettet.

2014-16

Lärmsanierungsprogramm

Lärmsanierungsprogramm an Bundesfern- und Landesstraßen

Basierend auf der Lärmkartierung 2012 der Hauptverkehrsstraßen hat die Straßenbauverwaltung ein Konzept entwickelt, um die höchst belasteten Lärmschwerpunkte zu identifizieren und Lärmsanierungsmaßnahmen gezielt umzusetzen mit dem Ziel, die Lärmsituation insbesondere in Ortsdurchfahrten zu verbessern.

Zudem gilt es, Maßnahmen an bereits rechnerisch nachgewiesenen Lärmschwerpunkten im Rahmen des Lärmsanierungsprogrammes 2014-16 gezielt voranzutreiben. Das Investitionsvolumen hierfür beträgt insgesamt rund 23 Millionen Euro. Aufgrund der häufig aufwändigen Planungs- und Baurechtsverfahren wird es im Rahmen des Dreijahresprogrammes zwar nicht möglich sein, alle Maßnahmen baulich zu realisieren, jedoch sollen mindestens die planerischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

2014

Lärmaktionsplan

Lärmaktionsplan Flughafen Stuttgart

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat einen Lärmaktionsplan für den Flughafen Stuttgart erstellt, welcher im Mai 2014 öffentlich bekannt gemacht wurde. In dem Plan wurden Maßnahmen zur Minderung des vom Flughafen ausgehenden Lärms festgelegt. 

Die Öffentlichkeit wurde an der Ausarbeitung des Lärmaktionsplans beteiligt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Neben anderen Maßnahmen wie z. B. die Bildung einer Arbeitsgruppe, bei der lärmoptimierte An- und Abflugverfahren geprüft werden und Maßnahmen zur Reduzierung des Bodenlärms, hat sich die Flughafen Stuttgart GmbH bereit erklärt, einem Schwerpunkt der Forderungen Rechnung zu tragen und einen Antrag auf Änderung der luftrechtlichen Genehmigung zu stellen.

2014

Geschäftsstelle Lärmschutz

Geschäftsstelle Lärmschutz

Zur Stärkung der Belange des Lärmschutzes, wurde eine neue Geschäftsstelle im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur eingerichtet, die der Lärmschutzbeauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg, Frau Staatssekretärin Gisela Splett MdL, zugeordnet ist. 

2015

Wegfall des Schienenbonus

Wegfall des Schienenbonus bei Eisenbahnen

Der Schienenbonus besagt, dass rechnerisch 5 dB(A) von den Lärmbelastungen der Schiene abgezogen werden. Mit den gesetzlich erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen an neu zu bauenden oder bei wesentlichen Änderungen von Schienenwegen ist es damit um 5 dB(A) lauter als bei entsprechenden Straßenbauvorhaben. Auch bei Lärmsanierungsmaßnahmen an Bestandstrecken nach dem freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes wird der Schienenbonus berücksichtigt. Ab 1. Januar 2015 entfällt der Schienenbonus bei Eisenbahnen.

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