Hackathon

Rückblick und Ergebnisse

Mann sitzt mit Laptop auf dem Schoß auf dem Boden und arbeitet.

Das Hackathonwochenende ist vorbei! 130 TeilnehmerInnen, davon 89 Hackerinnen und Hacker und 20 Teams haben teilgenommen und dabei eine ganze Menge an smarten Lösungen für Mobilität und Blaupausen für eine bessere Nutzbarkeit auf die Beine gestellt. Auch Winfried Hermann MdL, Minister für Verkehr in Baden-Württemberg und Martin Horn, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg haben am Samstagmorgen im Rahmen eines „Wakeupcalls“ mit den TeilnehmerInnen gesprochen und ihren Dank für das gute Engagement der zahlreichen Teams ausgesprochen. Dabei ist klar geworden: TeilnehmerInnen wie die des Hackathons und damit Menschen mit ihren Ideen und ihrem Mut zur Veränderung entscheiden letztlich über das Gelingen der Mobilitätswende. Zudem gab es einige Impulsvorträge, die hier anzusehen sind.

Screenshot von der Online-Übertragung

Sieben Teams wurden von der Jury ausgewählt, ihre Ideen in einer Anschlussförderungsphase weiterzutreiben.

Die ausgewählten Teams haben am Hackathonwochenende in Akkordzeit Ideen, Prototypen und Lösungen zu den folgenden Challenges entwickelt und überzeugend präsentiert.

  • Walkability-Index (GOAT-Team)
  • Radewegeplanung (RadNETZ-Safety-Check)
  • Fahrgastlenkung per App (EFA Analytics)
  • Navigationssoftware für Lastenradlogistik (CargoRocket)
  • Radroutingapp (Security as a service)
  • Erfassung PKW Besetzungsgrad (Besetzungsgrad 4.0) und
  • Barrierefreies Routing (rout:able)

Beispiele der Favoritenteams/Lösungen:

„Walkability-Index“- Begehbarkeit von Strecken für Fußgänger
Ein ausgewähltes Team hat einen Qualitätsindex zur „Walkability“ (also Begehbarkeit von Strecken) für FußgängerInnen entworfen. Das Team hat anhand eines Konzepts zur Datenerfassung gezeigt, wie dieser Index dargestellt werden kann und Schulkinder so beispielsweise nicht mehr unreflektiert die unbeleuchteten Straßenabschnitte ohne Bürgersteig im Winter nutzen müssen, sondern bessere Alternativen angezeigt bekommen.

Datenschutzkonforme automatisierte Erfassung des PKW-Besetzungsgrades:
Ein weiteres Finalistenteam hat sich Gedanken zu dem Thema Effizienz im Individualverkehr gemacht. Bislang gibt es nur wenige und räumlich ungenaue Informationen zu Besetzungsgraden von Autos. Im Hackathon entstand ein Konzept, wie die durch die Zusammenführung von Fahrzeugzähldaten und anonymisierten Mobilfunkdaten PKW-Besetzungsgrade geschätzt werden können.

Visualisierung Fahrgastaufkommen im Öffentlichen Nahverkehr:
Im Öffentlichen Nahverkehr muss in Corona-Zeiten social distancing gewährleistet sein. Dazu bedarf es Daten über das Fahrgastaufkommen. Ein Hackathon-Team hat die Routing-Anfragen der VVS-App ausgewertet und auf dieser Basis eine Art räumliche Diagrammlandschaft gebaut. Darin bildet die Region Stuttgart eine Art Gebirge, bei dem die Gipfel die Mobilitätspunkte mit der größten Nachfrage darstellen. Entstanden ist ein schlankes Tool mit hohem Nutzwert, das in die Planung einfließen kann.

Zum Hintergrund des Wochenendes:

Vom 27.-29.11.2020 haben sich die 130 TeilnehmerInnen und davon 89 Hackerinnen und Hacker in dem virtuellen Labor des MobiData BW Hackathons zusammengefunden– aufgrund der Pandemielage im virtuellen Raum einer speziellen Kollaborationsumgebung. 29 Challenges dienten den Hackerinnen und Hackern als Impuls und Anregungen.

Für den MobiData BW Hackathon lieferte die landesweite Mobilitätsdatenplattform www.mobidata-bw.de insbesondere Daten zu Sharing-Fahrzeugen, zur Parkrauminfrastruktur und zum Öffentlichen Nahverkehr. Beteiligte Datengeber waren u.a. die Landesstelle für Straßentechnik, das Landesamt für Geoinformation und Landesentwicklung, die Verkehrsverbünde VVS, KVV und VRN, die Integrierte Verkehrsleitzentrale der Stadt Stuttgart, Firmen wie HERE Technologies, INRIX und T-Systems sowie der Radverleih „Lastenvelo Freiburg“.

Mehr als 15 Innovationspaten wie etwa der Verkehrsclub Deutschland (Regionalverband Südbaden), die Stuttgarter Straßenbahn AG (SSB) und der Verband der Region Stuttgart begleiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fragestellungen und Tipps. Mit dem House of Logistics and Mobility in Frankfurt a.M. und den Technischen Universitäten Dresden und München beteiligten sich hieran auch Partner außerhalb Baden-Württembergs.

Damit gute Ideen mit dem Ende der Veranstaltung nicht in der Schublade verschwinden, bietet das Ministerium für Verkehr für besonders erfolgversprechende Ansätze eine Anschlussförderung an. Hackathon-Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich die weitere Arbeit an ihren Projektideen dabei mit bis zu 25.000 Euro bezuschussen lassen. Eine Jury aus Mobilitätsexpertinnen und -experten wählte am Ende der Veranstaltung sieben Teams für die anschließende Förderphase aus.