GesellschaftsReport BW

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Fußgänger überqueren einen Zebrastreifen (Bild: Fotolia.com/ defun)

Verkehrsminister Hermann: „Verkehrspolitik muss sozial gerechter werden“

Sozialminister Lucha: „Mobilitätswende mindert Ungleichheiten“ 

Statistische Auswertung zeigt deutliche Nachteile für Kinder und Senioren

„Verkehrspolitik und Sozialpolitik haben Gerechtigkeitsfragen in der Mobilität zu wenig im Blick. Sie müssen die Mobilitätsbedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen berücksichtigen. Die Auswirkungen von verkehrspolitischen Entscheidungen auf sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen müssen stärkere Berücksichtigung finden.“

Das ist die Kernaussage des vom Sozialministerium in Auftrag gegebenen aktuellen GesellschaftsReports BW der Familienforschungsstelle des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg. Er verdeutlicht, dass eine gerechte Ausgestaltung der Mobilitätswende bewusst in den Blick genommen werden muss.

Die Ergebnisse zeigen, dass nachhaltige Mobilität die Chancen für soziale Teilhabe in Baden-Württemberg deutlich verbessert. Denn Mobilität und soziale Teilhabe können sich gegenseitig verstärken oder abschwächen:

  • Ältere Menschen, arbeitslose Personen oder Personen mit niedrigen Einkommen, Alleinerziehende und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind in Baden-Württemberg im Schnitt weniger mobil. Auch sind Frauen vergleichsweise weniger mobil als Männer.
  • Diese Personengruppen haben weniger Verkehrsmittel zur Verfügung als andere. Sie besitzen seltener ein Auto und sind deshalb auf einen gut funktionierenden öffentlichen Verkehr angewiesen, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.
  • Der GesellschaftsReport BW kommt zu der Einschätzung, dass für Personen mit geringem Einkommen ein erhöhtes Risiko besteht zu erkranken, weil sie häufiger in Gebieten mit größerer Luftverschmutzung, mit stärkerem Verkehrslärm und mit weniger Verkehrssicherheit wohnen.
  • Die Autorinnen weisen zudem darauf hin, dass mehr bezahlbarer Wohnraum, vor allem in den Städten, dazu beitragen könnte, Wegezeiten und -kosten zu minimieren und damit mehr soziale Teilhabe zu ermöglichen.

Die vollständigen Ergebnisse des GesellschaftsReports BW „Mobilität für alle – Nachhaltige Mobilität und soziale Teilhabe in Baden-Württemberg“ sind nachlesbar unter: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/soziales/familie/gesellschaftsreport-bw/

Sozialminister Manne Lucha MdL: „Eine zukunftsfähige, nachhaltige Mobilität muss für alle Bürgerinnen und Bürger verfügbar, bezahlbar und barrierefrei sein. Verkehr und soziale Aspekte gehören deshalb unbedingt zusammen, wenn wir eine Mobilität für alle haben wollen. Es geht um Lebensqualität und Selbstbestimmung und um gleiche Chancen. Denn nur wer auch mobil ist, kann wirklich an der Gesellschaft teilhaben.“

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL: „Die Mobilitätswende bietet die Chance, dass sich die soziale Teilhabe gerade für bisher benachteiligte Gruppen entscheidend verbessert. Unser Anspruch ist es, eine nachhaltige Mobilität für alle Menschen sozial gerecht zu gestalten.“

Das Verkehrsministerium startet daher mit der Evangelischen Akademie Bad Boll die mehrjährige Tagungsreihe „Mobilitätswende gerecht gestalten“. Im Auftakttermin am 29. Oktober 2021 mit Verkehrsminister Winfried Hermann werden die Ergebnisse des 2. GesellschaftsReports BW 2021 vorgestellt. Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.ev-akademie-boll.de/tagung/621721.html

Weitere Meldungen

Bauarbeiter legen mit ihrer Teermaschine einen neuen Straßenbelag.
B 462

B 462: Fahrbahnsanierung Forbach–Gernsbach-Hilpertsau abgeschlossen

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
MOVERS

Neues Radfahrabzeichen BW stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

Überwachsene Bahnschienen führen in die Ferne.
Schiene

Reaktivierung von Schienenstrecken: Land schreitet fokussiert voran

Junge Menschen steigen aus einem Zug am Bahnsteig aus.
Mobilität

Städte und Gemeinden machen ihre Verkehrsangebote mit Mobilstationen sichtbarer

Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen halten ihre Urkunde hoch, mit Staatssekretär Rainmund Haser.
Fußverkehr

Fußverkehrs-Checks 2026: 15 Kommunen setzen sich für bessere Fußwege ein

Rückseite eines Fahrkartenautomates.
Schiene

Fahrkartenkauf aus einer Hand auch im Südwesten des Landes

Lkws auf einem Parkplatz (Bild: Fotolia.com/ B. Wylezich)
Niedrigwasser

Baden-Württemberg verlängert Erleichterungen für Lkw-Transporte

Ein Straßenwärter mit orangenen Klamotten läuft auf einer Brücke.
Brücken

Taskforce treibt Ersatzneubau der Kochertalbrücke bei Unterkochen voran

Eine Frau schließt ihr Fahrrad ab an einem Radstellplatz.
Mobilität

Für mehr und bessere Rad-Stellplätze entlang der Filstalbahn

Staatssekretär eröffnet die Straße durch das Schneiden eines Bandes.
Straße

L 600a bei Heidelberg: Leistungsfähige Verbindung wieder frei

Ein Mann fährt auf einem Fahrrad.
JobBike

40.000 JobBikes für Landesbeschäftigte

Straßenbegleitgrün
Straßenoasen

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen mit Fahrradhelm lächeln in die Kamera
Stadtradeln

Die Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Auf einer Autobahn fahren Lastwagen und Autos nebeneinander (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)
LKW

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Lkws auf einem Parkplatz (Bild: Fotolia.com/ B. Wylezich)
LKW

Baden-Württemberg erleichtert Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers