Umwelt

Luftreinhaltemaßnahmen müssen konsequent umgesetzt werden

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Mit Entscheidung vom 20. Februar 2013 hat die Europäische Kommission mitgeteilt, für welche Gebiete in Deutschland sie Grenzwertüberschreitungen bei Stickstoffdioxid (NO2) akzeptiert und für welche nicht. „Diese Entscheidung bekräftigt uns auf dem Weg, Luftreinhaltemaßnahmen weiterhin konsequent umzusetzen“, sagte Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur.

Der seit 2010 geltende Luftqualitäts-Jahresgrenzwert für Stickstoffdioxid dient dem Gesundheitsschutz und ist auf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter festgelegt. Besonders entlang von stark verkehrsbelasteten Straßen mit enger Randbebauung wird dieser Grenzwert noch überschritten. Hauptgründe für eine hohe NO2-Belastung sind Fahrzeug- und Heizungsabgase. In Baden-Württemberg waren zuletzt 25 Gemeinden von solchen Grenzwertüberschreitungen betroffen. Laut Artikel 22 der Luftqualitätsrichtlinie (2008/50/EG) konnte bei der Europäischen Kommission eine Fristverlängerung für die Einhaltung der NO2-Grenzwerte beantragt werden.

Mit der Entscheidung der EU-Kommission wurde eine solche Fristverlängerung bis Ende 2014 für den Ballungsraum Karlsruhe (Stadt Karlsruhe und Ettlingen) akzeptiert, sowie für das Gebiet „Regierungsbezirk Freiburg ohne den Ballungsraum Freiburg“, sofern der Luftreinhalteplan Schramberg zeitnah als genehmigter Plan nachgereicht wird.

Für die Kommunen Freiberg am Neckar, Ilsfeld, Mannheim, Markgröningen, Pfinztal, Pforzheim, Urbach und Walzbachtal hat eine Prognose ergeben, dass der Grenzwert der Stickstoffdioxidkonzentration ab 2015 eingehalten werden kann. Demgegenüber konnte für Freiburg, Heidelberg, Heidenheim, Heilbronn, Herrenberg, Ingersheim, Leonberg, Ludwigsburg, Mühlacker, Pleidelsheim, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart, Tübingen und Ulm keine Einhaltung des Stickstoffdioxid-Grenzwertes prognostiziert werden. Die genannten Gemeinden sind in insgesamt sieben Gebieten beziehungsweise Ballungsräumen zusammengefasst, die jeweils Orte mit günstiger und ungünstiger Prognose für 2015 enthalten. Daher akzeptierte die Kommission aus formalen Gründen für diese Gebiete/Ballungsräume eine Fristverlängerung nicht. Es ist nicht bekannt, ob die EU Kommission daraus folgende Schritte, z. B. ein Vertragsverletzungsverfahren, einleiten wird.

Wesentliche Ursache für die weiterhin andauernden Grenzwertüberschreitungen sind die Emissionen von Dieselfahrzeugen. Der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge der Norm Euro 4 hat im Stadtverkehr weniger abgenommen als erwartet. Die Hoffnungen ruhen nun auf Kraftfahrzeugen der Norm Euro 6 mit noch einmal verschärften Emissionsgrenzwerten. Staatssekretärin Splett: „Deshalb müssen die Unternehmen der Automobilindustrie zügig ihr Angebot an Euro 6 Fahrzeugen ausweiten und stärker darauf hinwirken, dass ihre Produkte in allen Fahrsituationen möglichst geringe Schadstoffemissionen haben.“

Weitere Meldungen

Zwei Radfahrer:innen fahren einen Weg an einem Fluss entlang.
Rad

Mehr Qualität auf Radreisen: Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Zug auf Gleisen mit Frankreich-Flagge im Hintergrund.
Deutschlandticket

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Neubau

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur

Illustration. Ein autonom fahrendes Auto steht an einem Zebrastreifer und lässt Fußgänger:innen passieren.
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Drohne mit Baukränen im Hintergrund
BIM

B 29: Sanierung zwischen Urbach und Lorch abgeschlossen

Ein Mann mit Cap und eine Frau stehen vor einem Auto mit der Aufschrift DEINE MUTTER und haben schwarze T-Shirts an mit gelber Schrift "Deine Mutter..."
Team Vision Zero

Ein bekanntes Muster: Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Fahrradstreifen einer Straße.
Rad- und Fußwege

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege für Baden-Württemberg

Der Blick aus dem Inneren eines Tunnels auf das Tunnelende.
Straße

Tunnel Albstadt-Laufen: Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463

Handybildschirm mit dem CiCoBW-Ticket
bwegt

Nie mehr als 72 Euro: Land und Verbünde führen Preisobergrenze bei CiCoBW ein

Mehrere Radfahrer:innen fahren auf einem breiten Fahrradweg aneinander vorbei.
STADTRADELN

Baden-Württemberg startet mit Schwung ins STADTRADELN 2026

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Straßeninfrastruktur

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
bwegt-Wanderweg

Eröffnung: 14. bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut