Fahrgastbeirat

Fahrgastbeirat Baden-Württemberg: Bahnsteighöhen im Schienenverkehr und Baden-Württemberg-Tarif

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Die unterschiedlichen Bahnsteighöhen im Schienenverkehr in Baden-Württemberg und die Probleme, zukünftig Barrierefreiheit sicherzu­stellen, war das Hauptthema der letzten Sitzung des  Fahrgastbeirates Baden-Württemberg (FGB-BW).

Der FGB-BW hatte schon im November 2015 auf eine Neukonzeption des Bahnsteighöhen-Konzeptes des Landes gedrungen. „Alleine in der Region Stutt­gart kommen aktuell drei Bahnsteighöhen zum Einsatz, die eine durch­gängige Barrierefreiheit verhindern, andere Regionen harmonisieren den Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr auf einheitliche Bahnsteig- und Fuß­bodenhöhen“, erklärt FGB-Vorsitzender Matthias Lieb. Die Ent­scheidung des Bundes und der DB, zukünftig nur noch 76cm Bahnsteige bauen zu wollen, erfordere eine Anpassung der Bahnsteig­höhen-Konzeption des Landes, erklärte Gerd Hickmann vom Verkehrs­ministerium Baden-Württemberg. Allerdings seien in den letzten 20 Jahren viele Strecken und Züge auf 55cm ausgebaut worden, auch die Nachbarländer Schweiz und Frankreich hätten 55cm als Regelhöhe. Somit bestünde die Aufgabe , linienweise einheitliche Bahnsteighöhen – auch in den Knotenbahnhöfen – sicherzustellen, bei der die starre Festlegung des Bundes auf nur noch 76cm eher hinderlich sei. Dr. Jürgen Wurmthaler vom Verband Region Stuttgart als Aufgaben­träger für die S-Bahn Stuttgart begründete das Festhalten an der ab­weichenden Bahnsteighöhe von 96cm für die S-Bahn Stuttgart mit der Notwendigkeit von S-Bahn-Fahrzeugen mit hoher Türzahl für den raschen Fahrgastwechsel. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Linie des Bundes, die Standardhöhe an den großen Knotenbahnhöfen auszurichten, problematisch sei, denn in kleineren Stationen könne weniger Hilfe geleistet werden. Der FGB-BW forderte alle Beteiligten auf, rasch zu einem abgestimmten Bahnsteig­höhenkonzept zwischen Bund und Land unter Einbeziehung auch der S-Bahn Stuttgart zu kommen.

Ein weiteres Thema war der zukünftige Baden-Württemberg-Tarif, der ab Ende 2018 gelten wird. Ein Vertreter des Ministeriums erläuterte den aktuellen Sachstand. Der FGB-BW wünscht hier eine frühzeitige Einbeziehung in die weitere Ausgestaltung des Tarifs, damit die Interessen der Fahrgäste bei der  weiteren Ausgestaltung des Landestarifes frühzeitig berücksichtigt werden.

Quelle:

Fahrgastbeirat für den vom Land Baden-Württemberg bestellten SPNV

Weitere Meldungen

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Landesmobilitätsgesetz

Bilanz nach einem Jahr Landesmobilitätsgesetz

Älteres Ehepaar geht Gehweg entlang
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen