Ausbildung

Ausbildung als Straßenwärter:in in Baden-Württemberg

Ohne Straßenwärter:innen herrscht Stillstand auf den Straßen. Reparaturen, Winterdienst und Grünpflege – die Aufgabenliste ist lang. Darauf bereitet Sie die Ausbildung vor.

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Eine junge Straßenwärterin mäht Gras am Straßenrand.

Sie haben immer die Sicherheit fest im Blick? Sie sind handwerklich begabt und mögen einen Job im Freien? Straßenwärter:innen sorgen in Baden-Württemberg dafür, dass der Verkehr bei jedem Wetter sicher weiterrollen kann.

Was bietet die Ausbildung?

In Ihrer Ausbildung arbeiten Sie in einer von fast 90 Straßenmeistereien in Baden-Württemberg. Von dort rücken Sie zu Einsätzen an der Straße aus. Unfälle, Baustellen oder Schneefall, bei allen Situationen ist Ihre Erfahrung gefragt.

Sie...

  • sorgen für die Verkehrssicherheit.
  • sichern Bau- und Unfallstellen.
  • fahren verschiedene Fahrzeuge – vom Pkw bis Lkw.
  • machen den Winterdienst und Reparaturarbeiten.
  • warten Schilder, Stützmauern, Bauwerke und Tunnel.
  • pflegen Grün- und Gehölzflächen an der Straße.

Wie läuft die Ausbildung?

In drei Jahren lernen Sie alles Wichtige für Ihren Job. Die Ausbildung startet jedes Jahr am 1. September. Meistens sind Sie in Ihrer Straßenmeisterei. Dort lernen Sie auch für den Lkw-Führerschein (Klasse CE). Die Kosten dafür übernimmt Ihr Arbeitgeber.

Es gibt aber auch Zeiträume in denen Sie in der Berufsschule oder in unserem Aus- und Fortbildungszentrum in Nagold lernen. Im Ausbildungszentrum arbeiten Sie praktisch und lernen das Bauen mit Holz und Beton und den Umgang mit großen Fahrzeugen.

An der Berufsschule in Nagold absolvieren Sie die theoretischen Ausbildungsteile in der Landesfachklasse für Straßenwärterinnen/Straßenwärter. Unterrichtet werden unter anderem Fächer wie Technische Mathematik, Fachzeichnen und Technologie.

Übrigens: Während der Berufsschule und der überbetrieblichen Ausbildung, können Sie kostenlos mit anderen Auszubildenden im Ausbildungszentrum wohnen.

Was sollte ich mitbringen?

Die Ausbildung macht Sie fit für den Job an der Straße. Für Ihre Bewerbung ist aber wichtig, dass Sie…

  • in der Regel einen Hauptschulabschluss haben,
  • handwerklich geschickt sind,
  • ein gutes technisches Verständnis haben,
  • gerne im Freien und im Team arbeiten,
  • Interesse am Arbeiten mit modernen Geräten und Fahrzeugen haben.

Was verdiene ich während der Ausbildung?

Ihr Gehalt steigt nach jedem Ausbildungsjahr und richtet sich nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD).

Brutto beträgt das Gehalt derzeit:

  • 1. Ausbildungsjahr 1.293,26 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr  1.343,20 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr  1.389,02 Euro

Werden Sie nach der Ausbildung übernommen, steigt das Gehalt. Dann bekommen Sie in der Regel 3.038,99 Euro brutto.

Wie läuft die Bewerbung?

Bewerben können Sie sich bei den Landratsämtern, Kommunen und privaten Unternehmen. Schau Sie sich auf der interaktiven Karte in Ihrer Region um. Dort haben wir markiert, wer regelmäßig Straßenwärter:innen ausbildet. Sie finden dort auch weitere Informationen was für Unterlagen Sie für die Bewerbung einreichen sollten.

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Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Nach erfolgreich bestandener Ausbildung haben Sie sehr gute Chancen, direkt in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden. Außerdem gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten, um mehr Verantwortung in Ihrer Straßenmeisterei übernehmen zu können. Zum Beispiel können Sie durch eine Weiterbildung zur Kolonnenführerin/zum Kolonnenführer mehr Aufgaben übernehmen und Ihr eigenes Team führen. Die Eingruppierung als Kolonnenführerin/Kolonnenführer erfolgt in der Regel in Entgeltgruppe 8, was monatlich derzeit 3281,44 Euro brutto (plus Zulagen) entspricht.

Nach entsprechender Berufserfahrung und Bewährung steht Ihnen eine Laufbahn im mittleren Straßenmeisterdienst offen. Nach Abschluss der zweijährigen Zusatzausbildung zur Straßenmeister:in können Sie als Beamt:in auf Probe (Besoldungsgruppe A9) die Leitung oder die stellvertretende Leitung einer Straßenmeisterei übernehmen oder sich in einem Regierungspräsidium um die Baustellenüberwachung kümmern.