Infrastruktur

Baden-Württemberg für baldige Verabschiedung des Bundesprogramms Wiedervernetzung

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Bei der Bundesratssitzung in Berlin hat sich Winfried Hermann, baden-württembergischer Minister für Verkehr und Infrastruktur, nachdrücklich dafür eingesetzt, dass kurzfristig wieder eine Finanzierung von Tierquerungshilfen zur Vernetzung von Lebensräumen an bestehenden Bundesfernstraßen zugelassen wird. Diese sollen aus dem Bundesfernstraßenhaushalt finanziert werden. „Die biologische Vielfalt ist Existenzgrundlage für das Leben und Wirtschaften heutiger und zukünftiger Generationen“, betonte Winfried Hermann. Es sei daher dringend erforderlich, den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und Maßnahmen zu deren dauerhaften Sicherung durchzuführen, die auch der Reduzierung von Wildunfällen dienen.

Eine wesentliche Säule stellt hierzu das Bundesprogramm Wiedervernetzung dar, zu dessen Erarbeitung sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP verpflichtet hat. Ziel des Bundesprogramms ist es, Lebensraumkorridore für wild lebende Tiere, wie zum Beispiel den Luchs oder die Wildkatze, zu erhalten, und Bereiche, in denen bedeutende Lebensräume in der Vergangenheit getrennt wurden, wieder zusammenzuführen. Das Programm soll dabei Grundlage für den Bau von Tierquerungshilfen im Netz der bestehenden Bundesfernstraßen in den wichtigsten Lebensraumkorridoren sein. „Wir freuen uns darüber, dass das Bundesverkehrsministerium und das Bundesumweltministerium gemeinsam einen Entwurf des Bundesprogramms Wiedervernetzung erarbeitet haben“, betonte Verkehrsminister Hermann im Bundesrat. „Mit Bedauern mussten wir jedoch zur Kenntnis nehmen, dass das Programm zwischenzeitlich aufgrund der begrenzten Haushaltsmittel von Herrn Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer MdB in seiner Fortführung gestoppt wurde“.

Bei der Planung und dem Bau von Straßen spielen Querungshilfen für Tiere bereits seit längerem eine bedeutende Rolle. Grünbrücken, Gewässerunterführungen oder auch Kleintierdurchlässe für Amphibien tragen dazu bei, dass Tiere die Straßen in den betroffenen Abschnitten gefahrlos queren können. Im Rahmen des Konjunkturpakets II war es in den Jahren 2009 bis 2011 erstmals möglich gewesen, Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung von Zerschneidungswirkungen an bestehenden Bundesfernstraßen zu finanzieren. „An zehn Abschnitten von baden-württembergischen Bundesautobahnen und Bundesstraßen können so Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen realisiert werden“, fasste Hermann zusammen.

Um auch in Fortsetzung des Konjunkturpakets II die ökologische Durchlässigkeit von
zerschnittenen Räumen wiederherstellen zu können, sieht es das Land Baden-Württemberg als absolut notwendig an, das Bundesprogramm Wiedervernetzung mit höchster Priorität voranzutreiben, unterstrich Hermann in seinem Antrag. Danach soll das Bundesprogramm Wiedervernetzung baldmöglichst verabschiedet werden.

Quelle:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Ein Mann mit Cap und eine Frau stehen vor einem Auto mit der Aufschrift DEINE MUTTER und haben schwarze T-Shirts an mit gelber Schrift "Deine Mutter..."
Team Vision Zero

Ein bekanntes Muster: Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Fahrradstreifen einer Straße.
Rad- und Fußwege

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege für Baden-Württemberg

Der Blick aus dem Inneren eines Tunnels auf das Tunnelende.
Straße

Tunnel Albstadt-Laufen: Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463

Handybildschirm mit dem CiCoBW-Ticket
bwegt

Nie mehr als 72 Euro: Land und Verbünde führen Preisobergrenze bei CiCoBW ein

Mehrere Radfahrer:innen fahren auf einem breiten Fahrradweg aneinander vorbei.
STADTRADELN

Baden-Württemberg startet mit Schwung ins STADTRADELN 2026

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Straßeninfrastruktur

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
bwegt-Wanderweg

Eröffnung: 14. bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Landesmobilitätsgesetz

Bilanz nach einem Jahr Landesmobilitätsgesetz

Älteres Ehepaar geht Gehweg entlang
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben