Verkehrspolitik

Ausländermaut bleibt Ausländermaut

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Minister Hermann: Jetzige Ausgestaltung der Pkw-Maut nicht hinnehmbar

„Die ‚Ausländermaut‘ ist nicht nur ein falsches Signal an Europa und die europäische Integration. Sie ist bürokratisch, hat keine Lenkungswirkung und kostet mehr als sie einspielt. Sie leistet außerdem keinen ausreichenden Beitrag zum Investitionsbedarf, der für die Verkehrsinfrastruktur nötig ist“, so Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg am Freitag, 10. März im Bundesrat in Berlin. Er hielt dort eine Rede anlässlich der Plenarsitzung zur Pkw-Maut. 

„Die jetzige Form sieht einen Beitrag unabhängig von der gefahrenen Strecke und Häufigkeit der Nutzung vor. Das hieße, wer viel fährt zahlt genau so viel wie wenig Fahrer. Das ist eine Flatrate,“ so Hermann. „Es besteht kein Potential, um Staus zu vermeiden. Vielmehr steigt das Risiko, dass Mautstrecken ausgewichen wird. Das führt wiederrum zu einer möglichen Mehrbelastung von Anwohnerinnen und Anwohnern und erhöht das Unfallrisiko“, Hermann weiter.

Außerdem sind die Ausnahmen grundsätzlich nur gering. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist unverhältnismäßig. Verschiedene Gutachten vom deutschen Bundestag bis zum ADAC haben gezeigt, dass die Einnahmen durch die Maut in der jetzigen Form nur gering sind, die Kosten zur Einführung und die Systemkosten aber gleichzeitig hoch. Zudem besteht nach neuesten Einschätzungen auch weiterhin das Risiko, dass die Maut durch ein EU-Vertragsverletzungsverfahren oder durch ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für rechtswidrig erklärt würde. In jedem Fall würden die Einführung und damit auch die Einnahmen der Maut verzögert werden. Zudem appellierte Hermann: „Unser Ziel muss es sein, gerade vor dem aktuellen Hintergrund, den europäischen Zusammenhalt zu stärken. Die diskriminierende Wirkung in der aktuellen Ausgestaltung der Maut ist auch nach dem Kompromiss von Minister Dobrindt mit der EU-Kommission nicht ausgeräumt.“

Weitere Meldungen

Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
E-Mobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz in Baden-Württemberg

Die Absolventen der Straßenwärterprüfung, zusammen mit Minister Nicole Razavi
Straße

44 neue Straßenwärterinnen und Straßenwärter für Baden-Württemberg

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
VerkehrsInfo BW

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig: Land unterstützt Neubau mit 12,9 Millionen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der Mühlbachstrasse
Eislingen

Mühlbachtrasse legt Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen

Radfahrer auf dem Badischen Weinradweg in den Reben oberhalb von Freiburg - Sankt Georgen mit Blick auf die Stadt Freiburg.
Rad

Mehr Qualität auf Radreisen: Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Zug auf Gleisen mit Frankreich-Flagge im Hintergrund.
Deutschlandticket

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Neubau

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur