ÖPNV

Große Resonanz auf geplantes Gutachten zur kommunalen ÖPNV-Finanzierung

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Verkehrsministerium wählt vier Modellkommunen aus

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg hat die Verbundregion Rhein-Neckar mit den Städten Mannheim und Heidelberg sowie die Städte Stuttgart, Tübingen und Bad Säckingen als Modellkommunen für das Gutachten zu „Finanziellen Auswirkungen von kommunalen Instrumenten der Drittnutzerfinanzierung im ÖPNV“ ausgewählt. Insgesamt hatten 14 Kommunen ihr Interesse an der Mitwirkung bekundet. „Die Resonanz war sogar noch besser als erwartet. Das zeigt: Das Thema ÖPNV-Finanzierung drängt. Den Ausbau von Bus und Bahn weiterhin nur über höhere Fahrpreise zu finanzieren, wird nicht funktionieren,“ sagte der Amtschef des Verkehrsministeriums, Prof. Uwe Lahl am Donnerstag, 02.08.2018, in Stuttgart.

Gutachten für vier ausgewählte Kommunen

Mit dem Ziel die finanziellen Auswirkungen neuer ÖPNV-Finanzierungsansätze und -instrumente zu ermitteln, hat das Verkehrsministerium derzeit ein Gutachten ausgeschrieben. Dabei sollen gemeinsam mit Kommunen bzw. Regionen unterschiedlicher Größe, Verbundstruktur und Rahmenbedingungen modellhaft Einnahmepotentiale und damit finanzierbare Angebotsverbesserungen im ÖPNV untersucht werden. Die ausgewählten vier Modellkommunen bzw. –regionen aus allen Regierungsbezirken ermöglichen nun die Betrachtung einer Verbundregion sowie einer Groß-, Mittel- und Kleinstadt.

Ziel: Auswahl an Finanzierungsinstrumenten

Die Arbeiten am Gutachten sollen im Sommer 2018 beginnen und etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Neben den vier Modellkommunen sollen auch die weiteren zehn interessierten Kommunen eingebunden werden und von den Ergebnissen profitieren. Langfristiges Ziel ist es, dass Gebietskörperschaften im Land die notwendige Freiheit erhalten, um auf gesicherter Rechtsgrundlage selbst über die Einführung des für sie passende Finanzierungsinstruments zu entscheiden. Daher sollen auch juristische Eckpunkte für den erforderlichen Rechtsrahmen zur Umsetzung der Instrumente erarbeitet werden.

Herausforderung ÖPNV-Finanzierung

Ein attraktives und leistungsfähiges ÖPNV-Angebot trägt maßgeblich zum Klimaschutz, zur Luftreinhaltung und zum Lärmschutz in den Kommunen bei. Problematisch ist, dass die ÖPNV-Fahrpreise in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen sind als die allgemeinen Lebenshaltungs- oder Mobilitätskosten. Gleichzeitig stehen die Kommunen vor der Herausforderung, dass die ÖPNV-Finanzierung angesichts knapper Haushaltsmittel zunehmend schwierig ist. Daher lohnt es sich für Kommunen, weitere Instrumente in den Blick zu nehmen.


Zusätzliche Information

Bereits 2017 hat das Ministerium für Verkehr die Ergebnisse der Grundlagenuntersuchung „Instrumente zur Drittnutzerfinanzierung für den ÖPNV in Baden-Württemberg“ veröffentlicht. Auf konzeptionell-theoretischer Ebene wurden darin verschiedene Finanzierungsinstrumente skizziert und untersucht. Attraktiv erscheint der Gedanke eines Mobilitätspasses, der zur Nutzung u.a. von ÖPNV-Angeboten zu einem günstigen Preis berechtigt und gleichzeitig über die damit generierten Einnahmen den Verbesserungen im ÖPNV-Angebot dient. Im ausgeschriebenen Gutachten sollen daher gemeinsam mit den vier Modellkommunen die finanziellen Effekte des Mobilitätspasses in drei unterschiedlichen Ausgestaltungen beispielhaft berechnet werden. Dabei werden verschiedene Adressaten betrachtet: die Bürgerinnen und Bürger („Bürgerticket“), die Kfz-Halterinnen und -Halter („Nahverkehrsabgabe“) oder die Kfz-Nutzerinnen und -Nutzer („Straßenbenutzungsgebühr“).

Weitere Meldungen

Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
E-Mobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz in Baden-Württemberg

Die Absolventen der Straßenwärterprüfung, zusammen mit Minister Nicole Razavi
Straße

44 neue Straßenwärterinnen und Straßenwärter für Baden-Württemberg

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
VerkehrsInfo BW

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig: Land unterstützt Neubau mit 12,9 Millionen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der Mühlbachstrasse
Eislingen

Mühlbachtrasse legt Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen

Radfahrer auf dem Badischen Weinradweg in den Reben oberhalb von Freiburg - Sankt Georgen mit Blick auf die Stadt Freiburg.
Rad

Mehr Qualität auf Radreisen: Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Zug auf Gleisen mit Frankreich-Flagge im Hintergrund.
Deutschlandticket

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Neubau

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur