Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen mit 120 Millionen Euro

Baden-Württemberg fördert neue Maßnahmen des kommunalen Straßenbaus über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Die Förderungen belaufen sich auf voraussichtlich mehr als 120 Millionen Euro. Im Fokus stehen Brücken.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Bauarbeiten an einer Brücke (Bild: Fotolia.com/c-vom)

61 neue Maßnahmen angemeldet

Mehr Verkehrssicherheit und bessere Straßenverhältnisse in den Städten und Gemeinden: Darauf zielt die Förderung nach dem LGVFG für den Aus-, Um- und Neubau von Straßeninfrastruktur in den Kommunen. Die Kommunen haben für das Programm „Kommunaler Straßenbau“ (KStB) von 2025 bis 2029 insgesamt 61 neue Maßnahmen mit Gesamtinvestitionen von über 210 Millionen Euro gemeldet. Das Land Baden-Württemberg hat die angemeldeten Maßnahmen mit einem voraussichtlichen Fördervolumen von insgesamt mehr als 120 Millionen Euro ins LGVFG-Förderprogramm aufgenommen. In einem zweiten Schritt können nun auf Basis von konkreten Förderanträgen entsprechende Bewilligungen erteilt werden.

Brückenmodernisierungen und lebendige Ortsmitten

Besonders im Fokus stehen wie bereits in den Vorjahren die Modernisierung von Brücken und die Aufwertung von Ortsmitten. Minister Hermann betonte: „Auch in diesem Jahr machen sich viele Kommunen mit Unterstützung des Landes auf den Weg. So werden die Straßeninfrastruktur und besonders die Brücken fit gemacht für die Zukunft. Die Ortskerne und Durchfahrtsstraßen werden umgestaltet zu lebendigen und verkehrsberuhigten Ortsmitten mit Aufenthaltsqualität. Kommunen und Land stärken damit gemeinsam die Infrastruktur und Lebensqualität in Baden-Württemberg.“

Hälfte der Maßnahmen betrifft Brückenbau

Insgesamt wurden 32 Maßnahmen und damit mehr als Hälfte der Maßnahmen im Bereich des Brückenbaus angemeldet. Ein weiterer Schwerpunkt im Programm liegt auf verkehrsberuhigten und lebendigen Ortsmitten: Hier haben zehn Kommunen Förderungen beantragt. Minister Hermann sagte: „Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden hat uns eindrücklich gezeigt, wie wichtig es ist, in den Erhalt von Verkehrsinfrastruktur und die Modernisierung von Brücken zu investieren. Unser Ziel ist es, allen eine sichere, komfortable und lebenswerte Mobilität zu ermöglichen – heute und in der Zukunft. Dazu gehört es auch, mehr Ortsmitten in unserem Land so umzugestalten, dass man sich dort gerne aufhält. Die Verkehrsberuhigung in den Ortzentren ist weit mehr als ein Schritt in Richtung Klimaschutz. Sie stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und macht unsere Städte und Gemeinden lebenswerter für alle.“

Zwei Ortsumfahrungen und drei Radschnellwege

Zwei große Vorhaben liegen im Ortenaukreis, die Ortsumfahrungen kommen auf eine Förderhöhe von zusammen rund 55 Millionen Euro. Besondere Vorhaben im Programm sind auch drei Radschnellverbindungen (RS) auf den Strecken Freiburg–Waldkirch/Emmendingen (RS 6, innerhalb der Stadt Freiburg), Emmendingen–Lahr (Abschnitt Ringsheim–Lahr entlang K 5344neu) und auf der Gemarkung Stuttgart der Teilabschnitt Pischek-, Jahn- und Mittleren Filderstraße (Verlängerung RS 24). Damit können auch diese längeren Strecken in Zukunft zügig und sicher mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Das Land fördert diese Vorhaben mit insgesamt rund 25 Millionen Euro.

LGVFG: Förderprogramm für kommunalen Straßenbau in Baden-Württemberg

Die Förderung erfolgt über das LGVFG und die zugehörige Verwaltungsvorschrift. Mit den Förderungen im Rahmen des LGVFG unterstützt das Land Baden-Württemberg Landkreise, Städte, Gemeinden und Verkehrsunternehmen beim Um- und Ausbau ihrer Verkehrsinfrastruktur. Der Regelfördersatz beträgt 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Bei besonders klimafreundlichen Maßnahmen kann ein Klimabonus gewährt werden und der Fördersatz bis zu 75 Prozent betragen.

Das LGVFG-KStB-Programm umfasst eine große Bandbreite an Maßnahmen. Neben der Förderung von Brückenmodernisierungen und Ortsmitten können Kommunen beispielsweise Mittel für Straßenneu- und -ausbau, die Errichtung von Radschnellverbindungen, Verkehrsleitsysteme, Lärmschutz- und Luftreinhaltungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Vernetzung verschiedener Mobilitätsformen beantragen.

Das LGVFG-Programm wird jährlich vom Verkehrsministerium auf Grundlage der Vorschläge der Regierungspräsidien fortgeschrieben. Um die Förderbedingungen zu vereinfachen, hat das Land kürzlich eine neue Verwaltungsvorschrift zum LGVFG veröffentlicht.

Weitere Meldungen

Straßenbegleitgrün
Straßenoasen

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen mit Fahrradhelm lächeln in die Kamera
Stadtradeln

Die Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Auf einer Autobahn fahren Lastwagen und Autos nebeneinander (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)
LKW

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Lkws auf einem Parkplatz (Bild: Fotolia.com/ B. Wylezich)
LKW

Baden-Württemberg erleichtert Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Fahrbahndeckenerneuerung

B 35 zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf wird saniert

Straßenrand mit blühenden Blumen und Gräsern.
Naturschutz

Platz für Artenvielfalt: Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün

Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
E-Mobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz in Baden-Württemberg

Die Absolventen der Straßenwärterprüfung, zusammen mit Minister Nicole Razavi
Straße

44 neue Straßenwärterinnen und Straßenwärter für Baden-Württemberg

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
VerkehrsInfo BW

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig: Land unterstützt Neubau mit 12,9 Millionen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm