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Dem Ausbau der Enztalquerung auf der A8 bei Pforzheim steht nichts mehr im Weg

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A801 Blick in Fahrtrichtung Karlsruhe
Blick auf die Gesamtsituation in Fahrtrichtung Stuttgart
Blick unter der DB-Brücke in Richtung Karlsruhe - Einhausung
Blick in Fahrtrichtung Karlsruhe auf die Einhausung
Blick auf die As in Richtung Niefern-Vorort (NNO)
Blick auf die AS in Richtung Eutingen
Blick auf die Enzbrücke (und DB-Brücke) Eutingen

Minister Hermann wünscht von Bundesverkehrsminister Dobrindt möglichst rasche Baufreigabe 

Dem baldigen Ausbau der Autobahn 8 bei Pforzheim von vier auf sechs Fahrspuren auf der sogenannten Enztalquerung steht nichts mehr im Weg. Nachdem die einzig eingereichte Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss vom 20. November 2014 keine aufschiebende Wirkung entfaltet und damit das Gesamtprojekt nicht in Frage steht, hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) das Regierungspräsidium Karlsruhe gebeten, die vorbereitenden Arbeiten in Angriff zu nehmen. „Was jetzt noch fehlt, ist die Baufreigabe durch den Bund, um eine der beiden letzten Engpässe auf der A 8 zwischen Karlsruhe und München zu beseitigen“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann am 6. Mai in Stuttgart. Deshalb habe er Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in einem Schreiben gebeten, das Projekt in das angekündigte Infrastrukturprogramm des Bundes aufzunehmen. 

„Die Entscheidung muss zeitnah erfolgen, da wie jedes Großprojekt auch die Enztalquerung eine Anlaufphase von ein bis zwei Jahren benötigt, bevor Ausgaben in größerem Umfang anfallen“, erläuterte Minister Hermann. Zunächst müssten eine Trinkwasseraufbereitungsanlage und die vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen sowie auch erste Bauwerke hergestellt werden, bevor die Hauptarbeiten beginnen können. „Dieses besonders wichtige Projekt eines Lückenschlusses auf einer international bedeutsamen Hauptverbindungsachse in Baden-Württemberg ist in seiner Dringlichkeit unbestritten und hat höchste Priorität“, betonte der Landesverkehrsminister in seinem Schreiben an seinen Berliner Amtskollegen. Minister Dobrindt solle durch die Aufnahme dieses wichtigen Projektes in das Infrastrukturprogramm des Bundes die sachgerechte und zeitnahe Vorbereitung der Baumaßnahme im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gewährleisten und die seit langem erwartete Entlastung auf und an diesem Streckenabschnitt ohne weitere Verzögerung ermöglichen.

Ergänzende Information:

Die sogenannte Enztalquerung ist ein 4,8 Kilometer langer Streckenabschnitt an der A 8 bei der Anschlussstelle Pforzheim Ost. Die Autobahn verläuft an dieser Stelle durch eine tiefe Senke des Enztales. Sie überwindet dabei einen Höhenunterschied von rund 100 Metern. Die Kosten für den seit Anfang der 1990er Jahre erstmals konkreter geplanten Ausbau von derzeit zwei auf drei Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung betragen nach bisheriger Planung 147,3 Mio. Euro. Die Bauzeit wird auf etwa fünf Jahre veranschlagt. 

Neben der Enztalquerung gibt es auf der ansonsten sechsspurig ausgebauten A 8 zwischen Karlsruhe und München lediglich noch am sogenannten Albaufstieg bei Merklingen einen vierspurigen Abschnitt. Auch hier ist der Ausbau geplant. 

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