Radverkehr

Erste Fahrradzähler in Baden-Württemberg eingeweiht

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Der baden-württembergische Minister für Verkehr und Infrastruktur, Winfried Hermann, hat die ersten Fahrradzähler in Baden-Württemberg in Freiburg, Offenburg und Karlsruhe eingeweiht.

Die Fahrradzähler sind Teil des Preises den die drei Städte im Oktober 2011 für ihre Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Städte“ vom Verkehrsministerium erhalten haben. „Mit diesem hochwertigen Preis wollen wir das Engagement und die „Vorradlerrolle“ der drei Städte belohnen und gleichzeitig ein sichtbares Zeichen setzen, dass für uns jeder Radler zählt“, so Minister Hermann.

Oberbürgermeister Salomon aus Freiburg freute sich: „Wir sind stolz auf die Auszeichnung und können mit dem Fahrradzähler nicht nur zeigen, wie viele Freiburgerinnen und Freiburger bereits Fahrrad fahren, sondern auch, dass wir die Bedingungen für umweltfreundliche Mobilität kontinuierlich verbessern müssen.“ Auch der Offenburger Bürgermeister Martini ist sich sicher: „Die Auszeichnung macht deutlich, Offenburg ist auf dem richtigen Weg, aber wir dürfen uns selbstverständlich nicht auf dem Erreichten ausruhen.“ Gerade aus diesem Grund ist die Landesauszeichnung auf fünf Jahre beschränkt und mit Auflagen für ihre Erneuerung verknüpft. „Wir haben sie als Anerkennung unserer Leistungen aber auch als Ansporn für die Zukunft aufgenommen“, betont darum Bürgermeister Michael Obert aus Karlsruhe und unterstreicht: „Wichtig ist es, die Menschen mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass wir die Interessen der RadfahrerInnen ernst nehmen. Der Fahrradzähler ist dafür das richtige Signal.“

Mit der Landesauszeichnung will das Land jedoch nicht nur besondere Leistungen für die Fahrradförderung honorieren, sondern auch Anreize für andere Kommunen setzen, die positiven Beispiele nachzuahmen. Ein Ziel der Landespolitik sei es, den Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen landesweit und in den einzelnen Kommunen zu verdoppeln, so Mi-nister Hermann. Um diese Zielsetzung zu erreichen, hat das Ministerium ein RadKULTUR-Programm entwickelt, in dessen Rahmen verschiedene Maßnahmen und Aktionen auf Landesebene und in ausgewählten Modellkommunen umgesetzt werden. Minister Hermann macht deutlich: „Gerade in den Kommunen gilt es eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur zu entwickeln und zukünftig zu stärken. Aus diesem Grund halten wir selbstverständlich auch an der Auszeichnung der Fahrradfreundlichen Kommunen fest.“

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) können sich ihre Anstrengungen und Erfolge in der Radverkehrsförderung somit auch in den kommenden Jahren vom Land zertifizieren lassen. Eine Prüfkommission aus Mitgliedern des Landesbündnisses ProRad, in dem sich verschiedene Vertreter von Einrichtungen und Verbänden aus Praxis und Wissenschaft zusammengeschlossen haben, prüft und bewertet die Angaben der Städte in den umfangreichen Antragsfragebögen und macht sich auch vor Ort ein Bild von der Radverkehrssituation. Ausschlaggebend für die Bescheinigung der Fahrradfreundlichkeit ist dabei insbesondere der Beweis eines zielgerichteten Gesamtkonzepts für eine nachhaltige und ambitionierte Radpolitik.

Weitere Informationen zur Auszeichnung und der AGFK-BW finden sich unter www.fahrradland-bw.de

Quelle:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

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