Schiene

Ausbau der Straßenbahn in Ulm auf gutem Weg

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Land reicht Förderantrag für Linie 2 beim Bund ein – Minister Hermann: wichtiges Verkehrsprojekt in der Donaustadt

Der Ausbau der Straßenbahn in Ulm ist auf gutem Weg. Baden-Württemberg hat den Antrag zur Förderung des geplanten Neubaus der Straßenbahnlinie 2 beim Bund zur Förderung eingereicht. „Damit ist eine weitere, wichtige Zwischenetappe auf dem Weg zur Realisierung erreicht“, erklärte der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Winfried Hermann, am Mittwoch in Stuttgart. Er fügte hinzu: „Ich bin froh, dass wir nun den Förderantrag zu diesem wichtigen und dringlichen Verkehrsprojekt dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zur Entscheidung weiterleiten konnten. Die fachtechnische Prüfung durch das Land ist zu einem positiven Ergebnis gekommen. Damit ist das Vorhaben aus unserer Sicht förderfähig.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird den Antrag nun seinerseits prüfen und im erwarteten positiven Fall nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) fördern. Der Förderanteil des Bundes im GVFG-Programm beträgt regelmäßig bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Das Land hatte sich schon frühzeitig zu diesem Projekt bekannt und bereits im Herbst 2012 die Weichen für den notwendigen Landesanteil der Förderung (bis zu 20 Prozent) gestellt sowie entsprechende Vorkehrungen im Doppelhaushalt 2013/2014 getroffen. Die übrigen 20 Prozent und die nicht zuwendungsfähigen Kosten (Planungskosten) müssen von Seiten der Vorhabensträgerin aufgebracht werden.

„Da das GVFG-Bundesprogramm nach bisherigem Stand im Jahr 2019 ausläuft, ist es jetzt wichtig, die konkrete Umsetzung des Vorhabens weiterhin konsequent und zügig vorzubereiten, damit unmittelbar nach der Entscheidung des Bundes mit den Arbeiten begonnen werden kann“, sagte Minister Hermann weiter.

Hintergrund zum Projekt:

Die Straßenbahnlinie 2 soll die Wissenschaftsstadt im Ulmer Norden mit dem Wohn- und Schulschwerpunkt Kuhberg im Südwesten der Stadt verbinden. In der Folge sollen mehr als 8.000 Fahrgäste pro Werktag zusätzlich für den öffentlichen Personennahverkehr gewonnen werden. Gerade in der Hauptverkehrszeit sind die derzeit verkehrenden Buslinien kaum noch in der Lage, das Fahrgastaufkommen zu bewältigen.

Gesamtkosten für den Bau der Straßenbahnlinie 2 betragen rund 155 Mio. Euro, davon sind voraussichtlich ca. 112 Mio. Euro zuwendungsfähig. Das Vorhaben ist volkswirtschaftlich sinnvoll. Die standardisierte Bewertung hat einen Nutzen-Kosten-Indikator von 1,36 ergeben und liegt damit um etwa ein Drittel über dem Mindestwert von 1,0.

Hintergrund zum GVFG-Programm:

Grundsätzlich fördert der Bund große ÖPNV-Infrastrukturprojekte mit einem Kosten-volumen von mehr als 50 Mio. Euro der anerkannten zuwendungsfähigen Kosten nach dem GVFG-Bundesprogramm. Das derzeitige GVFG-Programm läuft im Jahr 2019 aus. Die Landesregierung setzt sich daher für eine zügige und auskömmliche Nachfolgeregelung ein. Im Koalitionsvertrag der großen Koalition ist eine Nachfolgeregelung angekündigt.

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart